KSV 1919
Matthias Puschl: "Ich will Tag für Tag für den Fußball leben"
- Matthias Puschl vor dem dicht gefüllten Terminplan der Kapfenberger Sportvereinigung 1919.
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Mit einem 5:3-Sieg sind die KSV-Amateure gegen St. Peter am Kammersberg in die Frühjahrssaison der Oberliga Nord. Der "Neuee" auf der KSV-Trainerbank Matthias Puschl will mit seinem Team die Meisterschaft nochmals spannend machen – mit einem Sieg am 21. März im Murinselstadion gegen den überlegenen Tabellenführer SC Bruck.
FUSSBALL. Im April des Vorjahres, als Matthias Puschl, Offensivspieler der Kapfenberger Sportvereinigung 1919, seinen Vertrag bei den Falken bis 2027 verlängerte, sah es nach einer erfolgreichen Fortsetzung seiner Fußballerkarriere aus. Doch im Jänner dieses Jahres schlug der 28-Jährige neue sportliche Wege ein. Er beendete seine aktive Karriere als Spieler und wurde Cheftrainer der KSV-Amateurmannschaft.
"Es ist alles ziemlich schnell gegangen. Präsident Erwin Fuchs und Geschäftsführer Robert Schäfer haben mich gefragt, ob ich die Trainerposition bei den KSV-Amateuren übernehmen könnte. Der Trainerjob war immer schon mein Ziel. Da mir der Verein eine perfekte Einstiegsmöglichkeit für diesen Beruf geboten hat, habe ich mich dafür entschieden."
Matthias Puschl, Cheftrainer KSV-Amateure
- Matthias Puschl als Trainer der KSV-Zweitligamannschaft nach dem Abgang von Abdulah Ibrakovic.
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Feuerwehr bei den Profis
Ganz unbekannt ist ihm der Trainerjob ja nicht. Nach dem Abgang von Abdulah Ibrakovic Ende April des Vorjahres hat Puschl die abstiegsgefährdete 2.-Liga-Mannschaft gecoacht und souverän den Klassenerhalt geschafft.
Jetzt ist er drei Spielklassen tiefer am Werk und hat die KSV-Amateure auf die Frühjahrssaison in der Oberliga Nord vorbereitet.
Bereit für den nächsten Schritt
"Die Burschen haben vom ersten Tag an richtig Gas gegeben. Jede Einheit wurde mit 100 Prozent absolviert. Wir haben auch bei den Testspielen gute Leistungen gezeigt, haben gegen Regionalliga- und Landesligateams gewonnen. Das zeigt auch, dass man mit der Mannschaft sehr hoch spielen kann. Wir haben jetzt einen Kader vor knapp 27 Spielern, was für eine Amateurmannschaft schon sehr groß ist. Erfreulich ist, dass viele Spieler schon bereit sind, den nächsten Schritt in Richtung Profikarriere zu setzen", analysiert der Cheftrainer.
- Trainingsbesprechung mit dem Amateurteam von KSV 1919.
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Mittelfristige sportliche Ziele
Die Oberliga ist natürlich nicht der Anspruch eines Vereins wie Kapfenberg, der vor einigen Jahren mit der "Ersten" in der Bundesliga vertreten war und mit den Amateuren in der Regionalliga gespielt hat. "Da wollen wir wieder hin", formuliert Puschl das mittelfristige Ziel. Für diese Saison wird's mit dem Aufstieg in die Landesliga wohl schwierig, der SC Bruck wurde mit elf Punkten Vorsprung auf Kapfenberg Winterkönig.
Die ersten Runden werden für die Kapfenberger "Amas" eine echte Standortbestimmung. Am 21. März, steigt um 19 Uhr im Brucker Murinselstadion das Match gegen den überlegenen Tabellenführer SC Bruck. Am 29. März geht's im Waldstadion gegen den aktuellen Tabellensechsten FC Judenburg, am 4. April gegen den ESV Knittelfeld.
"Dann wissen wir, in welche Richtung es für uns geht. Wir hoffen, wir können die Oberliga-Meisterschaft noch spannend machen", sagt Puschl.
- Die Qual der Wahl: Welcher Spieler wird heute einlaufen?
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Stärkung der Nachwuchsarbeit
Im Fokus seiner Arbeit als Amateurtrainer, als administrativer Leiter der Kapfenberger Nachwuchsakademie und – gemeinsam mit Mario Grgic – als Co-Trainer von Ismail Atalan der 2.-Liga-Mannschaft prägt die Weiterentwicklung und Stärkung der Nachwuchsarbeit den Arbeitstag von Matthias Puschl.
"Unser Ziel ist es, die jungen Spieler zu entwickeln. Mir würde das Herz aufgehen, wenn ich jeden Spieler der Amateurmannschaft zu den Profis schicken könnte, denn sie haben das Potenzial. Die Burschen geben viel von ihrer Jugend auf, sie bringen jeden Tag viele Opfer. Ich arbeite mit meinem Co-Trainer Davor Mikulic Tag für Tag daran, dass wir gemeinsam das schaffen."
Traum vom der Deutschen Bundesliga
Die Zukunft soll die Fußballer der Kapfenberger Sportvereinigung wieder in die höchste österreichische Spielklasse führen. Und dort will auch Matthias Puschl als Trainer hin, der bereits das erste Modul für die A-Lizenz absolviert hat: "Jetzt heißt es einmal lernen, lernen, lernen – als hauptverantwortlicher Trainer bei den Amateuren, als Co-Trainer bei den Profis. Irgendwann hoffe ich, Profitrainer in der österreichischen Bundesliga zu sein. Und dann natürlich den Sprung ins Ausland zu schaffen."
- 130 Pflichtspiele hat Matthias Puschl für die Kapfenberger Sportvereinigung 1919 absolviert.
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Mit Michael Gregoritsch, dem Sohn des ehemaligen KSV-Trainers Werner Gregoritsch, hat sich ein ehemaliger Kapfenberger Fußballer in der Deutschen Bundesliga etabliert.
Die Kapfenberger Fans würde es ganz besonders freuen, wenn sie mit Matthias Puschl ihren ehemaligen Teamkapitän und Amateurtrainer dort sehen könnten. Zu wünschen wäre es dem "Puschi".
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