Landesklinikum Mauer
Klima & Psyche - Fachveranstaltung zu Gesundheit und Klimawandel
- Ärztlicher Direktor LK Mauer Prim. Dr. Christian Korbel, Dr. Ruperta Lichtenecker, Mag.
Marcus Wadsak, DI Maria von Rochow, Pflegedirektor LK und PBZ Mauer Gerhard
Leonhartsberger, MSc, MBA - Foto: LK Mauer/Karl Bachler
- hochgeladen von Eva Dietl-Schuller
Wie beeinflusst der Klimawandel unsere psychische Gesundheit? Dieser Frage widmete sich die Juli-Fachveranstaltung des Landesklinikums. Expertinnen und Experten beleuchteten Zusammenhänge zwischen Klima, Umwelt und Gesundheit.
MAUER/AMSTETTEN. Die monatliche Fachveranstaltungsreihe des Landesklinikums widmete sich im Juli einem Thema, das angesichts der aktuellen Wetterextreme zunehmend an Bedeutung gewinnt: „Klima & Psyche“. Renommierte Expertinnen und Experten beleuchteten dabei die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Umwelt, Gesundheit und seelischem Wohlbefinden.
Neue Herausforderungen
Den Auftakt machte der Ärztliche Direktor, Prim. Dr. Christian Korbel, mit seinem Vortrag. Dabei ging er der Frage nach, wie sich Klimaveränderungen auf die psychische Gesundheit auswirken und welche Herausforderungen die zunehmenden Umweltveränderungen für die Gesellschaft mit sich bringen. Neben Belastungen wie Zukunftsängsten, Unsicherheit und Stress zeigte er auch auf, welche Chancen in einem bewussten und gemeinschaftlichen Umgang mit diesen Entwicklungen liegen.
„Der Klimawandel betrifft längst nicht nur unsere Umwelt, sondern auch unsere psychische Gesundheit. Extreme Wetterereignisse, Zukunftssorgen und gesellschaftliche Veränderungen können Menschen belasten. Umso wichtiger ist es, diese Zusammenhänge offen zu diskutieren, wissenschaftlich einzuordnen und gemeinsam Wege zu finden, wie wir psychisch gesund und resilient bleiben können“, betonte Prim. Dr. Christian Korbel.
Wildnis als Ressource für Mensch und Umwelt
Im Anschluss sprach Maria von Rochow, Forstwissenschaftlerin, Wildnisexpertin und Rangerin im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal, zum Thema „Wildnis und Wir – Mehr Wildnis zulassen, um unsere Ökosysteme und uns zu heilen“. Die Expertin gab spannende Einblicke in ihre Arbeit in einem der bedeutendsten Naturräume Österreichs und erläuterte, warum intakte Ökosysteme und naturnahe Lebensräume nicht nur für die Biodiversität, sondern auch für das menschliche Wohlbefinden von zentraler Bedeutung sind. Besonders die wichtige Rolle des Waldes für Gesundheit, Klima und zukünftige Generationen stand dabei im Mittelpunkt.
Klimawissen statt Mythen
Mit seinem Vortrag „Klimawandel – Fakten gegen Fake und Fiction“ sorgte anschließend der Meteorologe und Buchautor Marcus Wadsak für eine verständliche und faktenbasierte Einordnung des Klimawandels. Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse räumte er mit verbreiteten Mythen auf und zeigte auf, warum sachliche Information und evidenzbasierte Entscheidungen heute wichtiger sind denn je.
Nachhaltiges Gesundheitswesen als Zukunftsaufgabe
Den Abschluss der Veranstaltung gestaltete Mag. Dr. Ruperta Lichtenecker, Leiterin des Kompetenzzentrums Klima und Gesundheit der Gesundheit Österreich GmbH. In ihrem Vortrag „Klimaneutrales Gesundheitswesen“ verdeutlichte sie, welche Maßnahmen Gesundheitseinrichtungen ergreifen können, um nachhaltiger und klimafreundlicher zu werden. Dabei wurde deutlich, dass Klimaschutz und Gesundheitsschutz eng miteinander verbunden sind und eine wichtige Grundlage für ein zukunftsfit gestaltetes Gesundheitswesen bilden.
Die Fachveranstaltung bot den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern spannende wissenschaftliche Einblicke, praxisnahe Perspektiven und wertvolle Denkanstöße. Die monatliche Veranstaltungsreihe des Landesklinikums versteht sich als Plattform für den interdisziplinären Austausch zu aktuellen gesellschaftlichen und gesundheitlichen Fragestellungen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung.
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