08.07.2016, 10:02 Uhr

Wirtschaftskammer berät Start-Ups direkt an Grazer Universität

WKO Präsident J. Herk (m.), Direktor K.-H. Dernoscheg (l.) und Professor A. Gutschelhofer (r.) wollen akademische Start-Ups fördern (Foto: Fischer)

Durch das erste österreichweite Gründungsbüro an einer Universität will die Wirtschaftskammer den Start-Up Gedanken stärken

Die Steiermark soll zum Gründerland Nummer eins werden. Dieses ambitionierte Ziel hat sich die Wirtschaftskammer gesetzt und berät Gründer ab Herbst im ersten österreichweiten Gründungsbüro an einer Universität. Bei steiermarkweit etwa 4.000 Neugründungen jährlich entspricht der Anteil der Gründer mit akademischem Titel rund 10%. Aus diesem Grund will die WKO Uniabsolventen zur Selbstständigkeit ermutigen und sie auf dem Weg dorthin bestmöglich beraten.

Start-Ups in aller Munde

Start-Ups im akademischen Umfeld schaffen durchschnittlich doppelt so viele Arbeitsplätze wie andere Firmengründungen und haben ein hohes Wachstumspotenzial. Darüber hinaus sind sie stark international ausgerichtet und innovativ. WKO Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg sehen das neue Start-up-Paket der Regierung als "einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung", möchten aber auch ihre eigenen Angebote weiter ausbauen und die Aufbruchstimmung bei Firmengründungen im Land nutzen. Gemeinsam mit dem Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Universität Graz unter der Leitung von Professor Alfred Gutschelhofer haben sie das erste österreichweite Gründungsbüro der WKO an einer Universität ins Leben gerufen und stehen potenziellen Gründern direkt vor Ort zur Verfügung. Ziel ist es Bewusstsein für die Selbstständigkeit als Karriereweg zu schaffen.

Gründer brauchen Unterstützung

Viele Faktoren spielen bei der Firmengründung eine Rolle. Gutes Personal und eine gute Idee sind genauso wichtig wie die Finanzierung. Dabei geht es vor allem darum den Gründern durch ein optimiertes Förderwesen und abgaberechtliche Erleichterungen unter die Arme zu greifen. Weiters benötigen sie ein gutes Netzwerk und weniger Bürokratie, wie die Ergebnisse einer qualitativen Studie der FH Campus 02 zeigen. Die WKO will Gründer durch intensive Beratungen und Coachings unterstützen sowie vor allem junge Menschen ermutigen, ein Unternehmen zu gründen. Dabei soll man keine Angst vor dem Versagen haben.
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