Das Naturschutzgebiet Hamerauer Moor
Ein Naherholungsgebiet mit "Tiefgang"

- Das Naturschutzgebiet Hamerauer Moor zwischen der Glan und der Moosstraße an der Salzburger Stadtgrenze
- hochgeladen von Tatjana Rasbortschan
Die Stadt Salzburg war vor langer Zeit von Mooren umgeben, eines davon ist das Hamerauer Moor, das sich bis zur Stadtgrenze zu Grödig/Glanegg erstreckt. Das Naturschutzgebiet ist ein schöner Naherholungsraum zwischen der renaturalisierten Glan und der Moosstraße. Leider sind viele Moorflächen dem beliebten Torfstich zum Opfer gefallen, denn Torf wurde sowohl zum Heizen, als auch für Kurbäder verwendet. Das Kurhaus Marienbad gegenüber der Marienkirche wurde 1855 ein wichtiger Gesundheitstreff für rheumatische- und Hauterkrankungen. Heute ist die American School im Gebäude.
Die Moor-Erde, die gerne auch als "schwarzes Gold" bezeichnet wird, wird immer noch für Therapien im Paracelsusbad in der Stadt Salzburg verwendet.
Der Torfabbau ist nur mehr begrenzt erlaubt
Da es sich bei Mooren um unwiederbringliche Landschaftformen handelt, ist der Torfabbau heute nicht mehr unbegrenzt erlaubt und das Gebiet geschützt. Sollten unabwendbare Eingriffe gemacht werden müssen, sollen diese naturverträglich gestaltet werden. Das Moor besitzt eine Vielfalt von Pflanzen und Tierarten, die in keinem anderen Habitat leben können. Darum ist es besonders wichtig, auf den Wegen zu bleiben um nicht in die Vegetation zu schädigen. Außerdem ist ein Moor mit seinen wuchernden Erikastauden und Moorlöchern sowieso gefährlich, denn so Mancher ist schon in einem dunklen Moorloch verschwunden;-)!
Das Moor auf der Bühne
Ein besonderer Einsatz bot sich für das geschützte Moor letztes Jahr (2021) in Salzburg auf der Bühne in der Felsenreitschule, denn es wurden 20 Tonnen Moor als Bühnenboden für die Inszenierung von Macbeth verwendet. Behutsam wurde es im Hamerauer Moor abgetragen und nach der Vorstellung wieder zurück gebracht.
(siehe unter: https://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/c-lokales/20-tonnen-moor-dienen-als-buehnenbild-fuer-das-landestheater_a4935097)
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