01.02.2012, 00:00 Uhr

Mehr Kontrollen bei Radlern

„2011 gab es sehr viele Unfälle in Ortsgebieten“, sagt Verkehrsreferent Roland Jäger vom Flachgauer Bezirkspolizeikommando.

Unfallbilanz: Weniger Alkohol am Steuer, mehr Zweiradunfälle und B 156 wird unter die Lupe genommen.

FLACHGAU (grau). 508 Verkehrsunfälle gab es laut Kuratorium für Verkehrssicherheit von Oktober 2010 bis Oktober 2011 im Flachgau. Ein Jahr zuvor waren es 515. Nach der Stadt Salzburg mit 933 Unfällen gab es im Bezirk weniger Unfälle als im Vorjahr, aber mehr als im Rest des Bundeslandes. „Im Flachgau ist das Straßennetz am größten“, begründet Verkehrsreferent Roland Jäger vom Bezirkspolizeikommando Salzburg-Umgebung.

Gefahrenquellen im Flachgau
Schwere Verkehrsunfälle häufen sich vor allem auf der Lamprechtshausener Straße (B 156), der Mattseer Straße (L 101) und der B1 (Wiener Straße). Zu den meisten Unfällen führt überhöhte Geschwindigkeit. „Bei den Unfällen mit Verletzungen bzw. tödlichem Ausgang sind am häufigsten Lenker zwischen 17 und 25 Jahren betroffen. Wenn die Erfahrung fehlt, ist die Geschwindigkeit oft zu hoch“, sagt Jäger.

Die Straßen werden regelmäßig, vor allem nach Unfällen, auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüft. „Die L 101 ist kein Problem, wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält und seinen Fahrstil an die Witterung anpasst“, sagt Jäger. Die B 156 allerdings steht heuer im Fokus straßenbaulicher Verhandlungen. „Im Frühling wollen wir gemeinsam mit BH, KfV und Sachverständigen beraten, ob man durch Veränderungen eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation erreicht.“

Gestiegen ist die Zahl der Zweiradunfälle. „Das liegt vermutlich daran, dass die Saison so lange war. Es war schon früh warm und kaltes Wetter im Sommer hält keinen vom Motorrad-, Moped- oder Radfahren ab.“

Aus diesem Grund haben Jäger und seine Kollegen die Überwachung der Zweiradlenker zum Schwerpunkt 2012 erklärt. „Wir werden nicht nur Geschwindigkeiten überprüfen, sondern auch die Radfahrer kontrollieren“, sagt Jäger. „Oft mangelt es an der Beleuchtung und an der Kleidung. Mir kommt auch vor, dass die Radfahrer etwas lockerer mit Verkehrsregeln umgehen als die Autofahrer. Zum Beispiel wird nicht selten Rotlicht missachtet und vielfach wird zu wenig geschaut. Damit sind sie enormer Gefahr ausgesetzt. Das Rad bietet keinen Schutz.“

Unfälle mit Personenschaden in Flachgauer Ortsgebieten sind im Vorjahr um 18 Prozent gestiegen. „Im Freiland gingen sie um 13 Prozent zurück“, sagt Jäger. „Die Zahl der Unfälle unter Alkoholbeeinträchtigung sinkt konstant. 2011 ereigneten sich im Flachgau sieben Prozent weniger als 2010. Allgemein ist zu sagen, dass die Flachgauer ein sehr großes Bewusstsein in Sachen Straßenverkehr haben. Die, die sich an Regeln halten, sind auf jeden Fall in starker Mehrheit.“
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