Gemeinde-Entwicklung
Wohnungen, Straßen, Kinderbetreuung - Sellrain investiert massiv
- Bürgermeister Benedikt Singer freut sich über die Entwicklungen in der Gemeinde.
- Foto: AMG
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Wohnbau, Straßenbau, Breitband und Kinderbetreuung: In Sellrain wird derzeit an vielen Stellen gleichzeitig gearbeitet. Bürgermeister Benedikt Singer sieht darin wichtige Investitionen für die Zukunft der Gemeinde und für die Lebensqualität der Bevölkerung.
SELLRAIN. Vor dem Gemeindeamt in Sellrain ist es ruhiger geworden. Wer auf dem neu gestalteten Vorplatz Platz nimmt, blickt auf frische Bepflanzung, einen versetzten Brunnen und einen neu gesetzten Baum. Die kleine Bank lädt dazu ein, einen Moment zu verweilen.vGleichzeitig entstehen in Sellrain aber an vielen Stellen Projekte, die die Gemeinde langfristig prägen sollen.
„Wir haben heuer einen starken Schwerpunkt auf Infrastrukturmaßnahmen gelegt“, erklärt Bürgermeister Benedikt Singer. Tatsächlich wird derzeit in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Breitbandversorgung, Hochwasserschutz und Kinderbetreuung investiert.
Wohnbau für alle Generationen
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wohnbau. Während die Arbeiten beim privaten Schirmer-Projekt weiter voranschreiten, erfolgte heuer auch der Spatenstich für ein neues Wohnprojekt der Neuen Heimat Tirol im Bereich Rothenbrunn. Dort entstehen 18 barrierefreie Mietwohnungen mit einer Tiefgarage. Besonders wichtig ist der Gemeinde dabei, dass acht der Wohnungen für betreubares Wohnen vorgesehen sind.
„Es ist uns wichtig, dass die ältere Generation so lange wie möglich in Sellrain wohnen bleiben kann“, betont Singer. Mit dem neuen Projekt sollen dafür die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden.
- Bürgermeister Benedikt Singer (3. v.l.) und NHT-Geschäftsführer Johannes Tratter (3. v. r.) geben mit Architekt Dietmar Ewerz, NHT-Prokurist Engelbert Spiß, Michael Mair (Bundesforste) und Roman Triendl (Baufirma Bodner) den Startschuss für ein weiteres Wohnprojekt in der Gemeinde Sellrain.
- Foto: AMG
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Die Wohnungen werden auf sechs Ebenen errichtet und über Wohnflächen zwischen 53 und 93 Quadratmetern verfügen. Geplant sind zudem Gemeinschaftsräume und Freibereiche in Form von Balkonen oder Terrassen. Auch beim Energiekonzept wird auf Nachhaltigkeit gesetzt. Die Wohnanlage soll im Passivhausstandard errichtet, mit einer Wärmepumpe beheizt und durch eine Photovoltaikanlage ergänzt werden.
Mehr Platz auf den Straßen
Parallel zum Wohnbau wird auch das Straßennetz weiterentwickelt. Mehrere Engstellen sollen künftig verschwinden. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und die Mobilität innerhalb der Gemeinde zu verbessern.
Ein bedeutendes Projekt betrifft die Landesstraße zwischen Oberperfuss und Sellrain. Dort werden derzeit die sogenannten Sparbögen durch das Land Tirol saniert. Im Zuge dieser Arbeiten entsteht auch ein neuer Gehsteig, der die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger verbessern soll.
- In Sachen Sicherheit und Flüssigkeit im Straßenverkehr passiert so einiges.
- Foto: Gemeinde Sellrain
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Auch die Ortseinfahrt nach Tanneben beziehungsweise Tannrain wird erneuert. Die Straße soll künftig zweispurig geführt werden, zusätzlich ist ein Gehweg vorgesehen. Für die Gemeinde ist dieser Ausbau eine logische Folge der Entwicklung in diesem Ortsteil. In den vergangenen Jahren entstanden dort zahlreiche neue Wohnhäuser, wodurch auch die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner deutlich gestiegen ist.
„Dort hat eine sehr gute Ortsteilentwicklung stattgefunden. Deshalb müssen wir auch die Infrastruktur entsprechend anpassen“, so Singer.
Weiters investierte die Gemeinde das gesamte Jahr hindurch in den Ausbau des Glasfasernetzes. Gerade während dieser Arbeiten wurde nochmals deutlich, wo die Herausforderungen im Straßennetz liegen. Durch die vielen einspurigen Straßen mussten Verkehrsflächen bei Bauarbeiten teilweise vollständig gesperrt werden. Die laufenden und geplanten Ausbaumaßnahmen sollen deshalb nicht nur für mehr Sicherheit sorgen, sondern auch die Abwicklung künftiger Bauvorhaben erleichtern.
- Das ganze Jahr über wurden Glasfaser verlegt.
- Foto: Gemeinde Sellrain
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Dorfoasen für mehr Lebensqualität
Neben den großen Infrastrukturprojekten setzt die Gemeinde bewusst auch auf kleinere Maßnahmen, die unmittelbar zur Lebensqualität beitragen.
So wurden sogenannte Dorfoasen geschaffen. Das sichtbarste Beispiel ist die Neugestaltung des Vorplatzes vor dem Gemeindeamt. Mit neuer Bepflanzung, einem versetzten Brunnen, einem Baum und einer Sitzbank entstand ein Ort, an dem man sich treffen oder einfach kurz verweilen kann.
- Vor dem Gemeindeamt wurde es wieder grün.
- Foto: Gemeinde Sellrain
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Auch bei St. Quirin wurde investiert. Dort stehen nun zusätzliche Parkmöglichkeiten zur Verfügung, die vor allem Wanderinnen und Wanderern den Ausgangspunkt für ihre Touren erleichtern sollen.
Weiter voran gehen auch die Schutzmaßnahmen am Seigesbach. Dort wurden bereits mehrere Sperren errichtet. Die Verbauung soll die Sicherheit für Siedlungsraum und Infrastruktur erhöhen und wird laufend fortgesetzt.
Wasserversorgung wird abgesichert
Große Bedeutung misst die Gemeinde auch der Trinkwasserversorgung bei. Geplant ist die Sanierung einer Wasserquelle sowie die Verbindung von zwei der insgesamt drei Sellrainer Quellen.
Dadurch können die jeweiligen Versorgungsgebiete künftig gegenseitig abgesichert werden. Im Bedarfsfall können beide Quellen auch Teile des Ortskerns versorgen. Fällt eine Quelle aus oder kommt es zu technischen Problemen, kann die Wasserversorgung über die andere Quelle aufrechterhalten werden. Für Bürgermeister Singer ist das ein wichtiger Schritt, um die Versorgungssicherheit langfristig zu erhöhen.
Ganztägige Kinderbetreuung ab 2026/27
Abseits der Bautätigkeit freut sich der Bürgermeister besonders über einen weiteren Meilenstein. Mit dem Schuljahr 2026/27 wird es in Sellrain erstmals eine ganzjährige und ganztägige Kinderbetreuung geben.
Für viele Familien bedeutet das mehr Flexibilität im Alltag und bessere Möglichkeiten, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Gleichzeitig stärkt das Angebot die Gemeinde als attraktiven Wohnstandort.
Während an vielen Orten derzeit Bagger und Bauarbeiter das Ortsbild prägen, verfolgt Sellrain damit ein klares Ziel: Die Infrastruktur soll mit der Entwicklung der Gemeinde Schritt halten und sowohl jungen Familien als auch älteren Menschen ein lebenswertes Zuhause bieten.
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