11.03.2017, 08:59 Uhr

VP-Bezirksparteitag: Höfinger im Amt bestätigt

LA Alfred Riedl, Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner, LA Christoph Kaufmann, LH-Stv. Johanna Mikl-Leitner, Bezirksparteiobmann Johann Höfinger, BPO-Stv. Roland Honeder und BPO-Stv. Anna Haider. (Foto: Zeiler)
BEZIRK TULLN / KLOSTERNEUBURG. Der Bezirksparteitag stehe im Zeichen des Kennenlernens und des Zusammenrückens, bat Bernhard Heinl den Tullner Vizebürgermeister Harald Schinnerl und Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager aus Klosterneuburg auf die Bühne.

Klare Ziele setzen
Die ÖVP hat einen außerordentlichen Bezirksparteitag einberufen, der Freitag Abend (10.3.2017) im Tullner Atrium abgehalten wurde. Anlass dafür war die Auflösung des Bezirkes Wien Umgebung und die Eingliederung von Klosterneuburg.
"Es tut mir Leid, dass wir so einen Aufwand machen. Wir sind nicht schuld. Und wir sind auch nicht ganz freiwillig hier", sagte Schmuckenschlager und betonte, dass man sich in der Klosterneuburger Volkspartei "klare Ziele" setze. Würde man die Arbeit pflanzlich erklären, dann werde man im Sommer "das grüne Unkraut entfernen und das blaue Wunder wegtreten".

Chancen nützen

Für Schinnerl steht fest, dass man durch die Zusammenlegung Chancen und Synergien nützen werde und man habe Glück, dass zwei so starke Städte freundschaftlich zusammenarbeiten. Auch die Tradition der Heurigen sprach er an: "Die reichen jetzt von Grafenwörth bis Klosterneuburg-Weidling".

Heinl: Die einzige Sektion, in die die Mitglieder sozusagen automatisch aufgrund des zunehmenden Alters hineinwachsen, ist der Seniorenbund. Ist das in der Praxis tatsächlich so, oder wirbt man beim Seniorenbund auch aktiv um Mitglieder?
Seniorenbund-Chef Franz Kranzl: "Wir sind bemüht, unsere Mitglieder zu werben, von Jung bis Alt. Aber das gelingt nicht immer".
Klosterneuburgs Stadträtin Maria-Theresia Eder ist der Meinung, dass Frauen in der Politik gut vertreten sein sollten: "Die ÖVP hat starke Frauen schon immer gut gefördert und entsprechend nach oben gebracht. Wir haben hier ein leuchtendes Beispiel sitzen, die Hanni Mikl-Leitner, die immer ein guter Support war, wenn man etwas gebraucht hat". Der Landesobmann der Jungen ÖVP, Bernhard Heinreichsberger, hat sich bereits in in der neuen Funktion eingearbeitet und er ist sich bewusst, dass er jetzt "Sprachrohr von 20.000 Jungen, von 200 Ortsgruppen ist. Ich bin gern und mit Herzblut in Niederösterreich unterwegs".

Heize Spekulationen nicht an

Heinl: Der neue Bezirk Tulln entwickelt und mausert sich zu einem wahren Machtzentrum. Wir stellen die künftige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, wir haben die Präsidentin der WK NÖ, Sonja Zwazl, im Bezirk, den Landesobmann der Jungen ÖVP, den Bernhard Heinreichsberger, den Präsidenten des österreichischen Weinbauverbandes, den Johannes Schmuckenschlager und Alfred Riedl, der drauf und dran ist, zum Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes zu werden". Wie stehen die Chancen stehen?
Alfred Riedl: "Bis jetzt habe ich es tunlichst vermieden, Spekulationen anzuheizen", hielt sich der Abgeordnete bedeckt, der sich über die große Zustimmung der Landesorganisationen freut.
Heinl: Was könntest du aus deiner Arbeit als Bürgermeister in Grafenwörth und der Erfahrung mit in diese österreichweite Funktion bringen?
Riedl: Wer zurzeit die öffentliche Debatte aus Grafenwörth kennt, der nimmt zwangsweise Stupa in den Mund, aber Spaß beiseite. Stefan ist ein Partner im Vorstand des urbanen Raumes. Daher gehe ich davon aus, dass die Erfahrung hier im neuen Bezirk etwas ist, was für ganz Österreich gilt.

Schön in meinem Bezirk

Landeshauptmann-Stellverteter Johanna Mikl-Leitner: "Die Bezirkszusammenlegung war schon immer Thema, eine richtige Entscheidung wurde getroffen". Mikl-Leitner spricht die Win-Win-Situation an: "Ich glaube, es ist eine Bereicherung für beide. Wir bekommen eine Bezirkshautpstadt, wo man sich wohlfühlen kann, die auch verkehrsmäßig gut angebunden ist. Eine Stadt mit einer hohen Lebensqualität. Aber auch Klosterneuburg habe viel zu bieten: Wir sind eine Stadt mit Tradition, mit großer Geschichte mit dem Stift Klosterneuburg, auf das wir stolz sind, weil es auch touristischer Magnet ist. Wir bringen aber nicht nur Tradition, sondern auch Innovation mit ein. Innovation mit der Elite-Uni IST Austria, wo weder die Stadt Klosterneuburg noch der Bezirk Tulln abschätzen kann, was das letztendlich bedeutet. Für den Bezirk das Bundesland, Österreich. Eine Milliarde Euro wurde bisher in die Elite-Uni investiert. Mittlerweile forschen dort über 500 Wissenschafter und Studenten. Aktuell werden ein neues Laborgebäude und ein neues Verwaltungsgebäude gebaut, ebenso wird ein Technologiepark direkt am Areal errichtet, so sich start ups und spin offs wiederfinden werden. Und das ist eine neue Basis für Arbeitsplätze", führt Mikl-Leitner aus und betont die Forschungsachse von Krems, Klosterneuburg, Tulln und Wiener Neustadt. Wissenschaft und Forschung an allen Ecken und Enden spürbar und fühlbar. Und das ist auch die Lebensader für zukünftige neue Projekte."

Weichen stellen

Weichen müssen gestellt werden und zwar im Ausbau der Breitbandoffensive, Digitalisierung in allen Lebensbereichen und bei all dem was passiert, muss aber weiterhin die Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen. Fit für den Arbeitsplatz 4.0 – diese Initiative soll gestartet werden, das heißt für alle Beschäftigten, die sich fitmachen wollen, Kurse anzubieten, wo die Personen mit 2.500 Euro finanziell unterstützt werden. Einerseits habe man Arbeitslose - andererseits klagen Unternehmen, dass sie keine Arbeitskräfte finden – wie man das künftig verbessern könne, hab man sich überlegt. "Man muss dort investieren, wo man Arbeitskräfte braucht, wo Mangelberufe (Gastro, Technologie und Gesundheitsbereich) vorgefunden werden". Personen sollen entsprechend (um-)geschult werden, auch hier gibt's 2.500 Euro/Person. Aber es sollen alle fit werden – auch in Schulen und Kindergärten – hier werden auch entsprechende Projekte ausgearbeitet. Mikl-Leitner ist überzeugt, dass das gelingt, man brauche sich nur hier im Bezirk Tulln umsehen, was im Bereich Wissenschaft und Forschung angeboten wird, direkt in der Stadt Tulln, aber auch in Klosterneuburg.

Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden geehrt:
Wolfgang Seidl (Goldenes Ehrenzeichen), Franz Hofstätter, Eva Koloseus und Ralph Brandstetter.

Ausgang der Wahl:

Bezirksparteiobmann:
166 Stimmen wurden abgegeben
98,8 Prozent stimmten für Johann Höfinger.
"Wir sind ein Bezirk mit Herausforderungen, aber mit positiven Herausforderungen. Das spornt uns an, es gibt viel zu gestalten. Wir wollen auf die Menschen zugehen. Ich weiß, dass wir alle dies aus Leidenschaft machen. Wir wollen unser Netzwerk weiter nutzen und ausbauen und in positiver Art und Weise für die Menschen da sein".

Stellvertreter:
169 Stimmen abgegeben:
99,4 % Stadtrat Roland Honeder
99,4 % Vizebürgermeisterin Anna Haider
98,2 % Vizebürgermeister Reinhard Polsterer
96,4 % Bürgermeister Peter Eisenschenk

Bezirksparteivorstand:
168 Stimmen, 166 gültig für den Vorstand, der sich aus folgenden Personen zusammensetzt:
Franz Aigner, Bgm. Franz Dam, Hermann Dam, StR Maria-Theresia Eder, Bgm. Leopold Figl, Michael Grubmüller, Bgm. Georg Hagl, Beate Jilch, StR Elfriede Pfeiffer, Markus Presle, Bgm. Maximilian Titz, Bgm. Christoph Weger, Bgm. Alois Zetsch.

Kassaprüfer:
Katharina Danninger und Michael Wieshammer-Zivkovic.

Wortmeldungen:
"Sparsam war er zumindest als es darum ging, diesen Abend zu gestalten", sagte NR Johann Höfinger über die Bescheidenheit von Bernhard Ebner, Landesgeschäftsführer der ÖVP.

"Ich muss mich auf die Suche nach einer neuen Betätigung machen", scherzte Bernhard Heinl, recht Hand des Landeshauptmannes Erwin Pröll und griff zum Mikrofon.

"Ich gratuliere ihm zu dieser Leidensfähigkeit", so Bernhard Heinl über Judenau-Baumgartens Bürgermeister Georg Hagl, weil er ein Rapidler ist.

"Honeder ist als Stadtrat auch zuständig für die Biodiversität ... was auch immer das ist", stellte Bernhard Heinl den Klosterneuburger vor.

"Das kann ich und das mach ich professionell", Tullns Vize Harald Schinnerl zum Vorschlag Heinls, dass er jeden Heurigen im Bezirk besuchen müsse.

"Ich wüsste jemand für den Seniorenbund. Der würde gleich neben Neudegg wohnen", scherzte Heinl, dass der Landeshauptmann beitreten könne.

"Danke, dass mir die Tullner gleich den Vorsitz übergeben", Klosterneuburgs Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.

"Das Licht hier ist für eine absolute Mehrheit eingestellt. Man sieht gar nichts", Klosterneuburgs Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.

"Ich bin mir sicher, das hast du nicht oft gehört. War nicht beabsichtigt, entschuldige", Bernhard Heinl, als er Johann Schmuckenschlager mit Schluckenschlager präsentierte.

"Wir haben ein Ergebnis. Wir haben beim Auszählen der Stimmen auf die Kuverts verzichtet, weil in letzter Zeit ist da zu viel passiert", präsentiert Klosterneuburgs Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager das Wahlergebnis.

karin.zeiler@bezirskblaetter.at, 0664 80 666 5640
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