Waidhofens schräger Vogel
Sechs Waldrappen reisen nach Afrika

Der ehemals heimische Waldrapp gehört heute zu den meist bedrohten Tierarten.
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  • Der ehemals heimische Waldrapp gehört heute zu den meist bedrohten Tierarten.
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Tiere aus Waidhofen sollen in Marokko eine Kolonie gründen. 

WAIDHOFEN. 18 Jahre sind nun seit der Eröffnung der weltweit größten Waldrappvoliere in Waidhofen vergangen. Der Waldrapp steht auf der "roten Liste" und gehört heute aufgrund von der Überjagung vor einigen Jahrhunderten zu den am meisten bedrohten Tierarten der Welt. Das Aufzuchtprogramm der ehemals heimischen Tiere, die in Europa verschwunden sind, läuft seit der Eröffnung 2002 erfolgreich. Nur ein Bussard, der sich erst vor kurzen wieder ins Gehege verirrt hat, sorgte aufgrund von Panik der Vögel für eine geringe Dezimierung. Im Moment dürfen die Betreiber der Voliere 62 Tiere zählen.

Auswilderung ist schwierig

Ein Herausforderung bleibt jedoch die Auswilderung der gezüchteten Tiere, da das Leben in freier Wildbahn nicht nur alleine wegen der Futtersuche schwierig ist, da sie Lebendfutter nicht gewohnt sind. So kennen sie ihre Zugrouten in den Süden nicht und nun wird versucht, mit Fluggeräten im Vorausflug einer Gruppe von handaufgezogenen Waldrappen die ehemals für diese Vogelart gewohnte Flugroute wieder beizubringen.

Ab in die Freiheit

Demnächst übersiedeln sechs Jungtiere nach Marokko, wo sie von einer "Ersatzmutter", ein in Afrika frei lebender Waldrapp, an das Leben in Freiheit gewöhnt werden. Einige Jungtiere kommen auch seit Jahren immer wieder ins oberösterreichische Grünau im Almtal, wo sich die Konrad Lorenz Forschungsstelle befindet. Dort ist es auch erstmals weltweit gelungen, eine freilebende Waldrapp-Kolonie aus Nachzucht zu etablieren. Die Waldrapp Voliere in Waidhofen an der Thaya ist wochtentags, an Wochenenden und an Feiertagen nach telefonischer Voranmeldung geöffnet.

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