EduCard: Ein Schülerausweis, der mehr kann

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Landesschülervertretung fordert neuen Schülerausweis schon lange – Innsbrucks Direktoren nicht abgeneigt, wollen aber abwarten

Durch den Schlamassel mit den Ferientickets in diesem Jahr ist ein weiteres Thema in den Schulen auf den Tisch gekommen. Ein neuer Schülerausweis – die EduCard – der unter anderem auch die Busfreikarte ersetzen soll, macht bei den Direktoren die Runde.

(vk). Die EduCard ist eine Scheckkarte mit integriertem Chip. In anderen Bundesländern wie etwa Salzburg ist die Karte schon etabliert und bisher gäbe es nur positive Rückmeldungen. Dabei liegen die Vorteile dieser Karte für Landesschülervertreter Florian Lang klar auf der Hand: „Mit der Quick-Funktion kann man bis zu 400 Euro auf die Karte überweisen und mit diesen alles zahlen, was in der Schule anfällt. Zutrittsberechtigungen können über die Karte gesteuert werden und die EduCard ist auch fälschungssicher.“ Andreas Machatschek vom Bildungsministerium kann den Erfolg der EduCard an Salzburgs Schulen nur bestätigen. „In Salzburg ist der politische Wille, diese Karte einzuführen, sehr groß“, so Machatschek und ermahnt die Tiroler Politik: „Jetzt hat man noch die Chance, die EduCard selbst mitzugestalten, denn kommen wird sie früher oder später sowieso.“ Argumente gegen die EduCard wären datenschutzrechtliche Probleme und die Finanzierung der Karte wie auch die Aufrüstung aller vorhandenen Automaten und Geräte.

Tenor an Innsbrucks Schulen
Direktor der HTL Anichstraße Elmar Märk war bei der Präsentation des LSV anwesend und hat an seiner Schule die EduCard schon diskutiert, mangels notwendiger Funktionen habe man sie aber noch nicht eingeführt. „Gibt es aber eine Einigung mit dem VVT und werden Freifahrttickets mit der EduCard kombiniert, sieht die Sache anders aus“, so Märk.

Obmann der Landeselternvertretung (AHS, BHS) Peter Retter fühlt sich von der VVT genervt: „Die VVT steht immer auf der Bremse, sie führt sich auf wie ein bockiger Privatbetrieb, hier wäre ein Machtwort nötig.“

Direktor an der HTL Bau und Kunst Manfred Fleiss ist generell der EduCard gegenüber nicht abgeneigt. „Derzeit befinden wir uns in der Überlegungsphase, wir sind nicht abgeneigt, aber eingeführt wird die Karte nächstes Schuljahr definitiv noch nicht“, so der Direktor. Vor allem der Kosten-Nutzen-Faktor und die Datenschutzgründe müsse man erst noch beobachten.

Direktor Max Gnigler vom Reithmanngymnasium findet, dass der „derzeitig verwendete Schülerausweis schon die Spuren der Zeit zeigt“, wie Dir. Gnigler es vorsichtig ausdrückt. Ein zeitgemäßes und fälschungssicheres Dokument mit Scheckkartensystem wäre für Dir. Gnigler schon längst eine fällige Maßnahme. Aber auch ihm stellt sich die Frage der Finanzierung und auch, ob Eltern einverstanden wären, dass ihre Kinder in der Schule bargeldlos bezahlen.

HAK will Karte 2011/12 einführen
Einen Schritt weiter scheint die HAK in Innsbruck zu sein. „Sobald wir im Stammgebäude Fuß gefasst haben, soll die EduCard eingeführt werden. Ich denke, im Schuljahr 2011/12 wird es so weit sein“, so die HAK-Direktorin Karin Peter.

Helmut Pölt, Dir-Stellv. der Musikhauptschule, findet die Möglichkeiten der EduCard zwar „bestechend und toll“, für die Sekundarstufe 1 sei sie aber eine Nummer zu groß.

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LSV

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