14.10.2014, 15:51 Uhr

Steuern gefährden Arbeitsplätze

Bei der Zahlung von Lohnnebenkosten und Abgaben hält Vater Staat gerne die ganze Hand auf. (Foto: Fotolia)

Pro Produktionsstandort Österreich – die Industrie
fordert Reformen.

Österreich ist im internationalen Vergleich ein absolutes Höchststeuerland. Daraus ergibt sich nicht nur eine Belastung für die Menschen, sondern auch ein Wettbewerbsnachteil für heimische Unternehmen aufgrund der enormen Arbeitszusatzkosten. Und Unternehmen, die unter nicht wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen tätig sind, bedeuten vor allem eines: unsichere Arbeitsplätze!

Steuerreform notwendig

„Daher braucht es eine Steuerreform hin zu einem effizienten, schlanken Steuersystem mit einer spürbaren Entlastung für Menschen und Unternehmen“, ist Jochen Pildner-Steinburg, IV-Präsident und Obmann-Stv. in der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer, überzeugt. „Unternehmern ist die Leistung ihrer Mitarbeiter viel wert. Die Kosten für Löhne und Gehälter und deren Nebenkosten sind in vielen Betrieben die höchste Ausgabenposition! Aber was nützt es, wenn von diesen Zahlungen viel zu wenig bei den Mitarbeitern ankommt?“, betont Pildner-Steinburg und liefert dazu auch Fakten: „Von der Lohnerhöhung in der Maschinen- und Metallwarenindustrie im vorigen Jahr hat der Staat mehr als die Hälfte in Form von Steuern und Abgaben kassiert. Das kann doch nicht Sinn einer Lohnerhöhung sein!“

Ausgaben unter der Lupe

„Wir brauchen eine spürbare Entlastung statt eine bloße Umschichtung von Belastungen.“, sagt der steirische Industriepräsident. Der einzig sinnvolle und nachhaltige Weg für eine echte Steuerreform muss daher über die Ausgabenseite führen – über Strukturreformen. „Österreich hat bei Weitem kein Einnahmen-, sondern ein massives Ausgabenproblem. Dort müssen wir ansetzen und etwa die vielen, vielen Vorschläge zur Staatsreform, wie etwa die des Rechnungshofes, endlich umsetzen“, unterstreicht Pildner-Steinburg. Reformkonzepte gibt es genug, bisher ist all das lediglich am politischen Willen und parteitaktischen Interessen gescheitert. Wir brauchen strukturelle Veränderungen, wenn wir Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich halten wollen.
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