Mehr grün statt grau
Waidhofen/Thaya kämpft gegen Hitze-Inseln
- Rund um das Waidhofner Rathaus sieht man noch wenig grün. (Archivbild)
- Foto: Franz Pfabigan
- hochgeladen von Franz Pfabigan
Die steigenden Temperaturen stellen auch unsere Gemeinden im Bezirk Waidhofen/Thaya vor Herausforderungen.
BEZIRKWAIDHOFEN/THAYA. 36 Grad und mehr, eine Herausforderung in Städten und Ortschaften. Der Bezirk setzt daher auf Grün statt Grau. Wasserdurchlässige Rasensteine am Parkplatz vor dem Gemeindeamt, neue Bäume für den Hauptplatz oder begrünte Straßenzüge – mit dem NÖ Bodenbonus werden Gemeinden bei der Entsiegelung von öffentlichen Flächen unterstützt. Rund 40 Projekte wurden in Niederösterreich bereits umgesetzt, über 100 Gemeinden beraten. Auch im Bezirk Waidhofen sagt man den Hitzeinseln den Kampf an.
Lebensqualität erhöhen
„Jeder Quadratmeter, den wir wieder der Natur zurückgeben, verbessert das Mikroklima, fördert die Versickerung von Regenwasser und hilft dabei, die Folgen von Starkregen und Hitzeperioden abzumildern. Als Stadtgemeinde Waidhofen setzen wir bewusst auf nachhaltige Maßnahmen, die unsere Umwelt schützen und gleichzeitig die Lebensqualität für unsere Bürger erhöhen. Auch wenn wir aktuell keine Flächen entsiegeln können, so setzen wir auf das effizientere Nutzen bereits bebauter Flächen im Stadtkern," informiert Waidhofens Bürgermeister Josef Ramharter (ÖVP).
Flächen optimal nutzen
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören in der Bezirkshauptstadt die Bebauung von Baulücken wie bei der Errichtung der Verabschiedungshalle oder der Tagesbetreuungseinrichtung sowie die Umnutzung leerstehender Areale wie in der Bahnhofstraße/Hamernikgasse.
"Dadurch wird neuer Wohn- oder Wirtschaftsraum geschaffen, ohne wertvolle Natur- und Grünflächen am Stadtrand neu zu versiegeln. Im Zuge dessen haben viele neue Bäume gepflanzt - wie beispielsweise im Stadtpark und im Garten des Kulturschlössels, " so Ramharter.
Versiegelung vermeiden
Die Parkflächen bei der Verabschiedungshalle wurden nicht versiegelt, sondern mit Rasengittermatten versehen, um die Versickerung von Niederschlagswasser zu gewährleisten. Zudem soll die Innenstadt Schritt für Schritt grüner und klimafitter gestaltet werden.
- Die Parkflächen bei der Verabschiedungshalle wurden nicht versiegelt, sondern mit Rasengittermatten versehen, um die Versickerung von Niederschlagswasser zu gewährleisten.
- Foto: Stadtgemeinde Waidhofen/Thaya
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"Dabei achten wir darauf, dass neue Bäume dort gepflanzt werden, wo sie langfristig gute Wachstumsbedingungen vorfinden und sich harmonisch in das Stadtbild einfügen,“ betont Ramharter abschließend.
Bezirk setzt auf Begrünung
Die Bewegung Natur im Garten“ ist längst weit mehr als eine Garteninitiative – es ist eine starke Plattform für Umweltbewusstsein, Lebensqualität und gelebte Verantwortung. Auch im Bezirk Waidhofen ist diese Entwicklung deutlich sichtbar: Mittlerweile sind 13 Gemeinden „Natur im Garten“-Gemeinden und bekennen sich damit zu einer grünen Zukunft im Einklang mit der Natur.
- Viktoria Hutter zu Gast bei Steffi Bauer in der Baumschule Bauer in Merkengersch - ein Partnerbetrieb von Natur im Garten
- Foto: VPNÖ
- hochgeladen von Daniel Schmidt
Die Gemeinden setzen auf naturnahe Pflege öffentlicher Flächen, fördern Biodiversität und schaffen damit wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen. "Naturnahes Gärtnern ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein starkes Bekenntnis zur regionalen Lebensqualität," so Bundesrätin Viktoria Hutter (ÖVP).
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