Imster Autorin Angelika Polak-Pollhammer präsentierte Lyrikband „fiarn wind gnuag platz darzwischn"

Angelika Polak-Pollhammer präsentierte ihren Lyrikband  „fiarn wind gnuag platz darzwischen" in der Imster Buchhandlung Tyrolia.
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IMST(alra). Die Autorin Angelika Polak-Pollhammer hat vor wenigen Tagen im Rahmen einer Lesung ihren Lyrikband „fiarn wind gnuag platz darzwischn" vorgestellt. Das Buch ist das erste eigenständige Werk der Autorin, die seit Jahren durch zahlreiche Veröffentlichungen, Lesungen und auch Aktivitäten mit dem Wortraum die heimische Literaturszene aktiv mitgestaltet.

Die Lesung fand am 14. Juni in der Buchhandlung Tyrolia in Imst statt, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Stadträtin Martina Frischmann sprach zur Begrüßung und gratulierte der Imster Autorin zum Werk und vor allem zur Fähigkeit mit wenigen Worten viel Gefühl zu vermitteln. Die bekannte Schriftstellerin Annemarie Regensburger, eine langjährige Weggefährtin und auch Mentorin von Angelika Polak-Pollhammer, gestaltete die einleitenden Worte. Sie gewährte berührende und tiefsinnige Rückblicke und Einblicke und verknüpfte die Worte des Buchtitels, „fiarn wind gnuag platz darzwischen", mit einer Umschreibung zur Autorin. „Wer sich im Literaturbetrieb Platz verschaffen will, braucht Talent, Ausdauer und Selbstbewusstsein," so Regensburger, die das Talent von Angelika Polak-Pollhammer vor langem erkannte.

Vor zehn Jahren ist die Schriftstellerin im Rahmen einer Schreibwerkstätte auf Angelika Polak-Pollhammer aufmerksam geworden. Regensburger ermunterte zum Schreiben im Dialekt, da sich besonders Emotionen und sprachliche Feinheiten in der Mundart verdeutlichen lassen. Angelika Polak-Pollhammer begann sich vermehrt mit dem Dialekt zu beschäftigen und ihre sozialkritischen Themen erhielten in den vielen Nuancen, abseits der Schriftsprache, den präzisen Feinschliff. Als der Wortraum, die von Annemarie Regensburger gegründete Plattform für Oberländer Autorinnen, 2010 neu aufgestellt wurde, stieß Angelika Polak-Pollhammer zum Team und prägte die Geschicke des Vereins nachhaltig durch literarisches und organisatorisches Engagement. Mittlerweile ist sie als Obfrau der regen Literatinnen tätig.

Über die Jahre veröffentlichte die Autorin in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien. Mit Annemarie Regensburger schrieb sie das Buch „Ehe der letzte Schornstein fällt. Südtiroler Familien und ihr fremdes Zuhause", das 2014 erschien. 2016 folgte „eppes tuet sig - neue Tiroler Dialektgedichte", gemeinsam mit Maria Koch und Ingeborg Schmid-Mummert und 2017 wurde mit Beiträgen von allen neun Wortraum Autorinnen „Reifes Korn keimt aufs Neue. Psalmen neu interpretiert" veröffentlicht. Im selben Jahr wurde die Literatin mit dem Karl-Pömer-Preis des Stelzhamerbund für „neue Mundart" ausgezeichnet.

Mit dem ersten eigenständigen Lyrikband, der im Kyrene Verlag erschienen ist, setzt Angelika Pollak-Pollhammer ihre Beobachtungen und Erfahrungen um. Sowohl die menschlichen, die sie an der Oberfläche des offensichtlichen kratzen lassen, um den Blick in die Tiefe zu lenken, als auch die literarischen, die sich in der Reife ihres Sprachgefühls festmachen. Die Autorin will der Schriftsprache und dem Dialekt gleichwertige Bedeutung zukommen lassen und so sind die Gedichte in ihrem Buch auch in beiden Formen veröffentlicht.

Die Lesung gliederte sich in Texte, die sich mit dem Frausein in allen Facetten, mit Beziehung, Partnerschaft und Abschied beschäftigten. Auch Beobachtungen der Natur, in deren zyklischen Abläufen Angelika Polak-Pollhammer viele Parallelen zum menschlichen Lebenskreislauf wahrnimmt, finden sich in ihren Gedichten wieder. Dass ausgerechnet das Gedicht aus dem der Titel des Buches stammt, die englische Überschrift „two people" und den Titel in Mundart „zwoa menschn" trägt, lässt erahnen, wie sehr sich die Lyrik der Imster Autorin an ihren Empfindungen nährt. Angelika Polak-Pollhammer will sich im Sprachgebrauch, wie im Denken keine Grenzen setzten und folgt intuitiv dem, was am intensivsten auszudrücken vermag.

Der Abend ließ nicht nur Platz für den „Erstauftritt" des Buches, auch der musikalische Teil war eine Premiere. Mit „Auditory Message Unplugged“ bewiesen sich vier junge und vielversprechende Talente erstmals als Acoustic-Band. Mit anspruchsvollen Titeln, die sich sehr stimmig in die Lesung einreihten, begeisterten - Lorenz Polak, der älteste Sohn der Autorin, am Gesang, Marius Haid am Cajon, Simon Lerchbaumer und Jakob Ruetz an der Gitarre - das Publikum.

Autor:

Alexandra Rangger aus Imst

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