28.09.2017, 04:00 Uhr

Wer schafft den Sprung nach Wien?

(Foto: Gina Sanders/Fotolia)

Die Spitzenkandidaten der Regionalwahlkreisliste Hausruckviertel und ihre politischen Ziele.

BEZIRKE (fui). Am 15. Oktober wählt Österreich einen neuen Nationalrat. Die BezirksRundschau hat sich die regionalen Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien genauer angesehen. Von den Listenersten der Regionalwahlkreisliste Hausruckviertel haben drei eine reelle Chance, über ein Direktmandat in den Nationalrat zu gelangen: jene von ÖVP, SPÖ und FPÖ.

SPÖ

Bei der SPÖ findet sich die Welserin Petra Wimmer auf Listenplatz Nummer eins. Sie steht für ein unbesteuertes Einkommen bis 1.500 Euro sowie für leistbare Wohnungen ein. Ihr Motto lautet: "Jeder Mensch verdient ein gutes Leben." Die 51-Jährige ist unter anderem Geschäftsführerin des Sozialen Wohnservice Wels.

ÖVP

Angelika Winzig, aus Vöcklabruck und Spitzenkandidatin der ÖVP, ist Unternehmerin und seit 2013 Abgeordnete zum Nationalrat. Winzig fordert eine große Systemreform: "Oberste Priorität hat für mich die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region. Österreich ist gerade Weltmeister bei der Arbeitszufriedenheit geworden. Das ist eine gute Ausgangsbasis, um an den Rahmenbedingungen für regionale Beschäftigung zu arbeiten."

Grüne

Johannes Wassermair führt die Regionalwahlkreisliste der Grünen an. Der Aschacher studiert Technische Physik an der JKU Linz und ist seit Juni 2017 Bezirkssprecher der Grünen Eferding. "Es kann nicht sein, dass Menschen, die arbeiten, besteuert werden, während die Menschen, für die ihr Geld arbeitet, kaum einen Beitrag leisten müssen. Wir haben eine soziale Marktwirtschaft, damit der Wohlstand in Österreich auch allen zugutekommt. Diese wird aber zunehmend von einem aggressiven neoliberalen Kapitalismus unterwandert", so Wassermair.

FPÖ

Wolfgang Klinger, Transportunternehmer und Bürgermeister von Gaspoltshofen, ist bei der FPÖ erster der Regionalwahlkreis- und der Landesparteiliste. Klinger will umgehende Reformen in der Verwaltung, dem Kammersystem und bei den Sozialversicherungen. Außerdem verlangt er einen Kurswechsel in der Zuwanderungspolitik: Asyl ist Recht auf Zeit, und Österreich muss Österreich bleiben. Außer der wirtschaftlich unumgänglichen sollte es keine weitere Zuwanderung geben", so Klinger.

Neos

Karin Doppelbauer, Spitzenkandidatin der Neos und Bio-Bäuerin aus Kallham, ist seit April 2017 Abgeordnete zum Nationalrat. Ihrer Meinung nach brauche es eine neue Form der Politik: "Neue Politik ist für mich der Einsatz für faire Chancen und ein entschlossenes, gemeinsames Handeln", erklärt Doppelbauer.

Interessante Kandidaten aus Eferding und Grieskirchen
Abseits der Spitzenkandidaten finden sich auf der Regionalwahlkreisliste Hausruckviertel noch andere interessante Persönlichkeiten: Der 20-Jährige Timo Sigl (SPÖ, 11.) ist der jüngste der SPÖ-Kandidaten. Ihm ist vor allem die Bildung ein großes Anliegen. Außer für 5.000 Lehrer zur Verstärkung an den Schulen setzt sich der Gallspacher Schüler für den Ausbau digitaler Kompetenzen ein.
Wilfried Suchy (SPÖ, 3.), Polizeibeamter und Bürgermeister von Meggenhofen, liegt die öffentliche Sicherheit besonders am Herzen. Darüber hinaus sollen die Landgemeinden gestärkt werden.
Georg Hötzmanseder (Grüne, 5.), Jurist und Sprecher der Grünen Schlüßlberg, setzt sich politisch für mehr Solidarität ein. Der Schutz unseres Lebensraumes ist für ihn das weitere große Zukunftsthema.
Die Baumeisterin Renate Stogmeyer (ÖVP, 3.) ist seit acht Jahren Vizebürgermeisterin in Scharten und engagiert sich im Wirtschaftsbund und bei den ÖVP-Frauen Eferding. Sie fordert einen Bürokratieabbau in den Schulen: "Unsere Jugend braucht eine gute Ausbildung, ihre Bildung ist ihre Chance am Arbeitsmarkt." Barbara Beham (ÖVP, 5.) sammelte bereits als parlamentarische Mitarbeiterin bei Wolfgang Großruck und an der Seite von Paul Rübig am Europäischen Parlament einiges an politischer Erfahrung. Beham fordert eine Stärkung der Region und moderne Bildung. Mit 21 Jahren zählt Fabian Grüneis (ÖVP, 16.) zu den jüngsten Kandidaten im Hausruckviertel. Der Waizenkirchner will den ländlichen Raum stärken und verlangt das Ende weiterer Schulden.

Alle Infos rund um die Wahl finden Sie auf unserer Themenseite: meinbezirk.at/wahl17
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