Girls Day
Nur Talent und Interesse zählen

Am 25. April öffnet Stölzle-Oberglas seine Türen für den Girls Day.
20Bilder
  • Am 25. April öffnet Stölzle-Oberglas seine Türen für den Girls Day.
  • Foto: Wiedner
  • hochgeladen von Selina Wiedner

Jessica Starchl ist 24 Jahre alt und macht eine Ausbildung zur Mechatronikerin bei Stölzle-Oberglas in Köflach. Sie ist eine von wenigen jungen Frauen, die einen technischen Beruf ausüben. Schon vor Jahren hatte sie den Wunsch im einem männerdominierten Beruf zu arbeiten, doch weder in Voitsberg noch in Graz hatte ein Unternehmen einen Platz für sie. Mit Begründungen, dass sie zu wenig Sanitäranlagen hätten stellten sie keine Frauen ein. Nun ist sie in einem Jahr fertig mit der Ausbildung ihres technischen Berufs und ist froh, dass sie schon zuvor einen "Girls Day" besucht hat.

Gemeinsam etwas bewegen

Auch heuer findet wieder ein solcher Tag des Landes Steiermark und der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft in der ganzen Steiermark statt. Insgesamt 730 Mädchen von 86 Schulen nehmen am Girls Day am 25. April teil, um in die Welt von technischen Berufen schnuppern zu können. 30 Mädchen, zwölf Betriebe wie Röhren- und Pumpenwerk Bauer, Gestüt Piber und G&G Kfz Werkstätte und drei Schulen aus Voitsberg sind ebenfalls mit dabei. 
Seit 2004 gibt es den Tag für junge Frauen bereits, die dazu motiviert werden sollen einen technischen Beruf zu ergreifen. Dabei bietet sich auch die Möglichkeit schon früh herauszufinden, ob die Interessen und Talente diesen Berufen entsprechen. 

Talente zählen, nicht Geschlecht

"Talent, Interesse, Neugierde und Leidenschaft entscheiden über die Berufswahl, nicht das Geschlecht", so Landesrätin Ursula Lackner. Mit dem Girls Day will man helfen die richtigen Entscheidungen zu treffen um Umwege zu vermeiden. Die gesellschaftlich-politische Relevanz spielt ebenfalls eine große Rolle. In technischen Berufen ist die Bezahlung meist besser als in "frauentypischen" Arbeitsfeldern und ein weiterer Schritt in Richtung Gleichstellung könnte gemacht werden.
Martin Neubauer, Institutsleiter der WIFI Steiermark, träumt von einer Zukunft, in der der Girls Day nicht mehr gebraucht wird. "Ich habe einen Traum, dass der meist ausgeübte Beruf der Frauen der der Metalltechnikerin ist. Wenn ich weiter träume, ist es bei den Burschen der Beruf des Einzelhandelskaufmanns. Schade, dass wir einen Girls Day noch immer brauchen."

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen