Tragöß-St. Katharein
Helmut Marko baut am Grünen See ein Hotel zum "Abschalten"
- Am Grünen See wird derzeit an der Errichtung eines neuen Hotels gebaut.
- Foto: MeinBezirk/Angelika Kern
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Helmut Marko errichtet am Grünen See ein Hotel mit neun Zimmern. Das Credo: "Natur"; Zielgruppe sind Individualreisende, die Ruhe und Entspannung suchen.
TRAGÖß-ST. KATHAREIN. Wer dieser Tage den Grünen See in der Gemeinde Tragöß-St. Katharein besucht hat, wird möglicherweise enttäuscht worden sein: Derzeit ist nur wenig Wasser zu sehen, dafür sorgt aber ein anderer Umstand für neugierige Blicke: Direkt am See steht ein riesiger Kran und es wird eifrig gebaut.
- Der Ausblick von der Baustelle ist aber auch nicht schlecht.
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Der Grund dafür: Helmut Marko, Jurist, ehemaliger Autorennfahrer und mittlerweile Hotelier, lässt am schönsten Platz am See ein Hotel errichten. "Es wird kein großes Hotel sein. Es wird nur neun Zimmer haben, einen kleinen Wellnessbereich und eine hochwertige Gastronomie mit einem Haubenkoch", beschreibt Marko sein Projekt. Ob die Gastronomie auch für andere Gäste, außer den Hotelgästen zugänglich sein wird, ist derzeit noch Teil eines Gedankenaustauschs zwischen dem Koch und Marko.
Ehemaliges Gasthaus gekauft
Vor knapp drei Jahren hat er das bestehende Gebäude – ein ehemaliges Gasthaus, das aber nur im Sommer betrieben wurde und schon seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb war – von seiner Vorbesitzerin Monika Leisenberger gekauft. "Frau Leisenberger hat mich diesbezüglich kontaktiert, so bin ich überhaupt auf die Liegenschaft gekommen", erklärt Marko, der u. a. in Graz vier Hotels betreibt.
- Es wird bereits eifrig am neuen Hotel am Grünen See gebaut.
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Errichtet wird am Grünen See nun ein "kleines, aber feines Hotel", wie Marko es nennt. "Unsere Zielgruppe sind Individualreisende, die Ruhe suchen und abschalten wollen. Das Credo des Hotels ist 'Natur'. Es soll ein Ort zum Entspannen am Wasser sein und keine Erlebnisgastronomie. Es soll dort einfach die Atmosphäre wirken können." Deshalb ist auch die Architektur eine ganz besondere, wie Marko erklärt: "Mir war wichtig, dass wir das Ganze in die Landschaft einpassen. Das Hotel wird aus Holz, sehr viel Glas und auch sehr hochwertig errichtet. Es ist, wie ich finde, eine sehr attraktive Architektur." Läuft alles nach Plan, soll bis Jahresende alles fertig sein: "Das Wetter in der Region ist aber immer eine Challenge, das merken wir immer wieder", schildert Marko.
Bereicherung für die Region
Begeistert vom Projekt zeigt sich auch Bürgermeister Hubert Zinner: "Für unsere Gemeinde und eigentlich für die ganze Region ist das Projekt eine absolute Bereicherung. Helmut Marko hat angekündigt, dass er die Produkte für die Hotelküche regional, also auch bei unseren Bauern, einkaufen möchte. Das freut uns natürlich ganz besonders." Und er kann auch gleich beruhigen: "Es ist nicht, wie bereits kolportiert, ein Hubschrauberlandeplatz gedacht. Ganz im Gegenteil, Marko ist sehr auf Nachhaltigkeit und Natur bedacht."
- Bürgermeister Hubert Zinner ist über das Projekt in seiner Gemeinde natürlich erfreut.
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Auch von der Architektur zeigt sich Zinner beeindruckt: "Es ist ein sehr moderner Bau, der aber trotzdem gut in die Gegend passt. Ein Teil der bestehenden Gebäude kann erhalten bleiben, ein Teil musste bereits abgerissen werden, da zumindest Teile davon schon über 100 Jahre alt und alles andere als winterfest waren. Die Grundfläche wird sich durch einen Zubau verdoppeln."
- Bei der Baustelle geht derzeit was weiter, mit einem Kran werden die Holzteile eingehoben.
- Foto: Dr. Helmut Marko GmbH
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Für eine geregelte Zufahrt zum künftigen Hotel mitsamt Parkplätzen ist bereits gesorgt und auch rund um den See wurde in Infrastruktur investiert: "Wir haben als Gemeinde schon vor Jahren dafür gesorgt, dass man auch mit einem Kinderwagen oder einem Rollstuhl rund um den See kommt und einen dementsprechenden Rundweg gebaut. Es hat drei Jahre lang gedauert, bis wir dafür alle Genehmigungen hatten; gekostet hat uns dieser Weg 170.000 Euro, mitfinanziert durch Förderungen. Das war alles sehr mühsam, hat sich aber im Endeffekt ausgezahlt", so Zinner.
Möglicherweise weitere Investitionen
Für Helmut Marko findet Hubert Zinner nur lobende Worte: "Er ist sehr oft anwesend und weiß genau, was auf der Baustelle vor sich geht. Er war auch von Anfang an stets bemüht, alles nach Vorschriften zu machen, um sich nicht angreifbar zu machen. Er ist auch sehr interessiert am umliegenden Wald und arbeitet ja auch selber regelmäßig im Wald", weiß Zinner.
- Momentan ist vom Grünen See leider nicht allzu viel zu sehen.
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Ob Marko noch weiter in die Region investieren wird, lässt er offen. "Es kommt immer darauf an, ob etwas in unser Konzept passt. Wir legen großen Wert auf ansprechende Architektur in Kombination mit Kunst; auch hochwertige Kulinarik ist uns sehr wichtig – es muss einfach unique sein, dass es in unser Konzept passt", schließt Marko weitere Investitionen nicht aus.
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