Stadtoase wird "Babywunsch-Klinik"

Storch im Landeanflug: Über dem Danubium werden Paare zu Eltern.
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TULLN / KLOSTERNEUBURG. Erst ein Baby macht das Paar zu einer Familie. Doch nicht immer klappt das. Und genau da kommt das Klosterneuburger Gynäkologen-Ehepaar Michael und Kathrin Sator auf den Plan. Am 9. August eröffnen die beiden die erste Baby-Wunsch-Klinik in der Stadtoase. "Der Bedarf ist auf jeden Fall gegeben", weiß Frauenärztin Kathrin Sator, dass "1.500 Zyklen (Anm. Befruchtungen) jährlich in Österreich – davon aber nur 250 in Niederösterreich – stattfinden".
Zwei Jahre hat das Paar die Babywunsch-Klinik geplant, drei Wohnungen in der Stadtoase wurden und werden noch entsprechend umgebaut und adaptiert, um somit die Möglichkeit zu schaffen, Kinderwünsche erfüllen zu können. "Es ist noch viel zu tun, aber am Mittwoch wurde schon das Labor eingerichtet", freut sich Michael Sator.

Kinderwunsch im Zentrum

Acht Personen werden sich der angehenden Eltern annehmen, Sators Praxis in Großweikersdorf wird er auflösen, jene der Gattin in Tulln wird jedoch weitergeführt. Die "Befruchtung im Glas" wird im Labor durchgeführt – "im Herzstück. Dort haben wir zwei erfahrene Biologen und bieten alle in Österreich erlaubten Reproduktionstechniken", so der Gynäkologe. Die Freude über die Eröffnung ist auch auf der Seite von Bürgermeister Peter Eisenschenk zu spüren: "Es ist schön, dass es in Tulln eine medizinische Unterstützung für Paare gibt, deren Kinderwunsch sonst unerfüllt bliebe". Doch auch die wirtschaftliche Seite der neuen Klinik sollte nicht unterschätzt werden. Im Gegenteil – die Geburtenrate im Tullner Universitätsklinikum werde ansteigen.

Zur Sache
Die In-vitro-Fertilisation ist eine Methode zur künstlichen Befruchtung. Vier Versuche können in Österreich durchgeführt werden. 70 Prozent der Kosten werden vom IVF-Fonds übernommen, 950 Euro pro Versuch muss das Paar selbst bezahlen.

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