04.01.2018, 07:40 Uhr

"Saustall": FPÖ-Kritik an Containerdorf in Mauer

Zerstörte Scheiben: FPÖ-Stadtrat Bruno Weber und FPÖ-Gemeinderat Manuel Dorner üben heftige Kritik an der Betreiberfirma. (Foto: FPÖ)

Freiheitliche sehen "Saustall" und kritisieren das "vergammeln" lassen von Einrichtungsgegenständen.

AMSTETTEN/MAUER. Die Container sind unversperrt, es liegen Tabletten auf dem Boden, es ist dort ein "Saustall", es wird Steuergeld verschwendet, zählt FPÖ-Stadtrat Bruno Weber auf. Das Gelände sei frei zugänglich, jemand könnte zu Schaden kommen - vor allem Kinder, betont Weber.
Auch habe man in der Vergangenheit immer wieder zu Spenden aufgerufen, jetzt werden Räder, Waschmaschinen und Einrichtungsgegenstände einfach weggeworfen oder "vergammeln", kritisiert Weber und meint: "So kann es nicht sein!"

Kaputt und unbrauchbar

"Viele Einheimische hätten sich, gerade zu Weihnachten, bestimmt über solche Dinge gefreut", heißt es von den Freiheitlichen.
"Alles sei unbrauchbar, warum geht man so mit den Sachen um", meint dazu FPÖ-Gemeinderat Manuel Dorner. "Auch Deutschbücher liegen auf dem Boden", sagt Dorner und meint: "Die könnte man auch nach dem ausziehen sicher noch brauchen."
Trotz der Schließung des Containerdorfes und des Auszugs der Flüchtlinge aus Mauer sorgt das Asylquartier weiterhin für Aufregung.

Gerade am Ausräumen

Man wäre gerade mit dem Ausräumen beschäftigt, erklärt Christian Kogler von der Betreiberfirma SLC Europe. Bis Ende Februar hätte man dafür Zeit. Das es nach dem Auszug der Asylwerber Dinge zurückbleiben, sei normal, schließlich würde diese nur jenes mitnehmen, was diese auch künftig benötigen, weiß Kogler aus Erfahrung von der Auflösung anderer Flüchtlingsunterkünfte.

Einfach melden können

"Man hätte auch einfach bei uns melden können", sagt Kogler, "dann wäre alles in kürzester Zeit beseitigt worden", kritisiert Kogler das Vorgehen der Freiheitlichen, die sich an die Medien wandten. Inzwischen fand eine Begehung mit unter anderem mit Kogler selbst und Zuständigen des Landes und des Klinikums statt, erklärt Kogler.

Künftig werden alle Container in Mauer (sowie in Waldheim, wo sich ebenfalls noch Container befinden) verschlossen. Die frei zugänglichen Tabletten wurden mittlerweile entsorgt.
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Hermann Biber aus Scheibbs | 08.01.2018 | 13:05   Melden
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