20.04.2016, 05:30 Uhr

Kindergartenplätze werden bald rar

Wohin mit den Turnbeuteln? Die Auslastung der Betreuungseinrichtungen im Bezirk ist mancherorts grenzwertig. (Foto: bilderBox)

Zu wenig Kindergartenplätze sind ein Dauerproblem. Wir haben uns in Graz-Umgebung Nord umgehört.

GRAZ-UMGEBUNG NORD. Da, wo Gemeinden zusammengelegt werden und Zuzüge die Bevölkerungszahlen aufstocken, muss zwangsläufig und sorgfältig für die Betreuung der Kinder gesorgt werden. Rare Kindergartenplätze sind häufig ein Problem und frühe Anmeldungen bzw. Vormerkungen notwendig.

In Planung

"Dem wachsenden Bedarf kommen wir mit unserer Ausbau-Initiative nach. So können allein in diesem Kindergartenjahr 20 neue Kindergärten im Land ihre Pforten öffnen", sagt die zuständige Landesrätin Ursula Lackner. Mit 30 Kindergärten und 55 Kindergartengruppen ist im Norden von Graz die Auslastungssituation aber recht unterschiedlich. Semriachs Ortschef Gottfried Rieger ist in Sachen Kindergartenplätze bereits am Limit angekommen: "Aufgrund der derzeitigen Anmeldungen für das kommende Jahr kommen wir mit diesem Stand ziemlich an die Grenze, sodass in den nächsten Jahren sicher Maßnahmen notwendig sein werden", meint Rieger. Vor allem der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren steigt kontinuierlich. In Gratwein-Straßengel soll der Aus- und Zubau des Kinderhauses im Ortsteil Judendorf-Straßengel für zusätzlichen Platz ab Herbst 2017 sorgen. "In den Gemeindekindergärten in den Ortsteilen Eisbach und Gratwein sind ebenfalls alterserweiterte Gruppen geplant", sagt Bürgermeister Harald Mulle. Auch die Geburtenentwicklung sei bei Planungen notwendiger Plätze in der Großgemeinde berücksichtigt worden.

Gute Auslastung

Gratkorns Bürgermeister Helmut Weber ist mit dem flexiblen Betreuungsangebot der Gemeinde zufrieden: "Uns ist es ein besonderes Anliegen, für unsere Familien Räume und Bedingungen zu schaffen, in denen sie sich wohlfühlen." Dazu zählen ganzjährige Betreuungseinrichtungen mit 21 Pädagogen und Betreuern für Kindergärten. Mit gut 70 bis 75 besetzten Kindergartenplätzen pro Jahr ist die Gemeinde Thal gut ausgelastet. "Noch müssen wir nicht aufstocken und für neue Plätze sorgen. Aber ab Herbst sind wir auf der Suche nach Tagesmüttern, die sich der Unter-Dreijährigen annehmen möchten", sagt Bürgermeister Matthias Brunner.
In St. Radegund wiederum sind noch Plätze frei, lässt Bürgermeister Hannes Kogler wissen, der sich mit Werbung allerdings noch zurückhält: "Da in den vergangenen Jahren Wohnraum für Jungfamilien geschaffen wurde und weitere Projekte in Planung sind, rechnen wir in absehbarer Zeit mit einer Vollauslastung unseres Kindergartens."
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