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Kürzlich feierte Erzbischof Franz Lackner gemeinsam mit dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, besser bekannt als die Grabesritter, eine heilige Messe in der Wallfahrtsbasilika Maria Plain nahe Salzburg.
BERGHEIM, SALZBURG. Im Rahmen der jährlichen Sommerwallfahrt des Ordens wurden der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl sowie der Rektor des österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem, Franz Xaver Brandmayr, vom Großprior von Österreich, Erzbischof Lackner, feierlich in den Ritterorden investiert (aufgenommen). Der Orden setzt sich insbesondere für notleidende Christen im Heiligen Land ein.
„Wir sind weltweit Schwestern und Brüder. Daher dürfen und müssen wir uns den Getauften im Heiligen Land besonders nahe wissen. Die Grabesritter sind hierfür bekannt“
betonte Bischof Krautwaschl anlässlich seiner Investitur.
„Der Ritterorden vom Heiligen Grab leistet wirklich großartige Arbeit für die Christen im Heiligen Land. Angesichts der aktuellen Situation müssen die Menschen dort ausharren und leben in der ständigen Gefahr, zwischen den Fronten zerrieben zu werden. Es freut mich wirklich sehr, dass unser Orden um zwei so verdiente Persönlichkeiten gewachsen ist“
Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem geht auf eine mittelalterliche Tradition zurück, bei der adelige Pilger am Heiligen Grab in Jerusalem zum Ritter geschlagen wurden. Heute ist er eine internationale, überwiegend von Laien getragene katholische Gemeinschaft von Frauen und Männern, die sich für die Unterstützung der Christinnen und Christen im Heiligen Land einsetzt. Weltweit zählt der päpstliche Orden rund 30.000 Mitglieder in 44 Ländern, in Österreich gehören ihm etwa 550 Personen an. Die Ordensmitglieder fördern zahlreiche Projekte, darunter Schulen, Spitäler und soziale Einrichtungen, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der christlichen Präsenz im Heiligen Land.
Zu den Mitgliedern zählen sowohl Geistliche als auch Laien aus unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen. Unter den geistlichen Mitgliedern finden sich neben Erzbischof Franz Lackner unter anderem Kardinal Christoph Schönborn, Bischof Alois Schwarz, Militärbischof Werner Freistetter, Altbischof Paul Iby sowie zahlreiche Äbte. Die große Mehrheit der Ordensangehörigen sind jedoch engagierte Laien, die ihr christliches Leben bewusst gestalten und sich den Menschen im Heiligen Land in besonderer Weise verbunden wissen.
Über Franz Xaver Brandmayr
Franz Xaver Brandmayr (70) wird mit 1. September 2026 neuer Rektor des österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem. Der Priester der Erzdiözese Wien war von 2008 bis 2020 Rektor des päpstlichen Instituts Santa Maria dell’Anima in Rom und anschließend Dompropst in Wiener Neustadt. Zuvor wirkte er von 1993 bis 2008 als Seelsorger in der Wiener Pfarre St. Gertrud/Währing sowie als Richter am Diözesan- und Metropolitangericht. Darüber hinaus war Brandmayr maßgeblich an mehreren Seligsprechungsverfahren, unter anderem für Petrus Pavlicek, Hildegard Burjan und Kaiser Karl I. beteiligt und bringt damit umfassende pastorale, kirchenrechtliche und internationale Erfahrung in seine neue Aufgabe im Heiligen Land mit.
Über Diözesanbischof Krautwaschl
Wilhelm Krautwaschl ist seit dem 14. Juni 2015 Bischof der Diözese Graz-Seckau und trägt den Wahlspruch „Deus Caritas est“ („Gott ist Liebe“). Nach seiner Schulzeit in Gleisdorf studierte er Theologie an der Universität Graz, promovierte in Moraltheologie und wurde 1990 zum Priester geweiht. Er wirkte als Kaplan in Hartberg, war Seelsorger und Pfarrer in Knittelfeld und Bruck an der Mur sowie ab 2006 Regens des bischöflichen Seminars und des Augustinums in Graz. Darüber hinaus war er Richter am Diözesangericht, Diözesandirektor des Canisiuswerks und in verschiedenen Bereichen der Berufungs- und Liturgiepastoral tätig. Geistlich ist er der Fokolar-Bewegung verbunden. In der österreichischen Bischofskonferenz verantwortet er unter anderem die Bereiche Bildung, Schule und Laienapostolat und steht der Katechetischen Kommission vor.
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