1. Halbjahr 2026
Unternehmensinsolvenzen im Bezirk Waidhofen/Thaya verdoppelt
- Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist im ersten Halbjahr 2026 gestiegen. (Symbolbild)
- Foto: Kiwar/Smarterpix
- hochgeladen von Kevin Chi
Der KSV1870 hat die Insolvenzen im Bezirk Waidhofen/Thaya für das 1. Halbjahr 2026 ausgewertet. Bei den Unternehmen gab es im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 eine Verdoppelung.
BEZIRK WAIDHOFEN/THAYA. Sechs Unternehmen meldeten im 1. Halbjahr 2026 Insolvenz an, 2025 waren es nur zwei. Bei den nicht eröffneten Insolvenzverfahren stieg die Zahl von fünf 2025 auf acht 2026. Gesamt also 14 Insolvenzen im Vergleich zu sieben im Jahr zuvor.
Auch die Zahl der Privatinsolvenzen ist gestiegen: gab es im 1. Halbjahr 2025 nur zwei, waren es im ersten Halbjahr 2026 acht.
Ö-Trend ist rückläufig
Laut der KSV1870 Auswertung mussten im ersten Halbjahr 2026 in Österreich 3.449 Unternehmen (- 1 % gegenüber 2025) Insolvenz anmelden. Das sind im Schnitt knapp 19 Betriebe pro Tag. Mit Blickrichtung Jahresende erwartet der KSV1870 ein Ergebnis, das sich in etwa an jenem des Vorjahres (6.800 Firmenpleiten) orientieren könnte.
„Der leichte Rückgang ist ein positives Signal, dennoch bleibt die Zahl der Firmenpleiten auf einem unverändert hohen Niveau, das auch in der Vergangenheit nur selten verzeichnet wurde,“ erklärt Karl-Heinz Götze, Leiter KSV1870 Insolvenz.
- Karl-Heinz Götze, Leiter KSV1870 Insolvenz
- Foto: Anna Rauchenberger
- hochgeladen von Nina Schemmerl
Während sowohl die Zahl der Unternehmensinsolvenzen als auch jene der eröffneten Verfahren (- 8 %) zuletzt gesunken sind, steigt im Gegenzug die Zahl der mangels Masse nicht eröffneten Fälle. Im ersten Halbjahr 2026 haben sich diese gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 10 Prozent auf insgesamt 1.444 Fälle erhöht. Für den heimischen Wirtschaftsstandort bedeutet diese Entwicklung eine zusätzliche Schwächung, zumal die Verluste aus diesen Verfahren seitens der Gläubiger zur Gänze abgeschrieben werden müssen.
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