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Große Freude über den Sieg beim Regionalitätspreis 2026 in der Kategorie „Umweltschutz & Ressourcenmanagement" bei Johann Winkler (2. v. links) und den Vereinsmitgliedern. Gratulation kam von Salzburg-AG Vorstand Herwig Struber (rechts).
Der Sieg beim Regionalitätspreis 2026 in der Kategorie „Umweltschutz und Ressourcenmanagement" geht an den nördlichen Flachgau.
ST. GEORGEN, SALZBURG. Der Sieg beim Regionalitätspreis 2026 in der Kategorie „Umweltschutz & Ressourcenmanagement" geht an das Projekt mit dem Namen „Mehr Biodiversität für die Obere Moosach" des Vereins zur ökologisch orientierten Bewirtschaftung von Gewässern mit Obmann Johann Winkler.
Die Geschäftsführerin des Vereins Leader Flachgau-Nord Cathrine Maislinger mit Obmann Johann Winkler an der oberen Moosach.
„Wir setzen uns für den Schutz, für die Erhaltung und die ökologische Entwicklung der heimischen Gewässer ein. Aktuell arbeiten wir gemeinsam mit dem Fischerverein Obere Moosach am grenzüberschreitenden Leader-Projekt „Mehr Biodiversität für die obere Moosach“. Es geht dabei um die Wiederansiedlung ursprünglicher, heimischer Fischarten wie der salzachstämmigen Bachforelle, der Äsche und der Aalrute. Hierzu werden die laichfähigen, noch vorhandenen Fische gefangen und zur Aufzucht ins Bundesamt für Wasserwirtschaft gebracht. Dort werden die Fische abgestreift und befruchtet. Danach erfolgt die Verbringung dieser im Augenpunktstadium in die obere Moosach mittels Brutboxen. Das heißt, die Fische schlüpfen in der Moosach. Die Entwicklung der Fische im ursprünglichen, heimischen Gewässer ermöglicht die Anpassung entsprechend der regionalen Gegebenheiten des Habitats, zum Beispiel an die Wassertemperatur, Fressfeinde und den Sauerstoffgehalt."
Dabei gehe es besonders stark um Nachhaltigkeit, Naturnähe und Zukunftsorientierung.
Bei der Arbeit an der oberen Moosach in St. Georgen.
„Unsere Arbeit verbindet Forschung, Artenschutz und Umweltbildung – mit konkreten Maßnahmen wie der Verwendung von Brutboxen, dem Aufbau von Monitoring-Systemen und einem starken Fokus auf Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und mit der lokalen Bevölkerung. Gemeinsam mit unseren Partnern aus der Wissenschaft, der Fischerei und der Umweltbildung wollen wir zeigen, dass nachhaltige Flussbewirtschaftung möglich ist – und sie einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität, zur Klimaresilienz und zum Umweltbewusstsein in der Region leisten kann."
Ein wichtiger Teil des Projekts ist laut Winkler außerdem die Öffentlichkeitsarbeit, um ein Umdenken in den Vereinen sowie in der Bevölkerung zu fördern. Zu diesem Zweck ist die Kooperation mit Bildungsvereinen und Schulen beidseits der Moosach geplant.
Gefördertes Leader-Projekt
Ein Projekt an der oberen Moosach im nördlichen Flachgau.
Auch Cathrine Maislinger, die Geschäftsführerin von Leader Flachgau-Nord freut sich darüber, dass
„dieses Biodiversitätsprojekt einer Region innerhalb zweier Leader-Regionen zugutekommt und wir dieses fördern dürfen."
Beim Projekt „Mehr Biodiversität für die obere Moosach“ handelt es sich laut Maislinger nämlich auch um ein Kooperationsprojekt zwischen Leader Flachgau-Nord und dem LAG Oberinnviertel Mattigtal.
Zur Projekt-Einreichung
Der Obmann-Stellvertreter des Vereins Christopher Bergmann mit einer der Brutboxen.
Foto: Verein zur ökologisch orientierten Bewirtschaftung von Gewässern
„Es ist außergewöhnlich, da es sich zum Ziel gesetzt hat, das heimische Ökosystem in sich selbst zu stärken, damit es mit den sich verändernden Umwelteinflüssen zurechtkommt. Dabei stehen grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Generationenarbeit und nachhaltiges Handeln im Vordergrund. Es sollen bestehende Fischarten erhalten und gestärkt werden, damit sie auch in Zukunft in ihrem natürlichen Umfeld in ausreichender Menge vorkommen. Zudem ist das Projekt so aufgestellt, dass es diesen Ansatz nicht nur in der eigenen Projektregion verbreitet, sondern auch zum Beispiel landesweit Fischereivereinen oder Bildungseinrichtungen Material und Wissen zur Verfügung gestellt werden, um einen überregionalen Mehrwert des Projekts voranzutreiben."
Über den Verein zur ökologisch orientierten Bewirtschaftung von Gewässern sagt Winkler abschließend:
„Umweltbildung ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Mit Projekten in Kindergärten, Schulen und bei Ferienprogrammen fördern wir das Verständnis für Flussökosysteme."
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