Denkmal neu errichtet
"Schwedenmarterl" in Waidhofen/Thaya gesegnet
- Bürgermeister Josef Ramharter, Vizebürgermeisterin Marlene Böhm-Lauter, Stadtpfarrer Josef Rennhofer, Kurt Strohmayer-Dangl, Stadträtin Maria Müllner und Martin Kerschbaum (v.l.)
- Foto: Daniel Schmidt
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Am Montag, 31. August wurde im Betriebsgebiet Ost in Waidhofen/Thaya das neu errichtete "Schwedenmarterl" in einer gute besuchten Zeremonie gesegnet.
WAIDHOFEN/THAYA. Aufgrund der Erweiterung des Betriebgebiets wurde das historische Marterl abgetragen und im Sommer 2026 durch Kurt Strohmayer-Dangl neu errichtet.
Bürgermeister Josef Ramharter begrüßte bei der feierlichen Segnung zahlreiche Gäste und ging auch auf die Geschichte des Schwedenmarterls ein. Das Denkmal erinnert an ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte um das Jahr 1641: im Laufe des 30-Jährigen Krieges litten auch die Bewohner von Waidhofen unter den marodierenden Soldaten beider Seiten. So musste die Bevölkerung für Kost, Logie und Unterhalt der Truppen aufkommen - im Monat 7.300 Gulden, umgerechnet auf die heutige Kaufkraft etwa eine Million Euro. Das Leid der Menschen durch Hunger, Seuchen und die Zerstörung der Lebensgrundlagen hinterließ tiefe Spuren. So wurde die Stadt Waidhofen im Jahr 1641 von schwedischen Truppen belagert und von der Bürgerwehr eine Woche verteidigt, ehe ein Entsatzheer zur Hilfe kam. Im Jahr 1648 endete schließlich der Krieg zwischen Katholiken und Protestanten, im Jahr 1650 wurde von Kaiser Ferdinand III schließlich das Patent zur Errichtung von Bildstöcken ("Marterl") zur Erinnerung verfügt.
- Kurt Strohmayer-Dangl und Bürgermeister Josef Ramharter
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"Mit dem neu errichteten Marterl wird an ein Stück Waidhofner Stadtgeschichte und unseres historischen Erbes gedacht. Ein großer Dank geht an Kurt Strohmayer-Dangl für die Ausführungen der Arbeiten und auch an die Wirtschaftsbetriebe der Stadt für die Unterstützung," so Bürgermeister Josef Ramharter.
"Ich freue mich, dass so viele Menschen zur heutigen Segnung des Marterls gekommen sind. Ich musste nicht lange überlegen, als die Stadtgemeinde bezüglich der Neuerrichtung auf mich zugekommen ist - schließlich konnte ich meine Fertigkeiten, die ich als Maurer bei der Firma Reismüller ab 1979 erlernt habe, wieder einsetzen. Ausgangspunkt für die Arbeiten waren nur Fotos und Skizzen, jetzt erstrahlt das Schwedenmarterl wieder fast originalgetreu," betonte Kurt Strohmayer-Dangl.
- Das Neu errichtete Schwedenmarterl erinnert an die Verheerungen des 30-jährigen Krieges. In der Nische die Schutmantel-Madonna.
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Die Materialien wurden von der Stadtgemeinde Waidhofen bereitgestellt, hinzu kam ein Sponsoring von Steinplatten der Firma Steinmetz Mahringer und Farbe für den Anstrich von der Firma Farbe & Wohnen Müllner.
Anschließend erfolgte eine Andacht und die Segnung durch Stadtpfarrer Josef Rennhofer. Den Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein, bei dem die Gäste vom Verein "Matzles Kreativ" mit Aufstrichbroten und Getränken verwöhnt wurden.
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