Talentewoche Zwentendorf
Mittelschule zeigt beeindruckende Talente und Kreativität

Die Schülerinnen und Schüler haben eine Milchtankstelle gebastelt. | Foto: Victoria Edlinger
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Um die Vielfalt der Zwentendorfer Mittelschule zu zeigen, führten Schulleiterin Doris Hahn und Pädagogin Marion Bauer durch den Schulkomplex. Mit einer Besonderheit: Es war Projektwoche.

ZWENTENDORF. Bilingualer Unterricht in Deutsch und Englisch von einer "Native Speakerin" mit Sprachwoche in Irland, - "Begabungs- und Interessensfördernde Schwerpunktkurse" von Robotics über Naturwissenschaften zu Lebenskunde, die die Jugendlichen frei wählen können, - eine wöchentliche Lesestunde für alle (auch für Lehrerinnen und Lehrer), - ein Hallenbad mit Schwimmunterricht, - ein "Buddy-System", wo interessierte Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen die Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger coachen, - gelebte Inklusion mit Stützkraft, eine Akrobatikgruppe, die bereits über Zwentendorf hinaus bekannt ist oder - eine gesunde Jause und ein gesundes Essen aus der gemeindeeigenen "Gmoakuchl". All das bietet die Mittelschule Zwentendorf.

Der Zeitpunkt der Führung war gut gewählt. Denn in der letzten Woche vor den Semesterferien wurde den Schülerinnen und Schülern eine "Talentewoche" geboten. Der Schwerpunkt der Projektwoche lag auf den naturwissenschaftlichen Fächern, in denen sich die Schüler Erlebnisnah beschäftigten: So standen etwa Höhlenmalerei, Töpfern und Maschinen bauen am Stundenplan. Im Klassenverband wurden in Eigenverantwortung unter Anleitung der Pädagoginnen und Pädagogen Projekte erarbeitet, Filme produziert, in die Urgeschichte oder in die Tierwelt eingetaucht. Ziel war es, am Freitag vor der Zeugnisverteilung die Ergebnisse im großen Turnsaal zu präsentieren - vor Schüler, Eltern, der Gemeinde und den Meiden. So hatten wurde den Schülern Zeit und Raum gegeben, um ihre Ideen einzubringen. 

Die Präsentation wurde ein Feuerwerk an Kreativität, Erfindungsreichtum und auch Professionalität. Was konnte man bewundern? Einen Film und mannigfaltige Basteleien zum Thema "Umweltschutz", gemalte Helden-Masken nach einer Beschäftigung mit den griechischen Heldensagen, urgeschichtliche Malerei und Töpferei mit Naturmaterialien, "eine Milchtankstelle - der schnellste Weg zum Kakao" als Ergebnis mit der Beschäftigung von Kettenreaktionen oder eine Aufführung nach Carl Orff. Um nur einige der vielen Höhepunkte zu nennen.

Zur Geschichte

2026 ist die Mittelschule und der Altbau 99 Jahre alt. Sie war die erste Bürgerschule Niederösterreichs im ländlichen Raum. Der damalige Gemeinderat unter dem Bürgermeister Hans Brachmann fasste genau vor 100 Jahren den Beschluss, im Ort eine Bürgerschule ins Leben zu rufen. Denn die nächste Bürgerschule war damals in Tulln und schwer erreichbar. Es bestand nur die Möglichkeit, mit der Bahn von Moosbierbaum nach Tulln zu fahren, was aber mit einem täglichen Fußmarsch von zehn Kilometer verbunden war.

Ein großer Zubau erfolgte 2001/2002 nach einem Wettbewerb nach den Plänen von Martin Kohlbauer. Dieser verlieh dem Gebäudekomplex das moderne Aussehen. Im Schuljahr 2019/2020 wurde die Ganztagesklasse eingeführt. Eigens für diese Schulform adaptierte die Gemeindeverwaltung die Mittelschule baulich. Der Turnsaal wurde mit Freizeiträumen und einer Dachterrasse aufgestockt, ein neues Stiegenhaus verbindet die Mittelschule mit dem neuen Gemeindezentrum. Im Dezember 2021 konnten diese Räumlichkeiten erstmals bezogen werden.

Hier wurde getöpfert. | Foto: Victoria Edlinger

Den gemeindeeigenen Schulbus führte man bereits 1957 ein. Von allen 11 Dörfern werden die Kinder mit dem Bus in die Kindergärten und Schulen gebracht. Und natürlich wieder nach Hause.

Angebot an der Mittelschule

Baby fit, Comic zeichnen, Englisch native speaker, Kreatives schreiben, Krimi Dinner, Gedichte, Mandala, Film machen, Gärtnern und Nordic Walken, Programmieren, Yoga, Häkeln - all diese Fächer gehören zum sogenannten BIS Schwerpunkt: 

Zu den Freigegenständen zählen etwa:
Akrobatik, Trampolinspringen, Klettern, Bowlingspielen, Fußball, Chor
Außerdem gibt es eine Ganztagsschule in verschränkter Form. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler von 7:35 bis 15:50, bei Bedarf eine Stunde länger, in der Schule betreut werden.
Derzeit besuchen rund 150 Schülerinnen und Schüler die Mittelschule Zwentendorf. Circa 50 Schüler sind in den Ganztagsklassen.

Foto: Victoria Edlinger

In der MS wird nach dem Lehrplan des Realgymnasiums unterrichtet. Unterricht in den Hauptgegenständen erfolgt stundenweise im 2-Lehrersystem (Teamteaching)
Ab der 6. Schulstufe erfolgt eine Leistungsdifferenzierung in den Hauptfächern (D, M, E) in Standard und Standard AHS. Beide Leistungsniveaus bauen auf einer 5-stufigen Notenskala auf.
Bei Leistungsniveau „Standard" werden grundlegende Anforderungen gestellt und die Leistungsbeurteilung wird dahingehend angewendet.
Die Anforderungen und die Leistungsbeurteilung des Leistungsniveaus „Standard AHS" entsprechen jenen der allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS).

Individualisierung ist hier wichtig. Begabte SchülerInnen werden gefordert und gefördert, leistungsschwächere SchülerInnen werden unterstützt, damit Leistungsdefizite verringert werden.

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Hier wurde getöpfert. | Foto: Victoria Edlinger
Höhlenmalerei wurde umgesetzt. | Foto: Victoria Edlinger
Foto: Victoria Edlinger
Foto: Victoria Edlinger
Schülerinnen und Schüler, Pädagoginnen und Pädagogen mit Schulleiterin Doris Hahn (ganz rechts) und Gemeindevertreter geschäftsführender Gemeinderat Jürgen Steindl. | Foto: Ofner
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