Regen zu spät: Lange Durststrecke für unsere Bauern

Da hilft nichts mehr: Die Kürbisse auf Franz "Boris" Brumens Feld sind der Hitze zum Opfer gefallen.
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"Nur Jammern hilft auch nichts", sagt Franz "Boris" Brumen, Bauer aus Wundschuh beim Lokalaugenschein auf seinen Feldern. "Wir hoffen, dass wir so ein extremes Jahr nicht noch einmal erleben, das hältst du kein zweites Mal aus." Auf den 100 Hektar, auf denen Mais, Kürbisse und Kartoffeln wachsen sollten, bot sich der WOCHE dasselbe Bild wie bei seinen Berufskollegen im Süden: Braune, verbrannte Erde, statt saftiger grüner Felder und Wiesen.
Auf das schlechte Frühjahr, in dem das Hochwasser den Landwirten bereits Ernte wegschwemmte und auch moralischen Tribut forderte, folgte die Rekordhitze. Die Bilanz: Totalausfall beim Mais und 60 bis 70 Prozent Einbußen bei den Erdäpfeln, beim Kürbis wird sich das Ausmaß der Katastrophe erst herausstellen – "Ich habe 150.000 bis 200.000 Euro Schaden".
Zum Vergleich: Letztes Jahr um diese Zeit waren bei den Kartoffeln 70 Prozent der Vertragsware bereits ausgeliefert, jetzt hat Brumen noch keine 10 Prozent geerntet. "Der Boden ist zu hart, die Erdäpfel sind zu klein, ich kann meine Verträge teilweise nicht einhalten."

Investitionen leiden
"Der Landmaschinensektor ist zusammengebrochen, die ganze Wirtschaft leidet mit", spricht Brumen die Folgeschäden an. "Wir Bauern werden nichts mehr investieren und, falls vorhanden, von den Reserven zehren müssen."

Graz-Umgebung – Reich der Bauern

4.018 Bauern gibt es in Graz-Umgebung, davon 1.127 im Vollerwerb.
Die bewirtschaftete Gesamtfläche beträgt 94.751 Hektar, von denen 28.496 auf die 1.037 Bergbauern entfallen.
Die Top-3 beim Viehbestand: 271.434 Stück Geflügel, 32.620 Schweine und 30.359 Rinder

Da hilft nichts mehr: Die Kürbisse auf Franz "Boris" Brumens Feld sind der Hitze zum Opfer gefallen.
Beim Lokalaugenschein in Wundschuh: Sepp Herzog, Franz Brumen und Elisabeth Cernko (v. l.)
Autor:

Elisabeth Kranabetter aus Graz-Umgebung

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