Arbeitslosigkeit
Arbeitsmarkt erholt sich - Joboffensive zeigt Wirkung

Zwettl AMS-Bezirksstellenleiter Kurt Steinbauer
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Weitere leichte Entspannung am Arbeitsmarkt meldet das Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl. Aktuell sind mit Ende April 707 Personen auf Jobsuche, um 48,9 Prozent weniger als im April des Vorjahres. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, waren im Bezirk Zwettl im April gegenüber dem Vorjahresmonat mit 1.480 um 43 Prozent weniger Personen beim AMS registriert.

BEZIRK ZWETTL. „Mit der Corona-Joboffensive bilden wir Menschen, die arbeitslos sind, in zukunftsträchtigen Berufen und im betriebsnahen Bereich aus, um die Arbeitslosigkeit rasch und nachhaltig zu reduzieren“, erklärt Zwettls AMS-Geschäftsstellenleiter Kurt Steinbauer. Die Zahl der Schulungsteilnehmerist im Bezirk Zwettl gegenüber dem Vorjahr um knapp 40 Personen (+41,2%) auf 137 gestiegen. Das zeigt, dass die Qualifikationsangebote im Rahmen der Joboffensive auch in Anspruch genommen werden.

Jugendarbeitslosigkeit fast auf Vorkrisen-Niveau

Ein Vergleich mit April 2019 macht jedoch klar, dass die Krise noch nicht vorbei ist. Noch immer sind insgesamt um 16,7 Prozent mehr Menschen auf Jobsuche als vor Corona.
"Erfreulich ist hingegen die Entwicklung bei den Jugendlichen im Alter bis 25 Jahren. Hier liegt die Arbeitslosigkeit mit 56 Betroffenen schon beinahe auf dem niedrigen Vorkrisenniveau im März 2019. Damals waren beim AMS Zwettl 50 Jugendliche jobsuchend vorgemerkt“, so Steinbauer.
Der Arbeitsmarkt bleibt aber auch in der Zeit der anhaltenden Pandemie in Bewegung. Im April dieses Jahres wurden im Bezirk Zwettl 173 Personen arbeitslos, während 340 wiederum aus dem Vormerkregister des AMS ausgeschieden sind. Davon konnten 244 Betroffene wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 29 sind in ein AMS-Weiterbildungsangebot eingetreten und bei 67 Personen wurde die aktive Vormerkung aus sonstigen Gründen beendet (z.B. Krankenstand, Meldeversäumnis, Wochenhilfe, Ausschlussfrist wegen Arbeitsverweigerung bzw. -vereitelung etc.).

Herausforderung Langzeitarbeitslosigkeit

Wenig Optimismus lässt allerdings nach wie vor die Situation bei der Langzeitarbeitslosigkeit zu. So wie im Niederösterreich-Trend ist auch im Bezirk Zwettl der Bestand an langzeitarbeitslosen Personen um 28,3 Prozent auf 127 angestiegen. Damit sind derzeit knapp 18 Prozent aller gemeldeten Jobsuchenden bereits länger als ein Jahr arbeitslos.
„Die größte Herausforderung in den kommenden Monaten wird sein, der Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Wir müssen und werden alles tun, um den Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit einzudämmen“, betont Steinbauer.

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