Impfung empfohlen
Wie die Lage mit Masern und Keuchhusten in Wien aussieht

Trotz kurzzeitigem Masern-Anstieg in der Kalenderwoche 4 (zehn Fälle), ist der Trend in Wien derzeit rückläufig. (Symbolfoto) | Foto: stock.adobe.com/at/SecondSide
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Laut Stadt Wien gab es in diesem Jahr bereits mehr als 100 Keuchhusten-Fälle in der Bundeshauptstadt. Doch im Österreich-Vergleiche spiele man eine "untergeordnete Rolle". Auf der anderen Seite gibt es diese Woche nur einen aktiven Masernfall. Die Stadt empfiehlt Impfungen in beiden Fällen.

WIEN. Laut dem Virologen Lukas Weseslindtner von der MedUni Wien befindet sich Österreich in einem "Spitzen-Masernjahr". Binnen einer Woche hat sich die Anzahl der bestätigten Fälle österreichweit um fast 50 auf mittlerweile 267 Erkrankungen erhöht. MeinBezirk.at berichtete über die möglichen Komplikationen sowie was der Experte dazu sagt:

"Wir sind in einem Spitzen-Masernjahr"

Laut dem Büro vom Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gab es in der Bundeshauptstadt insgesamt 44 bestätigte Masernfälle. In dieser Woche gibt es keinen neuen Fall, ein Masernfall ist noch aktiv und der Rest sei bereits genesen. Trotz kurzzeitigem Anstieg in der Kalenderwoche 4 (zehn Fälle), ist der Trend in Wien derzeit rückläufig.

Ressortsprecher Mario Dujaković teilte auf X mit, dass 2024 95 Prozent der bestätigten Masernfälle "keinen ausreichenden Impfschutz nachweisen. 77 Prozent hatten definitiv gar keine Masernimpfung und weitere 18 Prozent konnten keinen ausreichenden Impfschutz vorweisen".

Die Impfung ist eine Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung) und ist im heimischen Impfplan ab dem vollendeten 9. Lebensjahr empfohlen. Die Impfung sollte jedenfalls vor Eintritt in eine Betreuungseinrichtung stattfinden. Die Impfung kann man entweder telefonisch über das Gesundheitstelefon 1450 oder online unter impfservice.wien buchen.

Mehr als 100 Fälle von Keuchhusten

Das Thema Keuchhusten ist in dieser Woche im ganzen Land wieder mehr in den Schlagzeilen gewesen, da ein Baby in einem Grazer Spital daran verstarb. Laut Dujaković spiele Wien im Österreich-Vergleich eine "untergeordnete Rolle". Während im vergangenen Jahr 68 von insgesamt 2.806 Fälle in Wien waren, sind es in diesem Jahr 108 von 1.813. Der Sprecher teilte auf X mit, dass weder im vergangenen Jahr noch heuer kein Todesfall verzeichnet wurde. Jedoch sieht man leider auch in Wien einen Anstieg an Fällen.

In der ersten Kalenderwoche gab es einen Keuchhusten-Fall in der Bundeshauptstadt, die Spitze wurde mit 19 Fällen in der siebten Kalenderwoche verzeichnet. Die jüngsten Zahlen zeigen: In der 11. Kalenderwoche gab es acht Fälle.

Impfungen möglich

Vor allem werden Babys durch Erwachsene angesteckt, weshalb regelmäßige Auffrischungs-Impfungen alle zehn Jahre für Erwachsene wichtig wären. "Die Keuchhusten-Impfung gehört zum gratis Kinder-Impf-Programm und ist bis zum 15. Geburtstag kostenlos. Danach kostet sie 35,38 Euro", erklärt Dujaković.

Vor allem werden Babys durch Erwachsene angesteckt, weshalb regelmäßige Auffrischungs-Impfungen alle zehn Jahre für Erwachsene wichtig wären. (Symbolfoto) | Foto: Pixabay
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Über ihre Nabelschnur können werdende Mütter Abwehrstoffe für die ersten Monate mitgeben, deshalb wird eine Auffrischungs-Impfung gegen Keuchhusten zwischen der 27. Schwangerschaftswoche und Geburt empfohlen. Die Impfungen können in Wien entweder im niedergelassenen Bereich oder auch bei der Impfstelle der Stadt Wien im TownTown bekommen werden. Mehr Informationen gibt es unter der Nummer 1450 oder online über impfservice.wien.

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Vor allem werden Babys durch Erwachsene angesteckt, weshalb regelmäßige Auffrischungs-Impfungen alle zehn Jahre für Erwachsene wichtig wären. (Symbolfoto) | Foto: Pixabay
Keuchhusten: Während im vergangenen Jahr 68 von insgesamt 2.806 Fälle in Wien waren, sind es in diesem Jahr 108 von 1.813. (Symbolfoto) | Foto: Pixabay

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