Coronavirus
Konditorei richtet Telefonhotline ein und bietet "Nervennahrung"

Waltraud und Gottfried Kadlec: In Zeiten wie diesen braucht man "Nervennahrung".
3Bilder
  • Waltraud und Gottfried Kadlec: In Zeiten wie diesen braucht man "Nervennahrung".
  • hochgeladen von Karin Zeiler

SIEGHARTSKIRCHEN. "Und als ich gelesen habe, dass Konditoreien schließen müssen, war das für mich ...", spricht Gottfried Kadlec gar nicht weiter, als er sich an die Verkündung der Maßnahmen der Bundesregierung erinnert, wo gesagt wurde, dass die Gastro geschlossen bleibt. "Ich war am Boden zerstört", so der Konditor.

Ein bisschen Normalität

Das Leben hat sich grundlegend verändert, Geschäfte geschlossen, Sozialkontakte sollen vermieden werden. Und das bedeutet für die Wirtschaft der Kampf um's Überleben. Für Private, dass sie – im schlimmsten Fall – allein daheim sind. Und vereinsamen. Aber auch da hat man beim Kadlec eine Idee geboren, die eventuell vor der Umsetzung steht.

Ein Punschkrapferl gefällig?

Doch bis dorthin gibt's jedenfalls Mehlspeisen.

"Als wir informiert wurden, dass wir aufsperren können, hab ich sofort gesagt, dass wir das machen. Zumindest ein paar Stunden. Auch um ein bisschen Normalität für die Leute zu bieten. Wenn sie daheim sitzen, dass sie sich ein kleines Stück vom Glück holen können",

sagt Gottfried, Waltraud ergänzt: "Freude und Seelennahrung". Es sei wichtig, dass ein bisschen Normalität in dem Chaos ist, auch wenn die Kommunikation eingeschränkt ist. Aber Tochter Barbara hatte auch da schon eine Idee:

"Die Stammgäste sollen uns einfach anrufen, wenn sie reden wollen. Wir machen so eine Art Telefonhotline. Also das, was bei uns normal im Alltag gemacht wird",

sagt Waltraud. Gottfried lacht (noch). Viele seien eben allein, dann hätten sie wen zum Reden. "Wir versuchen es zumindest und sind für alles offen", so die Geschäftsleute.

Vor der Vitrine steht jetzt ein Tisch mit Desinfektionsmittel. Aber in der Vitrine gibts die Nervennahrung.
  • Vor der Vitrine steht jetzt ein Tisch mit Desinfektionsmittel. Aber in der Vitrine gibts die Nervennahrung.
  • hochgeladen von Karin Zeiler

Kein Zuckerschlecken

"Meine größte Sorge war, was mit unseren Leuten passiert", sagt Gottfried Kadlec abschließend.
16 Mitarbeiter der Konditorei mussten jedoch dem Arbeitsamt übergeben werden: "Das gesamte Servicepersonal. Da haben wir sehr viele geringfügig Beschäftigte", sagt Gottfried, dass "das Service momentan nicht gebraucht wird und die paar Stunden im Verkauf macht die Waltraud allein. Wenn alle da wären, würden wir das nicht packen". Und es folgt eine lange Atempause.
Die Mitarbeiter hätten vollstes Verständnis gezeigt, "sie stehen hinter uns und ihnen ist wichtig, dass wir nach allem wieder weitertun können. Sie leiden mit uns", sagt Waltraud Kadlec abschließend.

Kontakt: Konditorei Kadlec, 02274 6910

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

20 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen