Pankl setzt ein gewaltiges Ausrufezeichen

Spatenstich für das neue Luftfahrtwerk von Pankl im High-Tech-Park in Kapfenberg. Mit Helga Hess (HL Architekten), Wolfgang Wiesenhofer, Bgm. Kratzer, Landesrat Johann Seitinger, Stefan Pierer (Aufsichtsratsvorsitzender Pankl), Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Wolfgang Plasser (CEO Pankl Racing Systems AG), Christoph Ludwig (SFG), Bernd Ekhart (Geschäftsführer Pankl Aerospace Systems Europe GmbH).
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  • Spatenstich für das neue Luftfahrtwerk von Pankl im High-Tech-Park in Kapfenberg. Mit Helga Hess (HL Architekten), Wolfgang Wiesenhofer, Bgm. Kratzer, Landesrat Johann Seitinger, Stefan Pierer (Aufsichtsratsvorsitzender Pankl), Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Wolfgang Plasser (CEO Pankl Racing Systems AG), Christoph Ludwig (SFG), Bernd Ekhart (Geschäftsführer Pankl Aerospace Systems Europe GmbH).
  • Foto: Katarina Pashkovskaya
  • hochgeladen von Markus Hackl

Pankl baut in Kapfenberg um 30 Millionen Euro ein neues Luftfahrtwerk. Fertigstellung: 2022.

Der Spatenstich für das neue Luftfahrtwerk in Kapfenberg ist gleichzeitig der Startschuss für Pankl, die Sparte Aerospace noch weiter auszubauen, um so die Marktanteile zu vergrößern. Ab 2022 wird die weltweite Luftfahrtindustrie mit komplexen und flugsicherheitsrelevanten Antriebssystemen und -komponenten aus dem Kapfenberger High-Tech-Park beliefert.

„Das Projekt wurde schon im Dezember 2019 eingereicht. Der Spatenstich im Oktober 2020 ist ganz besonders für uns: wir befinden uns mitten in einer globalen Pandemie - dass es uns dennoch möglich ist, in solch einer Zeit dieses Projekt zu realisieren stimmt mich positiv“, so Pankl-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Plasser.

Das neue Aerospace-Werk von Pankl mit 9.000 Quadratmeter Nutzfläche ist für knapp 200 Mitarbeiter ausgerichtet. Mit dem Bau des neuen Werks möchte sich Pankl Aerospace als „One-stop-shop“ in der Herstellung von hochkritischen Wellen des Kerntriebwerks etablieren.
Die geplante Gesamtinvestition für die Errichtung dieser modernen Produktionsstätte beläuft sich auf 30 Millionen Euro. 

Das neue Aerospace-Gebäude von Pankl ist darauf ausgerichtet, dass sämtliche Prozessschritte in der Fertigung der geplanten Luftfahrtkomponenten abgedeckt werden. Um diese Prozesse zu gewährleisten, wurden Konzepte zur Nachhaltigkeit entwickelt, die beim Bau berücksichtigt werden. Fossile Energieträger, wie zum Beispiel Öl oder Gas, werden künftig nicht eingesetzt. Die Heizung und Kühlung des Gebäudes werden über die Wärmepumpe bzw. über VRV- Anlagen erfolgen. Neben einer leistungsstarken Photovoltaik-Anlage wird auch die Dachfläche teilweise begrünt, was sich positiv auf das Raumklima der darunter liegenden Räume auswirkt, aber auch im Sommer für Kühlung und im Winter für Wärmedämmung sorgt. Neben der Energiekosten-Einsparung schont diese Grünfläche auch die Umwelt.

So wird sich das neue Luftfahrtwerk im High-Tech-Park ab 2022 präsentieren.
  • So wird sich das neue Luftfahrtwerk im High-Tech-Park ab 2022 präsentieren.
  • Foto: Pankl Racing Systems
  • hochgeladen von Markus Hackl

„Diese Investition sorgt daher für enorme Zuversicht und ist nicht hoch genug einzuschätzen. Ich danke Stefan Pierer, Wolfgang Plasser und dem gesamten Pankl-Team für dieses starke Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Steiermark“, sagte Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl beim Spatenstich.

„Der heutige Spatenstich für diese Großinvestition der Firma Pankl ist ein Symbol für die Zuversicht, antizyklisches Denken, eine klare Perspektive für die Zukunft und damit die Basis für ein erfolgreiches Comeback nach der Krise“, sagte Landesrat Hans Seitinger.

Kapfenberg-Bürgermeister Fritz Kratzer: „Kapfenberg ist ein Wirtschaftsstandort, auf den gebaut werden kann – auch in Krisenzeiten. Durch die Verstärkung der Pankl-Base in Kapfenberg werden insgesamt 170 Männer und Frauen Arbeit finden. Das neue Luftfahrtwerk von Pankl hebt als Großprojekt der ,Industrie 4.0' die seit Jahrzehnten andauernde, erfolgreiche Zusammenarbeit auf eine neue Stufe.“

„Für uns ist der Bau dieses neuen Werkes eine ,Investition in den Aufschwung,, denn wie wir nach der Finanzkrise vor zehn Jahren gesehen haben, kommt nach jeder Krise wieder eine erfolgreiche Zeit auf uns zu“, erklärte Pankl-Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Pierer.

Stefan Pierer, KTM-Chef und Haupteigentümer der Pankl AG.
  • Stefan Pierer, KTM-Chef und Haupteigentümer der Pankl AG.
  • Foto: Katarina Pashkovskaya
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Im Helikopterbereich beliefert Pankl alle wesentlichen Helikopterhersteller wie Airbus Helikopter, Leonardo, Sikorsky, Bell und auch den österreichischen Drohnenhersteller Schiebel. Pankl-  Triebwerkswellen werden in RollsRoyce-Turbinen im Airbus A350, in der Boeing 787 und in der 777 eingesetzt.

Luftfahrt wird zulegen

Pankl-CEO Wolfgang Plasser im Kurz-Interview:

Wolfgang Plasser, Vorstandsvorsitzender von Pankl Austria, lässt sich auch vom Matsch nicht abbringen.
  • Wolfgang Plasser, Vorstandsvorsitzender von Pankl Austria, lässt sich auch vom Matsch nicht abbringen.
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Wie schnell war man sich einig, das neue Luftfahrt-Werk in Kapfenberg in dieser wirtschaftlich herausfordernden Zeit umzusetzen?
PLASSER: Bis März war alles klar, dann kam Corona. Wir haben die wirtschaftliche Lage neu bewertet und sind zum Entschluss gekommen, das in zweieinhalb Jahren, wenn wir den Betrieb aufnehmen, sich die Luftfahrtbranche erholt haben wird.

Was war ausschlaggebend für die Umsetzung?
In der Vergangenheit waren wir mit der Umsetzung fast immer ein Jahr zu spät dran, diesmal könnte es vom Zeitpunkt gut passen. Zumal die Airlines durch die staatlichen Stützungen gezwungen werden, massiv in die Erneuerung des Fuhrparks zu investieren – mit umweltschonenderen Triebwerken – und da kommen wir mit unseren Antriebswellen ins Spiel

Wäre ein No-Deal-Brexit noch ein möglicher Hemmschuh?
Ganz sicher nicht, obwohl der englische Konzern Rolls Royce einer der wichtigsten Triebwerkproduzenten weltweit ist. Schwieriger könnte es im Motorsport-Segment werden. Da muss stets unter Zeitdruck produziert und geliefert werden. Bei geschlossenen Grenzen könnten Probleme auftreten.

Der nächste Bauabschnitt im High-Tech-Park: wird es die Pankl-Academy sein?
Ja, ganz sicher. Aber nicht zeitgleich. Wir wissen, dass wir ein Objekt für unsere Lehrlingsausbildung und für die Weiterbildung unserer Mitarbeiter dringend benötigen. Aber mit der Planung haben wir noch nicht begonnen. Wir haben auch heuer wieder 30 Lehrlinge aufgenommen und halten aktuell bei 108 Lehrlingen.

Wie gut ist Pankl durch das bisherige Corona-Jahr gekommen?
Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Wir werden übers Jahr gesehen 80 Prozent unseres Umsatzes erreichen. Momentan halten wir bei 90 Prozent, wir waren im Frühjahr – im Kurzarbeitsmodus – aber auch schon bei 20 Prozent unten. Wir kämpfen um eine schwarze Null; nur ein zweiter Lockdown könnte uns die Suppe noch versalzen.

Das neue Getriebewerk konnte man voll hochfahren – ist man in der Vollproduktion angekommen?
Im April und Mai mussten wir das Werk völlig herunterfahren. Seit Juli arbeiten wir aber wieder vierschichtig. Heuer werden wir auf 70.000 Getriebeteile kommen, 2021 steuern wir die Vollauslastung mit 110.000 Stück an. Das Motorradsegment boomt in Corona-Zeiten – vor allem Kleinmotorräder und E-Bikes für Kurzstrecken sind im Trend.

Weitere Infos zu Pankl gibt es hier

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