Temperaturen über 30 Grad: Was tun gegen die Hitze?

Erfrischend: Ein Sprung in die Neue Donau.
  • Erfrischend: Ein Sprung in die Neue Donau.
  • Foto: GUENTER R. ARTINGER
  • hochgeladen von Sophie Alena

WIEN. Ganz Wien schwitzt derzeit bei Temperaturen über 30 Grad - der Sommer hat die Stadt fest im Griff. Auch in der Nacht sinken die Temperaturen derzeit kaum unter 20 Grad. Während sich die einen über das Badewetter freuen, kann die Hitzewelle vor allem für Risikogruppen wie ältere oder chronisch kranke Personen zum gesundheitlichen Risiko werden. Vor allem das Fehlen einer nächtlichen Abkühlung, in der sich der Körper erholen kann, ist sehr belastend. 

Für die subjektive Temperaturwahrnehmung ist die „gefühlte Temperatur“ entscheidend. Diese bezieht sich nicht nur auf die Temperatur am Thermostat, sondern berücksichtigt auch die Strahlungsbedingungen, Windgeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit. Diese Faktoren beeinflussen den Wärmeaustausch des Menschen mit seiner Umgebung. 

Doch was kann man gegen die Hitze tun?

Tipps gegen die Hitze

Die bz hat die besten Tipps und Tricks für die andauernde Hitzewelle:

„Hitzekarenz“ nehmen: Raus aus der Hitze und Schattenplatz zum Abkühlen suchen - mindestens drei Stunden am Tag sollte man sich an einem Ort unter 25 Grad aufhalten und dem Körper die Zeit zur Erholung geben. 23 kühle Plätze in Wien haben wir für euch zusammengesucht.

Wasser trinken nicht vergessen: Generell sollten 1.5 bis 2 Liter Wasser pro Tag getrunken werden. In der Hitze braucht der Körper mehr Flüssigkeit, da durch das Schwitzen mehr Wasser verloren wird. Wenn dazu noch Sport betrieben wird, kann der Wasserbedarf schon mal um das Doppelte bis Dreifache steigen. In Wien gibt es übrigens mehr als 980 öffentliche Trinkbrunnen, bei denen man sich zwischendurch erfrischen kann. 

Die Wohnung vor Sonneneinstrahlung schützen: Untertags sollten die Fenster so gut wie möglich verdunkelt werden. Am effektivsten sind dabei Außenjalousien oder Fensterläden. Wer das nicht hat oder keine baulichen Veränderungen vornehmen will / darf, kann auch spezielle Sonnenschutzfolien anbringen. Diese Folien reflektieren das Sonnenlicht und sorgen so für etwas kühlere Temperaturen. Achtung: Die Folien lassen sich im Winter oft nur schwer wieder entfernen und lassen auch dann weniger Sonnenlicht hinein.

Lüften: Am besten nur zwischen 22 Uhr und 5 Uhr Früh, wenn die Luft nicht ganz so heiß ist.

Schwitzen: Der Körper hat eine natürliche Kühlfunktion, mit der er sich vor Überhitzung schützt: Das Schwitzen. Viele Menschen versuchen jedoch die Bildung von Schweißflecken und unangenehme Geruchsbildung mittels Deodorants zu verhindern. Dabei ist zu beachten, dass Deodorants, die das komplette Schwitzen verhindern, also die Schweißdrüsen verschließen, nicht auf Dauer angewendet werden sollten. Wer auf natürliche Weise weniger schwitzen möchte, kann Salbeitee trinken, diesem wird eine schweißhemmende Wirkung zugesagt.
Bei starkem Fußschweiß sollen Fußbäder mit Eichenrindenzusatz helfen.

Kalt duschen: Arme und Beine mit eiskalten Wasser abduschen sorgt schon in der Früh für einen kühlen Start in den Tag. Wer die Möglichkeit hat, kann auch untertags im Büro ein kaltes Fußbad nehmen.

Den Körper von innen kühlen: Mit den richtigen Wirkstoffen kann man sich auch von innen heraus kühlen. Pfefferminze wird diese Wirkung nachgesagt - diese kann zum Beispiel als lauwarmer Pfefferminztee getrunken werden oder man löst einen Tropfen Pfefferminzöl in Wasser. Auch Grüntee wird eine kühlende Wirkung zugeschrieben. 
Ein Geheimtipp aus Griechenland: Wassermelonensalat mit Schaftskäse zu Kühlung essen.

Bei Kreislaufproblemen: Wer bei der Hitze einen niedrigen Blutdruck hat und deshalb mit Kreislaufproblemen kämpft, kann sich einen nassen, kalten Waschlappen auf die Stirn oder in den Nacken legen. Auch ein Espresso bringt bei vielen Leuten den Kreislauf wieder in Schwung. Beine hoch lagern kann vorbeugend wirken, ebenso wie langsames Aufstehen, um die Blutzirkulation anzuregen.

Kein Sport in der Mittagshitze: Ausreichend Bewegung und ein gutes Training ist auch bei hohen Temperaturen wichtig, da so der Kreislauf in Schwung gehalten wird und der Körper insgesamt belastungsfähiger wird. Kontraproduktiv ist es allerdings, Sport in der größten Hitze zu treiben. Stattdessen sollte man auf die Früh oder den späten Abend ausweichen, wenn die Temperaturen niedriger sind. Wichtig: Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Erste Hilfe bei Hitze

Wer Fragen zur Hitze oder gesundheitliche Probleme hat, kann sich bei folgenden Stellen melden:

Hitzetelefon: Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und der Konsumentenschutz haben ab sofort wieder das Hitzetelefon eingerichtet. Die Mitarbeiter des Hitzetelefons helfen mit praktischen Tipps und Ratschlägen gesundheitlichen Folgen durch die extremen Temperaturen vorzubeugen.
Die Nummer des Hitzetelefons: 050 555 555. Sie ist aus ganz Österreich kostenlos von Montag bis Freitag von 6:00 bis 22:00 Uhr, Samstag von 08:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag von 08:00 bist 18:00 Uhr erreichbar.

Team Österreich: Mittels der App „Team Österreich“ können vor allem ältere oder chronisch kranke Menschen Hilfe für einfache Aufgaben von Helfern aus der Umgebung bekommen und so das Hinausgehen in die Hitze vermeiden. In der App werden auch kühle und öffentlich zugängliche Orte in der unmittelbaren Umgebung in eine Online-Karte eintragen.

Bei Notfällen wie Atemnot, Ohnmacht oder anderen lebensbedrohlichen Anzeichen sollte jedoch umgehend die Rettung verständigt werden.

Eventtipp

"Hetz in der Hitz": Die Wiener Linien veranstalten am Freitag, 3. August ab 16 Uhr am Karlsplatz ein Event zum Abkühlen. Es wird einen Surfsimulator, Wasserbombenmikado, kühlendes Eis und erfrischende Cocktails im Liegestuhl geben und soll so einen Hauch von „Summer Breeze“ mitten in der Stadt erzeugen. 

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