01.08.2016, 08:42 Uhr

Erfolg für Österreich bei der Parkinsoniada

der "Goldfranz"

Parkinson ist eine Krankheit des Alters.

Der Mangel am Botenstoff Dopamin trifft aber auch junge Menschen und so trafen sich am vergangenen Wochenende Alt und Jung bei der 9. Parkinsoniada in Hodonin in Tschechien zum sportlichen Wettkampf.

Auch wenn der Name Parkinsoniada den olympischen Gedanken beinhaltet so sind die Sportarten doch auf die Teilnehmer aus Polen, der Slowakei, Tschechien und Österreich angepasst, was aber nicht die Leistung jedes Einzelnen schmälern will.

Mit dem Blasrohr ins Schwarze zu treffen verlangt eine ruhige Hand und richtig dosierte Puste, den Ball ins kleine Tor zu schießen hätten die Nationalspieler auch nicht besser gekonnt, Hockey ging bis ins Stechen und wurde der Abstand zum Tor immer länger und länger, beim curling flog manches Holz am Ziel vorbei, boggia blieb bis zuletzt spannend während Korbball durch eine ältere Dame mit 10 Körben bei 10 Würfen rasch entschieden war. Die Tischtennispartien wurden hochmotiviert gespielt und verlangten den Teilnehmern volle Konzentration ab.

Insgesamt nahmen heuer an die 250 Parkinson und MS-Kranke an den Spielen teil und gilt es den Organisatoren und dem Team höchste Anerkennung auszusprechen – nicht nur für den ordnungsgemäßen Ablauf sondern einmal mehr für die Herzlichkeit der Aufnahme und die zuvorkommende Betreuung.


7 Medaillen

Die Siegerehrung brachte 7 Medaillen für Österreich: bei den Damen gab es 2x Gold im Tischtennis, Silber beim Torschießen und Bronze beim Hockey, bei den Herrn Gold im Torschuss, Bronze beim Hockey und beim Tischtennis.

Herzliche Gratulation den Gewinnern obwohl alle Teilnehmer als Sieger nach Hause fuhren, als Sieger über ihre Erkrankung.

Auf Wiedersehen 2017 in Hodonin zum Jubiläum 10 Jahre Parkinsoniada.

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