Tankschock in Wien
Dieselpreis über Zwei-Euro-Marke, Benzin kratzt am Rekord
- Wer derzeit zum Zapfhahn an den Wiener Tankstellen greifen muss, der muss auch tief in die Geldbörse greifen. (Archiv)
- Foto: pixabay / Engin_Akyurt
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Die kriegerische Konflikt zwischen dem Iran und den USA dauert an. Dementsprechend gehen die Spritpreise wieder nach oben. Am Mittwoch lag der Medianpreis für Diesel an Wiens Zapfsäulen erstmals wieder über zwei Euro. Auch der Benzinpreis schnellte bereits nach oben und kratzt am Rekord.
WIEN. Tanken ist dieser Tage wahrlich kein Vergnügen. Seitdem seit Kurzem zwischen den USA und dem Iran wieder ordentlich an der Eskalationsschraube gedreht wird, geht der Ölpreis am Weltmarkt nach oben.
Donnerstagmorgen notiert ein Fass der Nordseemarke Brent bei rund 97 Dollar. Ein ordentlicher Anstieg. Anfang Juni war der zwischenzeitliche Tiefstpreis seit Ausbruch des Krieges bei gut 71 Dollar je Fass erreicht. Das spürt man klarerweise auch bei den Diesel- und Benzinpreisen.
Zwei-Euro-Marke durchbrochen
Die E-Control überwacht die aktuellen Spritpreise und veröffentlicht diese stets einen Tag später. Gemessen wird der Medianpreis je Treibstoff. Das ist genau jener Wert, der in der Mitte aller eingemeldeten Preise liegt und somit statistisch aussagekräftiger als der gewöhnliche Durchschnittspreis, da er besonders günstige bzw. teure Ausreißer nicht so gewichtet.
- Die Spritpreise steigen seit Wiederaufflammen der kriegerischen Handlungen im Nahen Osten. (Archiv)
- Foto: pixabay / mrganso
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Und das zeigt sich beim Diesel: In Wien zahlte man am Mittwoch, 22. Juli, erstmals wieder über zwei Euro je Liter im Median an den Tankstellen. 2,019 Euro musste man für den Liter Kraftstoff berappen. Das letzte Mal, dass man so viel zahlen musste, war laut E-Control-Daten am 4. Mai 2026 der Fall. Seit Beginn der mittlerweile gescheiterten Waffenruhe ging der Dieselpreis dann bis auf 1,665 Euro je Liter im Median zurück.
Und genau hier wird der derzeitige Tankstellen-Schock sichtbar. Denn das war am 28. Juni, also vor nicht einmal einem Monat. In nur 25 Tagen stieg der Dieselpreis in Wien damit um rund 21,3 Prozent. Der Höchstpreis wurde übrigens in der heißen Phase des Krieges, am 6. April, mit 2,259 Euro je Liter Diesel im Median erreicht.
Benzinpreis kratzt am Rekord
Wer jetzt einen Benziner fährt, der hat trotzdem keinen Grund zum Lachen. Denn bei dieser Treibstoffsorte sieht es nicht viel besser aus. Auch hier gab es am Mittwoch laut E-Control einen zwischenzeitlichen Rekord seit Wiederaufflammen des Krieges: 1,893 Euro je Liter zahlte man im Median.
Beim Benzin kratzt man dabei schon beinahe am Absolutrekord von heuer. Der lag am 30. März bei 1,899 Euro, der Preis vom Mittwoch ist der dritthöchste seit Kriegsbeginn. Zum Vergleich: am 28. Juni zahlte man zwischenzeitlich am wenigsten für den Liter Benzin mit 1,595 Euro. In den 25 Tagen seitdem ein deutliches Plus von gerundet 18,7 Prozent.
Übrigens: MeinBezirk listet dir täglich die günstigsten Tankstellen in Wien auf. Mehr dazu unten.
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