Coronavirus
Polizei warnt vor Täuschungsversuchen im Netz

Polizei warnt vor Cyberkriminalität.
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Presseaussendung der Polizei Niederösterreich: Cybersicherheit im Zusammenhang mit Viruspandemie

BEZIRK TULLN / NÖ (pa) Angesichts der momentanen Situation erscheint es denkbar, dass Kriminelle versuchen werden, die Lage für sich zu nützen und insbesondere über Täuschungsversuche via Internet Kapital aus unvorsichtigem Nutzerverhalten zu schlagen.

Tipps zur sicheren Internetnutzung:

• Sorgen sie für einen adäquaten Schutz ihres Gerätes durch Firewall und aktuelle Virenschutzsoftware (auch mobile Geräte)!

• Führen sie Updates durch, insbesondere auch jene, die das Betriebssystem betreffen (notwendige Updates werden im Betriebssystem angezeigt – Updateaufforderungen in Form von Links auf Websites sollten nicht ausgewählt werden)

• Sorgen sie für ein Backup ihrer relevanten Daten. Dies kann auf einem externen Datenträger geschehen (der ausschließlich für das Schreiben des Backups mit ihrem Gerät verbunden sein sollte), oder in einer Cloud – hier sollten sie aufgrund datenschutzrechtlicher Aspekte eher zu europäischen Anbietern tendieren.

• Sollten sie von zu Hause aus auf firmeneigene Server zugreifen oder finanzrelevante Tätigkeiten online ausüben, nutzen sie eine VPN Verbindung bzw. klären sie diese Möglichkeit mit den Verantwortlichen ihrer Firma ab.

• Seien sie sich bewusst, dass E-Mails (auch deren Absenderadressen) gefälscht sein können. Hinterfragen sie daher eingehende E-Mails immer – auch wenn diese von einem vermeintlich vertrauenswürdigen Absender stammen - und halten sie im Zweifelsfall telefonisch Rücksprache!

• Vorsicht bei Aufforderungen zur Installation eines Fernzugriffs–Tools für ihr Gerät. (Rück)Versichern sie sich auch hier telefonisch vor der Installation bei den Verantwortlichen über ein derartiges Prozedere.

• Vorsicht bei der Eingabe von Zugangsdaten / Passwörten. Hinterfragen sie im Falle der Aufforderung zu einer solchen Eingabe immer deren Notwendigkeit und versichern sie sich im Zweifelsfall telefonisch.

• Seien sie sich bewusst, dass weder ihr Arbeitgeber noch ein Geldinstitut sie via Mail oder Popup zum Klicken auf einen Link auffordern würde.

• Seien sie besonders aufmerksam, wenn Onlineanbieter mit Schnäppchenangeboten locken, oder wenn es um Waren oder Dienstleistungen geht, die aufgrund der aktuellen Situation schwer verfügbar sind. Es könnte sich um Betrug handeln – informieren sie sich daher zum Beispiel bei den, im letzten Punkt angeführten Websites!

• Vermeiden sie bei Online – Einkäufen die Vorkassa – Zahlungsoption.

• Für Online – "Hamsterkäufe" besteht kein Grund. Im Sinne des Gemeinwohls sollten Lieferketten / Lieferdienste durch übermäßiges Onlinebestellverhalten nicht unnötig belastet werden.

• Gerade aufgrund der aktuellen Lage könnten Kriminelle, die sich als Finanzdienstleister oder Ähnliches ausgeben versuchen, sie als Finanzagent, der von zu Hause aus arbeiten kann, anzuwerben. Dabei werden sie unter legitim anmutenden Rahmenbedingungen und Geschäftsmodellen ersucht, Geld weiterzuleiten, das in Wirklichkeit aber aus kriminellen Handlungen lukriert wurde. Sie könnten sich hier der Geldwäsche strafbar machen. Jobangebote, die "zu schön sind um wahr zu sein" müssen immer kritisch hinterfragt werden!

• Halten sie sich über die Situation und Entwicklungen am Laufenden, vertrauen sie dabei aber ausschließlich offiziellen und geprüften Informationen. Die Seite http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml prüft fortwährend im Netz bzw. im Social Media Bereich kursierende (Falsch)meldungen auf deren Substanz und entlarvt sie gegebenenfalls als Hoaxes. Tragen sie nicht zu einer Verunsicherung bei, indem sie ungeprüft Informationen oder gar erwiesenermaßen Fakenews teilen oder weiterleiten.

• Halten sie sich über aktuelle Betrugsmaschen auf Seiten wie www.mimikama.at, oder www.watchlistinternet.at am Laufenden.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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