Digiwerkstatt
Gemeinde-Hackathon im Haus der Digitalisierung Tulln
- Bundesrat Sebastian Stark, Kerstin Koren (Land NÖ), Claus Zeppelzauer (Geschäftsführer ecoplus Haus der Digitalisierung).
- Foto: weinfranz
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Unter dem Titel „digiWERKSTATT“ beschäftigte sich ein zweitägiger Gemeinde-Hackathon im ecoplus Haus der Digitalisierung in Tulln mit der Frage, wie digitale Lösungen den Arbeitsalltag in Gemeinden verbessern können.
TULLN. Am 19. und 20. November 2025 arbeiteten Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gemeinden sowie Expertinnen und Experten aus IT-Unternehmen in interdisziplinären Teams gemeinsam an realen Herausforderungen aus niederösterreichischen Kommunen. Innerhalb von 33 Stunden entstanden praxisnahe digitale Lösungsansätze, die laufend mit Vertreterinnen und Vertretern der teilnehmenden Gemeinden abgestimmt wurden. Organisiert wurde der Hackathon von der Geschäftsstelle für Digitalisierung des Landes Niederösterreich, gemeinsam mit dem ecoplus Haus der Digitalisierung, der Universität für Weiterbildung Krems und dem INTERREG-Projekt BRIE.
Direkter Nutzen von Digitalisierung
Bundesrat Sebastian Stark, der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vertrat, betonte die Bedeutung des Formats: „Niederösterreich setzt auf eine klare Digitalisierungsstrategie. Wir investierten in moderne Infrastruktur, stärken digitale Kompetenzen und schaffen Räume, in denen Innovation entstehen kann. Die digiWERKSTATT mit dem Gemeinde-Hackathon ist dafür ein besonders gelungenes Beispiel für konkrete Lösungen für unsere Gemeinden. Danke an alle die diesen Hackathon möglich gemacht und Know-how eingebracht haben.“
- Siegerteam „Team der Herzen“: Wo ist der Tulli? v.l. Kerstin Koren (Land NÖ), Christoph Riegler (mbit), Mike Kolleger (Fotec), Lara Sophie Rapp (IMC Krems), Patrick Pusnik (Stadt Tulln), Bundesrat Sebastian Stark.
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Die teilnehmenden Gemeinden – darunter Absdorf, Ardagger, Bischofstetten, Eggenburg, Gumpoldskirchen, Lassee, Nußdorf ob der Traisen, Sigmundsherberg, Tulln und Zöbern – brachten konkrete Aufgabenstellungen ein. Dabei reichte das Spektrum von Rechnungsbearbeitung über Buchungsprozesse bis hin zu Lösungen für interne Abläufe.
„Im Zentrum stand die Frage, wie Gemeinden ihre Aufgaben effizienter und bürgernäher erledigen können – sei es in der Rechnungsbearbeitung oder im Aufgabenmanagement“, erklärt Kerstin Koren, Abteilungsleiterin WST3 Land Niederösterreich. Die Geschäftsführer des ecoplus Hauses der Digitalisierung, Lukas Reutterer und Claus Zeppelzauer, ergänzen: „Die Vielfalt der Themen zeigt, wo Digitalisierung aktuell besonders gebraucht wird: bei Datenverarbeitung, Terminverwaltung oder internem Projektmanagement.“
Vorbereitung, Teamwork und Prototypen
Bereits im Vorfeld erhielten die Teams während einer einwöchigen digitalen Vorbereitung Impulse zu Service Design, technischer Umsetzung und Teambuilding. Diese Phase wurde von der University of Applied Sciences St. Pölten und dem europäischen Universitätsverbund E³UDRES² begleitet. Danach folgte die zweitägige Präsenzphase im Haus der Digitalisierung, in der intensiv an konkreten Prototypen gearbeitet wurde.
- Siegerteam „bester Prototyp“: mein ZöWa. v.l. Kerstin Koren (Land NÖ), Nico Kufner (gemdat), Paul Kerschner (USTP), Jan Hermann (USTP), Anna Neubacher (USTP), Claus Zeppelzauer (Geschäftsführer ecoplus Haus der Digitalisierung), Bundesrat Sebastian Stark.
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Am 20. November 2025 wurden die Ergebnisse öffentlich präsentiert. Die Teams stellten ihre Prototypen jeweils in zwei Minuten vor, bevor eine Online-Abstimmung das Siegerteam kürte. „Mein ZöWa“ setzte sich als bestes Projekt durch, während „Wo ist Tulli“ den Publikumspreis als „Team der Herzen“ gewann. Die Prototypen deckten ein breites Feld ab – von digitalen Verwaltungslösungen für Hortbetriebe über Automatisierungen im Rechnungswesen bis zu Energie- und Wassermanagement-Tools.
Ergebnisse des Tages
Die folgenden Herausforderungen wurden bearbeitet:
- Absdorf: Hort Bunny - Digitale Verwaltung des Hortbetriebes für Gemeinde, Betreuung und Eltern
- Ardagger: Standler.AI - Digitales Marktmanagement für den Kirtag mit Lösungen für Anmeldung, Abrechnung und vieles mehr
- Bischofstetten: DAHOAM Community App – eine Applösung zur spielerischen Motivation für mehr Teilnahme am Gemeindeleben
- Eggenburg: ENERGIE FIX – ein digitaler Assistent zur einfacheren Bewältigung der verpflichtenden Energiebuchhaltung
- Gumpoldskirchen: Digitaler Rechnungsprozess – Automatisierung vom Posteingang bis zur Buchung
- Lassee & Nußdorf ob der Traisen: Digitales Aufgabenmanagement zum Abbau der Zettelwirtschaft in der Gemeindeverwaltung
- Sigmundsherberg: Digitales Buchungstool für Bürgerservice-Leistungen
- Tulln: Wo ist Tulli – Online-Übersicht über Betrieb, Auslastung & Standort des Bummelzuges
- Zöbern: Mein ZöWa – Digitales Wassermanagement zur sicheren Wasserversorgung
Die Online-Präsentation aller Prototypen findet am 4. Dezember 2025 statt. Weitere Details stehen auf www.digigemeinde.at bereit.
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