25.11.2014, 13:16 Uhr

Feuerwehrfreundliche Betriebe 2014

LH Wilfried Haslauer, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter, WKS Präsident Konrad Steindl übergeben die Auszeuchnung an den Golf und Country Club Gut Altentann in Henndorf (FF Henndorf). (Foto: LMZ/Franz Neumayr)
FLACHGAU (fer). Zwölf Salzburger Firmen wurden am 24. November mit dem Feuerwehr-Award 2014 als feuerwehrfreundliche Betriebe ausgezeichnet: Aus dem Flachgau sind es die J.u.A. Frischeis GmbH in Bergheim, die Schildersysteme GmbH in Oberndorf und der Golf und Country Club Gut Altentann in Henndorf. Der Feuerwehr-Award wird alle zwei Jahre vergeben.
2013 wurden mehr als 1,2 Millionen Stunden von den Feuerwehren im Bundesland Salzburg geleistet. "Die Einsatzerfordernisse halten sich aber leider nicht an die Betriebszeiten. Deshalb gab es auch heuer wieder sehr viele Einsatz- und Ausbildungsstunden der Feuerwehren, die nur dadurch möglich wurden, dass verantwortungsvolle Arbeitgeber mit Gemeinschaftssinn ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch während der Arbeitszeit in den Einsatz gehen ließen", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer gestern bei der Verleihung des Feuerwehr-Awards in der Salzburger Residenz. "Solche Einsätze konnten in Katastrophenfällen oder bei Auslandseinsätzen auch mehrere Tage ausmachen."


Vorteile für Feuerwehrleute und Unternehmen

Die Unterstützung und Förderung der Feuerwehrarbeit durch die Betriebe bestehe im Kern aus der Freistellung von Mitarbeitern sowie in materieller Unterstützung, etwa beim Kauf von Einsatzgerät. "Dem stehen ebenso konkrete Vorteile für die Unternehmen gegenüber", so Haslauer. "Feuerwehrleute sind belastbarer und reagieren in Extremsituationen richtig, sind in Erster Hilfe und Löschhilfe ausgebildet, zeigen Gefahren im Betrieb auf, sind teamfähig und Vorbilder für jüngere Arbeitskräfte, verfügen über ein strukturiertes und analytisches Denkvermögen, verhalten sich kameradschaftlich, zeigen Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung und setzen ihr bei der Feuerwehr erlerntes technisches Wissen jederzeit zum Vorteil des Betriebes ein."
Die Partnerschaft nach den Prinzipien der Solidarität und der Kooperation funktioniere nur auf Gegenseitigkeit, so Haslauer, der dies das "gesamtgesellschaftliche Versicherungsprinzip" nannte. Die Feuerwehren seien rund um die Uhr und flächendeckend in allen Gefahrensituationen verlässliche Partner, aber auch auf die Partnerschaft anderer angewiesen, wie zum Beispiel auf die Gemeinden, auf das Land als Gesetzgeber und Subventionsgeber, auf die Allgemeinheit und auf die Unternehmen.

Regional verwurzelt und gesellschaftlich engagiert

"Die ausgezeichneten Unternehmen zeigen, wie regional verwurzelt und gesellschaftlich engagiert viele Salzburger Betriebe sind", betonte Landeshauptmann Haslauer. "Oftmals sind es Kleinbetriebe, für die es besonders schwierig ist, auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im freiwilligen Feuerwehreinsatz und bei Alarmausrückungen zu verzichten. Nur gemeinsam können die vielen Aufgaben der Feuerwehren bewältigt werden. Betriebe, Arbeitgeber, Gemeinden und das Land Salzburg arbeiten mit dem Landesfeuerwehrverband im Dienste der Gemeinschaft und der Sicherheit. Ohne das freiwillige Engagement und die Bereitschaft der Zusammenarbeit wäre vieles nicht möglich."
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