Fassadenschmierer von Polizei zum Prozess eskortiert

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Graffiti-Lack an Tullner Stadtmauer: "Blöde Aktion" und "Cool sein".
BEZIRK TULLN (ip). Um sein Erscheinen vor Gericht sicherzustellen, ließ der St. Pöltner Richter Markus Grünberger einen Jugendlichen aus dem Bezirk Tulln von der Polizei vorführen. Der mittlerweile 15-Jährige glänzte zum Verhandlungstermin im März unentschuldigt durch Abwesenheit, dem mitangeklagten Komplizen brummte der Jugendrichter für schwere Sachbeschädigung damals eine Diversion auf.

Unter Denkmalschutz

Aus „Blödheit“ und „…, weil wir cool sein wollten“ tobten sich die Jugendlichen im Oktober 2018 mit Graffiti-Lack unter anderem an der Tullner Stadtmauer, die unter Denkmalschutz steht, an der Kirchenmauer und an diversen Fassaden von Haus- und Gartenmauern aus. Der Sachschaden wurde vorläufig großteils von den Eltern der Schmieranten beglichen. Ob die Mutter des 15-Jährigen das Geld von ihrem arbeitsuchenden Sprössling zurückbekommt, wie es die Eltern des Mittäters von ihrem Sohn fordern, scheint fraglich.
Selbst Verteidiger Roland Schöndorfer hatte Mühe, Kontakt mit dem Beschuldigten aufzunehmen. Schließlich gelang es dem Anwalt doch, seinen Mandanten zu einem reuigen Geständnis zu bringen und ihm damit eine Verurteilung zu ersparen. Wie bereits der Mitangeklagte erhielt auch der 15-Jährige ein Diversionsangebot von 80 Stunden gemeinnütziger Leistungen, die er innerhalb von sechs Monaten zu erbringen hat. Erst danach wird das Verfahren gegen den Jugendlichen eingestellt.

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