13.11.2017, 13:25 Uhr

Theresia Zettl war 25 Jahre Tagesmutter

(Foto: KK)
Theresia Zettl aus Hirnsdorf, Gemeinde Feistritztal, beendet nach 25 Jahren ihre Tätigkeit als Tagesmutter. Sie blickt auf eine intensive und erfüllende Zeit zurück. „Jedes Kind war einzigartig, und meine Kreativität im Umgang mit den Kleinen war jeden Tag gefordert.“
In den vielen Jahren betreute Theresia Zettl insgesamt 64 Tageskinder, davon einige Kinder mit Behinderungen. „Die meisten Kinder waren zwei bis drei Jahre bei mir, ein Kind begleitete ich sogar insgesamt neun Jahre“, erzählt sie begeistert.

Aus der anfänglichen Motivation, bei den eigenen Kindern zuhause bleiben zu können und Spielgefährten für ihre Töchter zu haben, wuchs mit den Jahren das Bewusstsein für eine achtsame, wertschätzende und ganz individuelle Betreuung und Begleitung von Kindern. Für Theresia Zettl war es immer wichtig, dass sich die Tageskinder bei ihr wohlfühlen: „Wenn die Kinder in der Früh schon mit strahlenden Augen zur Tür hereinspazierten, wusste ich, es passt, was ich tue.“ Den Eltern wollte sie immer das sichere Gefühl geben, dass die Kinder bei ihr gut betreut sind und Eltern beruhigt arbeiten gehen können. Ein entspanntes Kind beim Abholen war dann die Bestätigung.

Bei Theresia Zettl konnten die Kinder den Garten ganz für sich bis in den letzten Winkel entdecken. Im Herbst wurde gemeinsam ein riesiger Laubhaufen zusammengerecht und anschließend nach Lust und Laune hineingesprungen, es wurden Ausflüge mit dem Bollerwagen zu Ziegen und Hühnern gemacht, und sogar Erdkröten aus dem Sandkasten gerettet, Radfahren gelernt und lustige Wettfahrten mit den Bobby-Cars in der Einfahrt veranstaltet.

Theresia Zettl war es als Tagesmutter stets wichtig, die Kinder zu stärken. Besonders in der Zeit der Eingewöhnung bei der Tagesmutter hat sie die Kinder ermutigt. „Ihr seid so tüchtig und tapfer, dass ihr es schafft, alleine bei mir zu sein.“ Und es hat funktioniert.

Wichtig war Theresia Zettl das selbständige Arbeiten, einfach „seine eigene Chefin zu sein“. Gleichzeitig hat ihr der Austausch mit den Kolleginnen zu Problemen und Herausforderungen im Beruf bei den Supervisionsrunden gut getan.
Ein Highlight in den 25 Jahren war für sie die Weiterbildung zur MIKADO-Tagesmutter nach zehn Jahren Tätigkeit. „Die Möglichkeit, dadurch Kinder mit Behinderung betreuen zu können, war Motivation und Wertschätzung für meinen Beruf.“

Auf die Frage, was ihr am meisten fehlen wird, wenn sie in Pension geht, antwortet Theresia Zettl: „Die strahlenden Augen und das Lachen der Kinder!“

Das Interview mit Theresia Zettl führte Sabine Prettenhofer, Leiterin der Regionalstelle Gleisdorf.
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