28.07.2016, 09:18 Uhr

Wer lässt sich nicht gern "hinters Bild führen"?

Das alte Fürstenfelder Rathaus steht ganz im Bann moderner 3D-Street Art. (Foto: KK)

Von 13. bis 31. August braucht es für originelle Straßenkunst im Zentrum Fürstenfelds den richtigen Blickwinkel.

Im August 2014 widmete sich die Kulturstadt Fürstenfeld als eine der ersten Städte der Region der eindrucksvollen wie publikumswirksamen 3D-Street Art. Damit wurde vor zwei Jahren erstmals auf dem Fürstenfelder Hauptplatz ein lang gehegtes Projekt mit überragendem Erfolg verwirklicht. Die beliebte Kunstform, die in urbanen, öffentlichen Räumen mit großflächigen Installationen immer wieder für Aufsehen, Staunen und Verwunderung sorgt, wird in diesem Sommer noch erweitert. Schauplätze werden neben dem Hauptplatz auch die Straßen der Innenstadt sein. Die raffinierte und durchaus komplizierte Maltechnik lässt Kunstwerke - aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet – dreidimensional erscheinen. In vielen Metropolen sorgt diese Kunst der Täuschung für spektakuläre und einfallsreiche Blickfänge sowie für so manches Kunstvergnügen beim Betrachter.
„Mit dem 3D-Street Art Projekt ist Fürstenfeld im wahrsten Sinne des Wortes um einen interessanten Schauplatz reicher. Ziel ist es, Kunst im öffentlichen Raum zur weiteren Attraktivierung der Innenstadt zu nutzen und für Frequenz zu sorgen. Diese Form der Kunst liefert allein situationsbedingt einen kreativen Unterhaltungswert", zeigt sich Kulturreferent Hermann Großschedl begeistert.

Straßenbilder
Mit Alexandr Alexeev und Wladimir Popow konnte Großschedl erneut die zwei in Fürstenfeld lebenden Künstler für die Projektumsetzung gewinnen. Gleichsam im Duett schaffen die beiden Künstler in sechswöchiger, intensiver und körperlich anstrengender Produktionszeit originelle und beeindruckende Straßenbilder. Aufgebracht werden die überdimensionalen Motive in einem professorischem Atelier mit Spezialfarben auf meterlangen Linoleum-Bodenbelägen. Mehrere hundert Stunden im Künstler-Schichtbetrieb sind für die aufwendige und auch kräftezehrende Produktion erforderlich.
Von 13. August bis einschließlich 31. August können die Straßenbilder in der Fürstenfelder Innenstadt rund um die Uhr bestaunt werden. Die Auswahl der spektakulären, skurrilen und lustigen Motive erfolgt gemeinschaftlich mit den Künstlern und dem Kulturreferat. So begegnet man ab Mitte August einem Krokodil, das lächzend aus dem Boden klettert oder wundert sich, warum Vogel Strauß seinen Kopf nicht in den Sand steckt sondern in den Beton bohrt. Tierisch angekündigt wird das interaktive Kunstereignis von einem schelmischen vierbeinigen Maler auf der Leiter am Gemäuer der Franz Schubert-Musikschule.

Fotografieren erwünscht
Den vollen 3D-Effekt entfalten die Kunstwerke, wenn sie – im besten Fall mit einer Person vor, hinter oder im Motiv - fotografiert werden. Die Motive lassen – je nach Haltung, Dramaturgie und Position – alle Spielarten mit dem Kunstobjekt zu.
Fotos, die per Email an kultur@fuerstenfeld.at gesandt werden, werden veröffentlicht.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.