Für Bestattungen
Wiener Dompfarrer Toni Faber macht als KI-Priester auch in Pension weiter

Seit 1997 hat Anton "Toni" Faber die Position des Stephansdom-Pfarrers inne. Nach seiner Pension soll er weiterhin als Trauerredner fungieren – und zwar in der digitalen Welt. | Foto: Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
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  • Seit 1997 hat Anton "Toni" Faber die Position des Stephansdom-Pfarrers inne. Nach seiner Pension soll er weiterhin als Trauerredner fungieren – und zwar in der digitalen Welt.
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Moderne Technik bringt immer mehr Möglichkeiten. Auch in der Kirche! Wiens Dompfarrer Toni Faber will nach seiner Pensionierung als digitaler Avatar weitermachen. Zumindest soll man ihn demnächst schon als KI-Trauerredner bei Bestattungen engagieren können.

WIEN/GRAZ. Künstliche Intelligenz (KI) – kaum ein technischer Begriff prägt die Welt derzeit so wie dieser. Einige wenige machen damit gutes Geld, für viele wird der Alltag durch sie erleichtern. Und andere sehen sich wiederum mit neuen Gefahren durch die KI konfrontiert.

Die Technik bringt jedenfalls ganz neue Anwendungsmöglichkeiten – auch in der Kirche! Dompfarrer Toni Faber soll bekanntermaßen mit 31. August 2027 in den Ruhestand gehen. Bis dahin ist zwar noch etwas Zeit, der umtriebige Geistliche schmiedet jedoch bereits Pläne für seine Zukunft. Zumindest für seine digitale Zukunft. Und die hat etwas mit Bestattungen zu tun.

So soll er aussehen, der "Fabertar", der digitale Trauerredner. | Foto: Lebensstimmen (KI-generiert)
  • So soll er aussehen, der "Fabertar", der digitale Trauerredner.
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Gemeinsam mit dem Grazer Start-up Lebensstimmen GmbH präsentierte er am Dienstag eine neue Plattform für KI-Trauerredner. Es gehe um "ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird, für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können damit persönliche Abschiedsbotschaften für sich selbst und ihre Liebsten hinterlegen – würdevoll, transparent und vollständig rechtskonform digitalisiert", erklärt man in einer Aussendung. Und ein digitaler Toni Faber als Trauerredner – der Avatar wird "Fabertar" genannt – trägt diese Botschaften dann vor.

Bereits ab kommenden Jahr

An den Start gehen soll der "Fabertar" bereits im ersten Quartal 2027, erklärt das Start-up: "Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder kein Redner verfügbar ist." Faber selbst sieht seiner Zukunft als künftiger digitaler Trauerredner positiv entgegen, wie er auch in seinem Instagram-Account verrät.

"Ich gehe nächstes Jahr in Pension. Aber als KI-Priester, mache ich weiter! Bisher habe ich vor KI ziemlich großen Respekt gehabt, aber wenn man sich damit näher beschäftigt, eröffnet es viele Chancen, Menschen zu erreichen, die ich sonst nie erreichen könnte", ist der Dompfarrer sich sicher.

"Ich bin wirklich nicht vielsprachig – mein bisschen Englisch, mein bisschen Italienisch, das Latein hilft nicht so direkt in der Kommunikation. Aber mit KI kann ich in 30 verschiedenen Sprachen im Thema Begräbniskultur viele erreichen", freut sich Faber.

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Seit 1997 hat Anton "Toni" Faber die Position des Stephansdom-Pfarrers inne. Nach seiner Pension soll er weiterhin als Trauerredner fungieren – und zwar in der digitalen Welt. | Foto: Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
So soll er aussehen, der "Fabertar", der digitale Trauerredner. | Foto: Lebensstimmen (KI-generiert)
Noch ist Toni Faber Dompfarrer. Bald wechselt er aber auch in die KI-Welt. (Archiv) | Foto: Pixabay
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