Österreichischer Alpenverein
Der Berg ruft: Sicherheits-Empfehlungen für Frühjahrstouren

Beim Wandern in höheren Lagen ist auch beim Überqueren von Altschnee-Feldern besondere Vorsicht geboten.
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  • Beim Wandern in höheren Lagen ist auch beim Überqueren von Altschnee-Feldern besondere Vorsicht geboten.
  • Foto: Alpenverein-Larcher
  • hochgeladen von Laura Sternagel

Die Temperaturen werden endlich wärmer und locken Wanderer, Kletterer und Mountainbiker wieder in die Berge. Der Österreichische Alpenverein gibt Empfehlungen für einen sicheren Saisonstart und macht auf mögliche Gefahren aufmerksam.

TIROL. Die Tage werden wärmer, der Schnee schmilzt nun auch in höher gelegenen Gebieten und Flora und Fauna erwachen aus ihrem Winterschlaf. Kurz gesagt: Der Frühling ist da und zieht Bergsportler zu ersten Aktivitäten ins Gelände. Dabei gibt es zahlreiche Risikofaktoren, die im Rahmen der ersten Frühjahrstouren zu beachten sind. Der Österreichische Alpenverein macht auf diese Gefahrenquellen aufmerksam und entgegnet ihnen mit Empfehlungen und Sicherheitstipps:

Ausrüstungs-Check als Grundvoraussetzung

„Das regelmäßige Überprüfen der Ausrüstung ist eine wichtige Voraussetzung für Bergsportler. Kletterer und Klettersteigfans sollten vor dem ersten Einstieg am Fels ihre Sicherheitsausrüstung, mittels Funktions- und Sichtkontrolle überprüfen“, betont Michael Larcher, Leiter der Bergsport-Abteilung im Österreichischen Alpenverein. Larcher empfiehlt, Textilprodukte wie beispielsweise Seile und Gurte, spätestens nach 10 Jahren auszutauschen – bei häufigem Einsatz entsprechend früher. Auskunft über die vorgesehene Lebensdauer von sicherheitsrelevantem Equipment enthält die jeweilige Gebrauchsanleitung.
Auch Wanderer sollen laut Alpenverein auf die Bergtauglichkeit ihrer Ausrüstung achten. „Das passende Schuhwerk mit rutschfester Profilsohle ist natürlich ebenfalls eine Grundvoraussetzung für eine sichere Tour“, erklärt Larcher. „Nie vergessen sollten Bergsportler auch ihr Mobiltelefon, ein Erste-Hilfe-Set sowie einen entsprechenden Kälte-, Regen- und Sonnenschutz. In den Rucksack gehört auch ausreichend zu Trinken.  Weiters empfiehlt Larcher die Mitnahme einer Alu-Rettungsdecke sowie sogenannter Spikes, das sind Schneeketten für die Bergschuhe. Karten und entsprechende GPS-Systeme können ebenfalls hilfreich sein. Bei längeren Bergtouren ist ein Biwaksack nützlich.

Realistische Einschätzung: Was kann ich, was weiß ich?

Die Einschätzung des eigenen Know-hows im Gelände ist eine weitere Basis für ein sicheres Bergerlebnis. Michael Larcher weiß: „Leider wird das eigene Können oft überschätzt. Eine Überforderung mit der jeweiligen Situation am Berg kann verheerende Auswirkungen haben. Deshalb ist es essentiell, ehrlich zu sich selbst zu sein und die eigenen Grenzen zu kennen.“ Das Kursangebot des Alpenvereins kann laut Larcher dabei nicht nur für Fortbildungszwecke, sondern auch zum Auffrischen des eigenen Wissens genutzt werden.

Der Winter – ein Gast, der noch nicht gehen will

Auch wenn der meiste Schnee in den Tälern bereits grünen Frühlingswiesen Platz gemacht hat, so sollten Bergsport-Begeisterte diesen in den Bergen nicht unterschätzen. Die Schneemassen, die der letzte Winter mit sich gebracht hat, erfordern besondere Aufmerksamkeit. Vor jeder Tour sollte man sich über die aktuelle Schnee- und Lawinenlage informieren und bei zu hohem Risiko die geplante Tour abrechnen bzw. gar nicht erst antreten.
Auch beim Wandern in höheren Lagen ist Vorsicht geboten. Altschnee-Felder können ohne entsprechende Ausrüstung zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. Ein Abrutschen auf der hartgefrorenen Schneedecke kann schwerwiegende Folgen für Wanderer haben.

Tourenplanung leicht gemacht

Oft ist es nicht einfach, die passende Tour zu den aktuellen Verhältnissen am Berg auszuwählen. Um eine selbstständige Touren-Auswahl für verschiedene Bergaktivitäten zu erleichtern, können Berg-Begeisterte die Plattform www.alpenvereinaktiv.at und die dazugehörige App des Österreichischen Alpenvereins nutzen. Hier können Interessierte u. a. mittels Filterfunktionen (nach Sportart, gewünschter Touren Länge, etc.) passende Touren suchen, das tagesaktuelle Bergwetter und die Lawinenlage abfragen und weiterführende Informationen zu Hüttenöffnungszeiten und Wegsperrungen einholen.

Weitere Infos: www.sicheramberg.at sowie www.alpenverein.at

Beim Wandern in höheren Lagen ist auch beim Überqueren von Altschnee-Feldern besondere Vorsicht geboten.
Der Österreichische Alpenverein gibt Empfehlungen für einen sicheren Saisonstart und macht auf mögliche Gefahren aufmerksam.
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Bezirksblätter Tirol aus Innsbruck

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