Wiener Polizei
Neue Maßnahmen im Aufnahmeverfahren vorgestellt
Für Menschen, die sich für die Arbeit in Uniform interessieren, wird der Einstieg bei der Wiener Polizei schmackhafter gemacht. So wird zukünftig etwa ein fehlender Führerschein kein Aufnahmehindernis mehr sein. Auch weitere neue Maßnahmen zur Personalrekrutierung wurden vorgestellt.
WIEN. Bei einer Pressekonferenz des Innenministeriums am Dienstag, 1. August, wurden die Weichen für die zukünftige Personalrekrutierung der Wiener Polizei gestellt. Zwar ginge das Interesse am Polizeiberuf "steil nach oben" – die Zahl der Bewerbungen habe sich seit Jahresbeginn verdreifacht.
Aufgrund der angespannten Arbeitsmarktsituation müsse es jedoch vor allem im Bereich der Aufnahme von neuem Personal "besser werden", so Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl, der gemeinsam mit Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) die PK führte. "Daher haben wir einige Maßnahmen gesetzt, um diesem Personalmangel entgegenzuwirken", sagte Pürstl vor 107 Polizistinnen und Polizisten, anlässlich ihrer Ausmusterung für die Wiener Exekutive.
"Moderner, attraktiver, zeitgemäßer"
Rund 150 neue Polizeischülerinnen und -schüler beginnen mit September, so Karner. Das sei auch notwendig, um "die Pensionsabgänge decken zu können". Jetzt ginge es laut ihm auch darum, "dass man die Ausbildung sowie die Aufnahmeverfahren moderner, attraktiver und zeitgemäßer gestaltet".
Letzteres soll einer grundlegenden Modernisierung unterzogen werden. Die Neuerungen sähen folgendermaßen aus: mittels Online-Bewerbung könnten sich Interessierte etwa leichter bewerben. Zudem wurden Kontaktmöglichkeiten über das Internet geschaffen, um Bewerberinnen und Bewerbern moderne Kommunikationsmöglichkeiten bei Fragen zu bieten.
- Foto: Maximilian Spitzauer
- hochgeladen von Kevin Chi
Auch ein fehlender Führerschein oder sichtbare Tätowierungen seien für die zukünftige Aufnahme in die Polizeigrundausbildung kein Hindernis mehr, wurde versichert. Außerdem wurde die Ausbildung in den Polizeischulen an aktuelle Herausforderungen angepasst, etwa indem die Ausbildung im Bereich Internetkriminalität intensiviert wurde und Sport während der Ausbildung einen höheren Stellenwert erhält.
Eine Reihe Vorteile für Nachwuchs
Weitere "Vorteile" für künftige Polizeischülerinnen und -schüler: ein kostenloses Klimaticket, ein höheres Gehalt schon während der Ausbildung sowie die Möglichkeit, den Führerschein kostenlos, während der Ausbildung, zu absolvieren.
Für weitere Interessierte soll ein Prämiensystem für Polizeibedienstete sorgen, wenn diese neue Bewerberinnen oder Bewerber anwerben. Karner nannte auch die neue Werbekampagne, die gemeinsam mit der Stadt zuerst in Wien gestartet, mittlerweile aber in anderen Bundesländern ausgerollt wurde.
Fast 6.200 Personen haben sich laut Angaben des Innenministeriums österreichweit seit Jahresbeginn für den Polizeidienst beworben, mehr als 2.300 Frauen und Männer befinden sich derzeit in der Polizeigrundausbildung. Neben jenen 107 neuen Kolleginnen und Kollegen, die bei der PK anwesend waren und feierlich in den regulären Dienst bei der Wiener Polizei übernommen werden, sollen in der Bundeshauptstadt noch weitere 118 neue Polizistinnen und Polizisten dazukommen.
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