Das Wetter ist bereit, aber ...
Zögerlicher Start in die Badesaison
- Reinspringen erlaubt am freien Seezugang (Hier am Wörthersee)
- Foto: Alexandra Wrann
- hochgeladen von Alexandra Wrann
Noch gibt es ihn nicht: den offiziellen Fahrplan für Kärntner Bäder. Nichts desto trotz sind die Vorbereitungen vielerorts in vollem Gang. Auch Schutzmaßnahmen werden aufgerüstet. So am Wörthersee, am Faaker See, Ossiacher See und Weißensee. Aber: Selbst wenn alle Stricke reißen: bleiben uns – vorerst – die freien Seezugänge.
BEZIRK VILLACH. Ein bisschen wie ein Spießrutenlauf wirkt es, will man sich derzeit nach den Bäderstart im Bezirk erkundigen. Denn einen offiziellen Fahrplan für die Öffnungen gibt es (noch) nicht (siehe kaerntner-vorschlag-fuer-baederoeffnung).
Eine Gangart wie in der Landeshauptstadt – hier verkündete man bereits am 18. Mai mit allen Bädern starten zu wollen – können sich andere nicht vorstellen. "Was wenn dann Menschen kommen und es geht nicht. Oder noch schlimmer, jemand verletzt sich", heißt es aus der Stadt Villach. Hier gibt es (noch) keine offizielle Information zur Bäderöffnung. Man wolle aber alsbald einen Plan dafür haben.
Auf Nummer sicher geht man auch im restlichen Bezirk. Noch heißt es vielerorts, abwarten.
Am Faaker See
Zuversichtlich ist man in Finkenstein am Faaker See gestimmt. So wären die Vorbereitungsarbeiten zur Öffnung des Strandbades Faak am See bereits am Laufen, informiert Geschäftsführer Alexander Linder. Noch ist man guter Dinge, dass sich am üblichen Startdatum nicht viel ändern wird, "es wurde das Strandbad aber auch in den vergangen Jahren frühestens Mitte Mai, Anfang Juni geöffnet", sagt Linder.
Am Wörthersee
Auch Wörthersee ist man noch unschlüssig, die Vorbereitungen für eine baldige Öffnungen jedenfalls laufen bereits, bestätigt der Bürgermeister Ferdinand Vouk. "Bis zum heutigen Tage gibt es noch keine Rahmenbedingungen für ein Aufsperren unseres Gemeindebades. Wir hoffen aber, dass dies in Kürze der Fall sein wird und ein Öffnen bis Mitte Mai möglich ist", so Vouk.
So treffe man auch bereits alle Maßnahmen, um die kolportierten Vorgaben für eine reibungslose Öffnung vorzubereiten, so Vouk. Hier ginge es vor allem um die Anzahl der Badegäste und die Vorsichtsmaßnahmen – zum Beispiel Mindestabstand im Eingangsbereich. Auch werden die Bediensteten an der Kasse durch geeignete Maßnahmen wie Glas oder Plexiglastrennwände geschützt werden. In den Liegebereichen sei überdies der übliche Mindestabstand einzuhalten, informiert Vouk weiter.
Finanzielle Verluste sind absehbar
Dem Optimismus zu Trotz rechnet der Gemeindechef bereits jetzt mit "massiven Einnahmensverlusten". Vouk: "Ich ersuche die Regierung Unterstützungsmaßnahmen auch für öffentliche Gemeindebäder vorzusehen, damit dieses attraktive Angebot auch in Zukunft für unserer Bevölkerung aufrecht erhalten werden kann."
Verunsicherung am Ossiacher See
Verunsicherung herrscht derzeit auch noch am Ossiacher See vor. Ohne genaue Angaben wolle man sich hier nicht zu einer möglichen Öffnung äußern, heißt es vom Campingsbad Ossiacher See. "Zur Zeit steht noch kein fixer Termin fest und von welchen Bedingungen wir sprechen. Wir haben noch keine Ahnung", sagt Geschäftsführerin Gabi Siebert. Dennoch: man sei "selbstverständlich dabei, den Betrieb startklar zu machen". Siebert: "Und selbstverständlich arbeiten wir an einem Strukturplan, wie es möglich wäre den Betrieb zu starten. Es ist schwierig sich etwas zu überlegen, wenn man nicht einmal weiß, unter welchen Bedingungen man arbeiten könnte."
Optimistisch am Weißensee
Am Weißensee startet die Badesaison im Schnitt mit dem ersten Wochenende im Juni. Dabei soll es laut Bürgermeister Hans-Jörg Kerschbaumer auch bleiben. "Wir wollen in jedem Fall aufsperren und sind schon am Vorbereiten."
Sollte es Maskenpflicht geben, so habe man vorgesorgt und in "größeren Mengen bestellt", um diese beim Eingang auszugeben. Auch an den Schutzvorgaben für die Mitarbeiter werde es nicht scheitern, "das ist alles umsetzbar".
Das Gemeindebad – es fast rund 1.000 Besucher – ist Kärnten Card Bonuspartner, in der Saison zähle man 20.000 Eintritte und stehe für Umsätze von rund 75.000 Euro.
- Reinspringen erlaubt am freien Seezugang (Hier am Wörthersee)
- Foto: Alexandra Wrann
- hochgeladen von Alexandra Wrann
Öffentliche Seezugänge bleiben ungeregelt
Anders sieht es an öffentlichen Seezugängen aus, die derzeit offen sind. Freie Zugänge gibt es über ganz Kärnten verteilt an den Seen.
Allein in der Gemeinde Finkenstein gibt es drei öffentliche Seezugänge, am Aichwaldsee und zwei am Faaker See, im Bereich der Halbinsel, und am Siedlerstrand. Wobei Letzterer noch nicht offiziell eröffnet ist. Bürgermeister Christian Poglitsch (ÖVP) rechnet Ende Mai, Anfang Juni damit. Vorgaben des Landes in Bezug auf öffentliche Seezugänge gibt es bis dato nicht.
Auch gibt es keine Sperren, wobei dies wesentlich "vom Verhalten der Bevölkerung abhängt", wie Landespressesprecher Gerd Kurath erklärt. Denn grundsätzlich könne wohl ein Verbot des Betretens von Bädern, Seezugängen, Hafenanlagen, Stege, schwimmenden Plattformen, aber auch das Ein- und Auswassern von Booten ausgesprochen werden. (Die Burgenländische Landesregierung hätte ebensolche Maßnahmen zwischenzeitlich ergriffen).
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.