FPÖ-Unterschriftenaktion
Die Geburt im Rettungsauto ist eingebrannt

Marco Triller, Markus Leinfellnerl und Mario Kunasek bei der Präsentation im Voitsberger Café Magnet | Foto: Almer
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Bis Februar 2023 läuft eine Unterschriftenaktion der FPÖ in der Steiermark, um das Gesundheitssystem zu retten. Parteiobmann Mario Kunasek, Gesundheitssprecher Marco Triller und BR Markus Leinfellner präsentierten die Forderungen der Petition, die dann dem Landtag übergeben wird, im Voitsberger Café Magnet.

VOITSBERG. Dass es Herausforderungen im steirischen Gesundheitsbereich gibt, ist unübersehbar. In der Obersteiermark wurden zuletzt Fälle publik, wo stundenlang kein Notarzt aufzutreiben war. In den letzten zwei Jahren verließen laut FPÖ-Parteiobmann Mario Kunasek 280 Ärztinnen und Ärzte die KAGes und die Ausdünnung von Spitälern wie die Schließung der Geburtenstation 2012 in Voitsberg schreitet voran.

Gesundheitssystem retten

Daher präsentierten Kunasek, der Leobener Gesundheitssprecher LAbg. Marco Triller und der Voitsberger Bundesrat Markus Leinfellner eine Petition mit dem Titel "Gesundheitssystem retten". Bis Februar 2023 kann diese Petitionsliste, die dann dem Landtag übergeben wird, entweder auf Papier oder digital unterzeichnet werden. Kunasek hat die Unterkante der Messlatte mit 10.000 Unterschriften festgelegt.

Er hofft vor allem in der Ober-, Ost- und Süd-Weststeiermark mit dieser Petition zu punkten, denn hier sind die Probleme am akutesten. Triller zitierte eine Umfrage im Auftrag der FPÖ mit der Frage, ob die Bevölkerung im Krankheitsfall ausreichend versorgt fühlt. Während 53 Prozent mit Ja antworteten, verneinten 43 Prozent diese Frage. "Wir konnten hier ein starkes Stadt-Land-Gefälle feststellen", so Kunasek. Triller spricht in den steirischen Spitälern von einem Fehlbestand von 100 Ärztinnen und Ärzten sowie 350 Pflegekräfte. "Von den steirischen Amtsärztin sind von 17,25 Dienststellen 8,15 unbesetzt, also fast die Hälfte.

Schließung mehrerer Abeilungen

In Voitsberg prangerte Markus Leinfellner an, dass eine gut funktioriende Geburtenstation trotz zehntausender Unterstützungserklärungen 2012 geschlossen wurde, 2017 folgte die chirurgische Abteilung. "Während meine Tochter 2011 noch in Voitsberg geboren wurde, kam mein Sohn zwei Jahre später auf der Radlpassstraße auf die Welt, weil es die Rettung nicht mehr rechtzeitig ins LKH Deutschlandsberg geschafft hat. Zum Glück verlief alles komplikationslos", erinnert sich Leinfellner. Er selbst hätte nach einem Kniescheibenbruch sechs Wochen auf die OP warten sollen, weil er keine Zusatzversicherung habe. Ein Dringlichkeitsantrag Leinfellners wurde vor zwei Jahren im Voitsberger Gemeinderat abgelehnt, er hatte für eine Resolution gegen weitere Einschränkungen am LKH Voitsberg plädiert.

Die Forderungen der FPÖ in dieser Petition:

  • Aufrechterhaltung und Aufwertung der steirischen Krankenhausstandorte und keine weiteren Schließungen
  • Effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Ärzte- und Pflegekräftemangels
  • Wiederherstellung engmaschiger kassenärztlicher Versorgungsstrukturen in sämtlichen Regionen der Steiermark
  • Sicherstellung eines flächendeckenden und durchgehend besetzten Notarztwesens
  • Konzepte zum Ausbau der kinder- und jugendärztlichen Versorgung

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