13.10.2014, 21:22 Uhr

Investitionen in Edelschrott

Die Ströhberne Brücke wird gerade neu überdacht, Bgm. Georg Preßler freut sich über das Wahrzeichen. (Foto: KK)
Edelschrott hat sich herausgeputzt. Ein Zeichen für den Aufschwung?
Georg Preßler: Ein sichtbares Zeichen sind die drei Floras beim Landesblumenschmuck-Wettbewerb. Seit Jahren bemüht sich vor allem unserer ehemalige Schulwart Anton Kasseroler um unseren Blumenschmuck. Heuer wurden wir erstmals wirklich belohnt und zählen zu den schönsten Orten der Steiermark. Wir nehmen im nächsten Jahr sicher wieder daran teil.
Ein weiteres Verschönerungsprojekt läuft gerade.
Preßler: Unser Wahrzeichen, die Ströhberne Brücke, bekommt eine komplett neue Eindeckung, denn am Strohdach, das Anfang 2000 das letzte Mal saniert wurde, nagte der Zahn der Zeit. Anstatt der Strohbedeckung stellen wir auf ein Schilfdach um. Wir stehen mit dem Bundesdenkmalamt in Verbindung, denn die Brücke hat 198 Jahre auf dem Buckel. Eine Verlegung war ein Thema, doch das Denkmalamt bestand daraut, dass die Brückenfunktion erhalten bleiben muss. Daher behält die Brücke ihren Standort, wir haben nur im Zuge der Revitalisierung in den Seitenbereichen das Gebüsch geschnitten, damit sie wieder besser sichtbar ist. Die Arbeiten sollen noch im Oktober abgeschlossen sein.
Nicht die einzige Investition in Edelschrott, oder?
Preßler: Nein. Wir starten im Oktober ein großes Vorhaben, um das wir mehr als drei Jahre gekämpft haben. Wir starten die Sanierung unseres Gemeindeamts, das 50 Jahre alt ist und bis auf eine neue Fassade und einen Fensteraustausch keine Sanierungsmaßnahmen "gesehen" hat, außerdem ist der Keller feucht. Das neue Gemeindeamt soll im April 2015 fertig sein. Es umfasst im Erdgeschoß eine Bürgerservicestelle mit modernen Büroräumen und einem barrierefreien Behinderten-WC. Im Obergeschoß wird die Biblikothek saniert. Die Installationen, die Heizung, das Dach, alles wird neu. Die Investitionskosten werden ungefähr 850.000 Euro betragen.
Positives gibt es auch vom Edelschrotterhof zu berichten.
Preßler: Da will ich noch nicht zu viel sagen. Fix ist, dass wir neue Pächter haben und der Edelschrotterhof Anfang Dezember wiedereröffnet wird. Dass wir dieses Gasthaus 2006 generalsaniert haben und mit einer Super-Küche eine perfekte Infrastruktur haben, half uns bei der Pächtersuche sehr.
Das heißt, die Infrastruktur ist den Gemeindeverantwortlichen wichtig.
Preßler: Auf jeden Fall. Wir schließen nach 25 Jahren Bautätigkeit den öffentlichen Kanalbau ab. Vor allem der Kanal beim Lustigen Bauer war ein Riesenprojekt. Wir haben bei der Hirzmannsperre ein neues Verkehrskonzept mit einem Bodenleitsystem und neuen Tafeln. Jetzt bringen wir an die 60 Autos unter und haben trotz des Schlechtwetters in diesem Sommer schon gute Erfahrungen damit gemacht.
Auch die Erreichbarkeit des Orts wurde verbessert.
Preßler:Seit längerer Zeit haben die Bürgermeister von Edelschrott, Hirschegg und Pack um den Ersatz der eingestellten GKB-Linie gekämpft und versuchten eine gute Lösung zu finden. Taxi Blümel verlegte seinen Hauptstandort nach Edelschrott und hat nun einen Vertrag bis 2017, dass zu wichtigen Zeiten um 6, um 13 und um 18 Uhr die Anschlüsse zum Köflacher Bahnhof gewährleistet ist. Diese Initiative lag ganz klar bei den Gemeinden, die Nahversorgung ist gegeben.
Am 1. Jänner 2015 gibt es mit Modriach eine neue Gemeinde.
Preßler: Gott sei Dank haben wir mit Modriach einen sehr positiven Prozess gestartet, die Basis ist hervorragend. Wir bereiten diese Fusion akribisch vor, damit es am 1. Jänner kein böses Erwachen gibt. Als Kommissär für die Übergangsphase wurde ich vorgeschlagen, meine Beiräte sind Michael Schilling und Werner Münzer.
Schaut so aus, als ob Edelschrott auf einer Erfolgswelle schwimmt.
Preßler: Wir haben wirklich eine positive Zeit. Wir sind froh, dass unser Polizeiposten nicht geschlossen wurde, wir bekommen eine besser Funk-Internetanbindung von der Mattl-Kehre bis zum Ortszentrum weg, weil es eine neue Antenne gibt. Und unsere private Schiliftgemeinschaft St. Hemma ist trotz einer schwierigen letzten Wintersaison guter Dinge. Unser LIft ist für die Schulen und Kindergärten in unserer Nähe äußerst wichtig.
Stichwort Kindergarten. Auch hier gibt es Neuerungen?
Preßler: Wir haben mit Stefanie Birnhuber eine neue Leiterin und seit diesem Kindergartenjahr eine Ganztagesgruppe bis 17 Uhr. Neben der Nachmittagsbetreuung gibt es auch die Möghlichkeit, für die Halbtagesgruppe im Kindergarten zu Mittag zu essen. Unser Sommerkindergarten wurde super angenommen,w ir hatten bis zu 15 Kindern und nur eine einzige Woche im Sommer geschlossen. Gerade für junge Familien sind unsere neuen Kindergartenangebote Goldes wert.
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