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Innovation für eine zukunftsfitte Gesellschaft

Inspirierendes Innovationsforum
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Bischof Hermann Glettler lud zum ersten österlichen Innovationsforum AM PULS TIROL

PFONS (dibk). Am Dienstagmittag der Karwoche ging das erste Innovationsforum AM PULS TIROL zu Ende. Knapp 80 Personen folgten der Einladung von Bischof Hermann Glettler in das Bildungshaus St. Michael im Pfons bei Matrei am Brenner.

Plank: Gelebte Werte sind entscheidend für angestrebte Wirkungen

Das neu entwickelte Innovationsforum AM PULS TIROL bot an zwei Tagen InnovatorInnen, VordenkerInnen und Nachwuchskräften aus Wirtschaft, Industrie, Soziales, Kultur, Medien und Kirche ein Forum für inspirierenden Austausch.

Geleitet wurde die Veranstaltung von Georg Plank, der mit dem Innovationsforum "PfinXten" Erfahrungen mit diesem modernen Dialogformat gesammelt hatte: „Ob persönlich gläubig und kirchenaffin oder nicht: Viele sind überrascht über die Aktualität und Prägnanz christlicher Prinzipien, wenn es um effizientes Change-Management und belebende Innovationen geht. Innovationen brauchen klare Entscheidungen, motivierende Rahmenbedingungen und eine effiziente Systematik. Entscheidend sind darüber hinaus auch innere Haltungen und gelebte Werte, um die angestrebten Wirkungen zu erzielen“, so Georg Plank, der Gründer von „Pastoralinnovation“.

Glettler: Innovation ist eine Haltung der Offenheit für Neues

Bei der TRIGOS Preisverleihung 2018 kam Bischof Hermann Glettler die Idee zu einem österlichen Forum, wo Theorie und Praxis von Innovation in einem unkomplizierten Erfahrungsaustausch zusammenfinden. Er stellt fest: „In Tirol gibt es viel innovatives Potential – in den unterschiedlichsten Berufsfeldern und gesellschaftlichen Bereichen. Voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren, lautet die Devise. Aus Dankbarkeit und persönlicher Neugierde habe ich zum Innovationsforum eingeladen. Wir müssen von einer Mentalität der Konkurrenz zu einer viel engagierteren Kooperation kommen. Für die anstehenden großen Fragestellungen unserer Welt brauchen wir eine neue Kultur der Begegnung und eine effektive, transdisziplinäre Zusammenarbeit. Innovation ist dabei nicht die Abwertung von Tradition, sondern ein kreativer Umgang mit ihr.“

Bischof Glettler sah in der Einladung zu diesem Forum große Chancen: „Es geht mir nicht ums Unkonventionelle und Neue um seiner selbst willen. Es sind die drängenden Probleme unserer Zeit, die nur durch innovative Prozesse gelöst werden können. Wir müssen auch als Kirche lernen und flexibler werden – und uns von Menschen egal welcher Weltanschauung oder Religionszugehörigkeit inspirieren lassen.“

Und sein Fazit nach den gelungen beiden Tagen: „Ich bin extrem glücklich und beschenkt, dass bereits an diesem ersten Pilotprojekt eine hochenergetische Vielfalt erlebbar war. Ein österlich-pfingstlicher Geist war deutlich spürbar. Die Authentizität und Ehrlichkeit aller Teilnehmenden und Vortragenden hat der Veranstaltung eine besondere Qualität gegeben.“

25 Präsentationen und viel Zeit für Austausch

Rund 25 Initiativen und Unternehmen aus Tirol präsentierten aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen ihre Ideen und Konzepte. Viel Zeit für Gespräch und Austausch haben auch die Möglichkeit zum Netzwerken und voneinander Lernen ermöglicht. Vorösterliche Impulse und Gottesdienste gaben der Veranstaltung einen unaufdringlichen, aber deutlich spirituellen Charakter.

Unter den TeilnehmerInnen fanden sich unter anderem Verantwortliche diverser Kulturinitiativen und der Tiroler KünstlerInnenschaft, eine Vertretung der Wirtschaftskammer Tirol, LeiterInnen diverser Sozialeinrichtungen und anderer gesellschaftspolitischer Initiativen, Manager großer Industriebetriebe, sowie der ehemalige EU-Kommissär Franz Fischler.

Franz Fischler: Wir brauchen Innovation, nur so gelingt Fortschritt

Fischler, ehemaliger EU-Kommissar für Landwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raums und Fischerei, begrüßt die Initiative des Innovationsforums, betonte jedoch, dass sämtliche Einzelimpulse und Initiativen nur dann funktionieren, wenn sie in ein gesellschaftliches, wirtschaftliches und soziales Umfeld eingebettet sind. Entscheidend sei die Nachhaltigkeit, wenn sich Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung die Balance hielten. Innovative Konzepte seien nicht leicht umsetzbar, weil sie Zeit bräuchten. Und Zeit spiele in der Strategie von Politik eine besondere Rolle. „Wir brauchen Innovation, nur so gelingt Fortschritt“, so Fischler. Die meisten der Ideen könnten zudem nur global, zumindest im europäischen Raum, umgesetzt werden.

Franz Mair: Wenn nachhaltig, dann richtig nachhaltig

Franz Mair, Vorstandsdirektor der Tiroler Versicherung und Unterstützer des Forums, blickte in seinem Statement auf die innovative, fast 200 Jahre alte Geschichte seines Unternehmens zurück. Sein Unternehmen sei mit dem Auftrag gegründet worden, den Menschen zu helfen. Das sei bei den damaligen Herausforderungen innovativ gewesen, so Mair. Er machte den Veranstaltern Mut und wünschte sich eine noch größere Öffnung des Forums, „damit noch mehr interessierte und interessante Menschen teilnehmen können.“ Und abschließend: „Nachhaltigkeit muss man leben, nicht nur von ihr sprechen. Dazu braucht es auch ein gesundes Maß an Zufriedengeit und Dankbarkeit“, so Mair.

Statements zum Innovationsforum

Ingeborg Erhart, Tiroler Künstlerschaft: „Innovation heißt für mich neue Blickwinkel einzunehmen, und da kann Kunst ein guter Motor sein auf dem Weg zu neuen Sichtweisen.“

Roman Sillaber, Leiter Katholische Jugend: „Interessante Menschen, interessante Ideen und viel Inspiration.“

Jesse, Musiker: „Ich nehme vom Forum mit, dass Scheitern in einem Projekt nicht gleich Scheitern im Leben bedeutet. Es braucht auch Zeit, damit Dinge gelingen.“

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