Ermittlungserfolg
Suchtgiftring mit sieben Verdächtigen ausgehoben

Sichergestelltes Beweismaterial, Bargeld und Suchtmittel.
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  • Sichergestelltes Beweismaterial, Bargeld und Suchtmittel.
  • Foto: Landespolizeidirektion Oberösterreich
  • hochgeladen von Jürgen Pouget

Die Polizei Vöcklabruck könnte in Zusammenarbeit mit der Polizei Linz und dem Landeskriminalamt in mehr als einjährigen Ermittlungen einen Drogenring ausheben, der etwa 100 Kilogramm Cannabis erworben und weiterverkauft haben soll. Einige Mitglieder der Gruppe sind bereits verurteilt. Der mutmaßliche Haupttäter ist in U-Haft.

VÖCKLABRUCK, GMUNDEN, LINZ, LINZ-LAND, URFAHR-UMGEBUNG. Im Frühjahr 2019 langten erste Hinweise bei den Vöcklabrucker Suchtgiftbeamten ein, dass ein 54-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden regelmäßig größere Mengen Cannabis und Haschisch in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden verkaufe. Die Hinweise verdichteten sich, dass der Mann regelmäßig nach Linz fahre und dort Drogen kaufe, um sie anschließend im Stadtgebiet weiterzuverkaufen. Durch weiterführende Ermittlungen der Kriminalbeamten aus Vöcklabruck wurde schließlich ein Kellerabteil als Suchtgiftbunker identifiziert.

Straßenverkaufswert von 150.000 Euro 

Bei einem Zugriff Anfang Dezember 2019 wurden unter anderem ein Kilogramm Kokain und sieben Kilogramm Cannabiskraut im Straßenverkaufswert von etwa 150.000 Euro sichergestellt. Drei Personen wurden inhaftiert – darunter auch der 54-Jährige, der Suchtgift bei sich hatte. Bereits im November 2019 war der Kontakt zu einem 53-Jährigen aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung festgestellt worden, der den Suchtgiftbunker mit Suchtgift befüllte. In der Wohnung des Mannes wurden umfangreiches Beweismaterial und 6.800 Euro Bargeld aus den Suchtgift-Verkäufen sichergestellt. Im Suchtgiftbunker befanden sich Cannabiskraut, Kokain und weitere 3.400 Euro Bargeld. Mitte Dezember 2019 gelang dann die Festnahme einer 48-jährigen Großabnehmerin aus dem Bezirk Linz-Land. Erneut konnte Suchtgift sichergestellt werden. Wie die Erhebungen zeigen, besorgte der 53-Jährige das Suchtgift und deponierte es im Bunker, den er unter falschem Namen angemietet hatte. Beide Großabnehmer konnten von dort jederzeit Suchtgift abholen.

25 Anzeigen gegen weitere Verdächtige 

Ein 52-Jähriger aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung konnte schließlich im Februar 2020 festgenommen werden. Er soll insgesamt etwa 17 Kilogramm Cannabis und 15 Gramm Kokain erworben und weiterverkauft haben. An insgesamt etwa dreizehn andere Abnehmer lieferte der 53-Jährige selbst aus und soll jeweils im Kilobereich Cannabiskraut, kleine Mengen Cannabisharz und Kokain verkauft haben. Im März wurde ein 44-jähriger Hauptabnehmer, der insgesamt etwa 25 Kilogramm Cannabis erworben hatte, auf Teneriffa festgenommen. Er ist in Auslieferungshaft.

Bislang wurden insgesamt sieben Personen wegen Suchtmittelhandel festgenommen und teilweise zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. 25 weitere Personen wurden wegen Vergehen und Verbrechen nach dem Suchtmittelgesetz der jeweils zuständigen Staatsanwaltschaft angezeigt. Der 53-jährige Hauptverdächtige und Organisator befindet sich derzeit in der Justizanstalt Linz in Untersuchungshaft.

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