23.12.2017, 09:17 Uhr

Papierkronen unterm Christbaum

Das Tragen der Papierkrone ist Pflicht: Ein typisches britisches Weihnachtsessen – hier sind drei Generationen versammelt. (Foto: Zapletal)

Die Engländer, die spinnen: Weihnachtsbräuche aus Großbritannien.

Die Mürzzuschlagerin Renate Zapletal, eine geborene Lukofnak, lebt seit mehr als 30 Jahren in London; sie ist als Au Pair-Mädchen von Mürzzuschlag aus mit 18 Jahren nach England gegangen und dort „hängengeblieben". Sie ist ein echter Weihnachtsfan und erzählt über gängige Weihnachtsbräuche in England:
Die Vorweihnachtszeit beginnt mit der Auswahl des Weihnachtsbaumes, der bereits oft Anfang Dezember aufgestellt wird.

Weihnachtsbäckerei ist so gut wie unbekannt, als Nachtisch zum Weihnachtsessen wird der Dampf-Plumpudding (Christmas Pudding) serviert. Dieser kann auch mit Brandy "gefüttert" werden.

Weihnachten wird am 25. Dezember im engeren Familienkreis gefeiert. Die Familie versammelt sich oft früh morgens zum Geschenkeaufmachen. Um die Zeit bis zum Christmas Dinner zu überstehen, wird die Dose mit Cadbury Roses geöffnet und Mince Pies gegessen. Das traditionelle Weihnachtsessen besteht aus: Turkey with all the trimmings: gebratener Truthahn mit einer Fülle von Brot, Schweinefleisch, Salbei sowie Rosenkohl, Würstchen im Speckmantel, gebratene Kartoffeln und Yorkshire Pudding. Jede Person erhält dazu einen Christmas-cracker, ein Knallbonbon, der eine Papierkrone, einen Reim oder Witz und ein kleines Spielzeug enthält.

Zur britischen Weihnachtstradition gehört Fernsehen. Um 15 Uhr hält die Queen ihre traditionelle Ansprache, die dieses Jahr zum 40. Mal im Fernsehen ausgetragen wird.
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