Bezirk Waidhofen/Thaya
Unternehmen suchen aktuell 566 Mitarbeiter

WBNÖ-Direktor Harald Servus und WBNÖ-Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker betonen die Bedeutung weiterer Entlastung für die niederösterreichischen Unternehmen. | Foto: WBNÖ/Monihart
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Der aktuelle Stellenmonitor des Wirtschaftsbunds für Juni zeigt: Im Bezirk Waidhofen/Thaya suchen Betriebe aktuell 566 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beim AMS waren im selben Zeitraum lediglich 143 offene Stellen gemeldet.

BEZIRK WAIDHOFEN/THAYA. Die Differenz erklärt sich dadurch, dass der Stellenmonitor auch jene Stellen erfasst, die Unternehmen online ausschreiben, aber nicht beim AMS melden. Gleichzeitig waren zuletzt 452 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Für den Wirtschaftsbund Niederösterreich (WBNÖ) ist klar: Die Betriebe wollen beschäftigen. Damit daraus echtes Wachstum wird, muss die Politik jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.

„Wenn unsere Betriebe trotz herausfordernder Zeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen, zeigt das vor allem eines: Sie glauben an den Standort Niederösterreich. Aber dieser Wille darf nicht an hohen Arbeitskosten und überbordender Bürokratie scheitern. Die Senkung der Lohnnebenkosten sowie die Aktivpension, welche im Doppelbudget gesetzt wurden, sind wichtige erste Schritte, aber noch lange nicht das Ende der Geschichte. Was es braucht, ist Konsequenz, damit Beschäftigung nicht erschwert, sondern ermöglicht wird“, betont WBNÖ-Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker.

Im Bereich Handel, Logistik, Verkehr sind im Bezirk Waidhofen/Thaya aktuell 67 Stellen offen. (Symbolbild) | Foto: Diakoniewerk/Braunsdorfer
  • Im Bereich Handel, Logistik, Verkehr sind im Bezirk Waidhofen/Thaya aktuell 67 Stellen offen. (Symbolbild)
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„Wichtig ist nun, aus den gesetzten Schritten eine echte Entlastungslinie zu machen: Lohnnebenkosten senken, Bürokratie abbauen, Arbeiten in der Pension attraktiver machen. Gerade für unsere KMUs ist jede unbesetzte Stelle ein konkretes Problem. Bleiben Arbeitsplätze unbesetzt, bleibt Arbeit liegen, können Aufträge nicht erfüllt oder Öffnungszeiten nicht eingehalten werden. Deshalb braucht es jetzt weitere Maßnahmen, damit die Wirtschaft in Schwung bleibt“, so WBNÖ-Direktor Harald Servus.

Entlastung für mehr Beschäftigung

Wie groß diese Wirkung sein kann, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Pro Prozentpunkt Lohnnebenkostensenkung können bis zu 12.000 neue Arbeitsplätze entstehen, gleichzeitig werden hunderttausende bestehende Arbeitsplätze abgesichert. Dennoch darf es nicht bei einem ersten Schritt bleiben.

Der Wirtschaftsbund fordert eine Entlastung für Niederösterreichs Unternehmen. (Symbolbild) | Foto: Pixabay
  • Der Wirtschaftsbund fordert eine Entlastung für Niederösterreichs Unternehmen. (Symbolbild)
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Für den Wirtschaftsbund ist daher klar: Wer Beschäftigung will, muss jene entlasten, die Beschäftigung schaffen. Nur wenn unsere Unternehmerinnen und Unternehmer wieder mehr Freiraum zum Atmen bekommen, entsteht wirtschaftliches Wachstum. Und eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für sichere Arbeitsplätze und nachhaltigen Wohlstand.

Offene Stellen in den einzelnen Branchen im Bezirk

  • Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik: 58
  • Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein: 8
  • Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit: 115
  • Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel, Kunststoffe: 19
  • Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT: 43
  • Handel, Logistik, Verkehr: 67
  • Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft, Umwelt: 18
  • Maschinenbau, Kfz, Metall: 71
  • Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk: 32
  • Rechnungswesen, Controlling, Steuern: 1
  • Reinigung, Hausbetreuung, Anlern- und Hilfsberufe: 38
  • Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege: 52
  • Textil, Bekleidung, Mode, Leder: 4
  • Tourismus, Gastgewerbe, Freizeit: 17
  • Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung: 18
  • Schutz, Sicherheit, Überwachung: 5

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