Warum Maria Vassilakou nicht Vizebürgermeisterin wird
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- hochgeladen von Agnes Preusser
Sollte Vassilakou Vizebürgermeisterin werden, wird Häupl in Zukunft von Johann Gudenus (FPÖ) vertreten. Ein Machtverlust, den die Roten wohl kaum in Kauf nehmen werden.
WIEN. Man stelle sich vor: Michael Häupl (SPÖ) ist krank oder auf Urlaub. Und plötzlich hat er keinen Stellvertreter aus dem eigenen Lager mehr. Sondern nur noch Johann Gudenus (FPÖ). Genau das könnte passieren, wenn, wie Die Presse berichtet, Maria Vassilakou (Grüne) Vizebürgermeisterin wird. Der Grund liegt in der Stadtverfassung.
2010 schenkte die SPÖ dem grünen Koalitionspartner - und damit Maria Vassilakou - noch das Amt eines Vizebügermeisters. Den Roten standen damals noch beide Vizebürgermeister-Posten zu. Heuer sieht das anders aus. Die Blauen erreichten über ein Drittel der Mandate und haben nun ebenfalls einen Anspruch auf einen Vizebürgermeister. Diesen Posten wird in Zukunft Johann Gudenus bekleiden. Da aber eine Rot-Blaue Koalition ausgeschlossen ist, wird er nicht amtsführender Vizebürgermeister. Kein Einfluss, kein eigenes Ressort, aber zumindest gut bezahlt.
Gudenus hätte das Sagen
Der Haken an der Sache: Wenn beide Vizebürgermeister unterschiedlichen Parteien angehören, würde der Vizebürgermeister der stärkeren Partei den Bürgermeister bei Abwesenheit vertreten. Völlig egal, ob amtsführend oder nicht. Wenn Häupl also krank oder auf Urlaub ist, hätte plötzlich Johann Gudenus das Sagen - vorausgesetzt, dass die SPÖ bei einer Neuauflage von Rot-Grün "ihren" Vizebürgermeister wieder den Grünen schenkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie das im Hinblick auf den bevorstehenden Machtverlust wirklich tun, dürfte im Minusbereich liegen. Vor allem wenn noch Renate Brauner in den Startlöchern scharrt.
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