Auftritt, der nachhallt
Belzebong und Hatefuck rocken die P.M.K. Innsbruck
- Belzebong live in der p.m.k.: Schwere Riffs, dröhnende Bässe und düstere Klangwelten sorgen für einen kompromisslosen Doom-Abend.
- Foto: Kendlbacher
- hochgeladen von Michael Kendlbacher
Die polnische Band „Belzebong" gastierte vergangenen Donnerstag in der P.M.K. Innsbruck und hinterließ schwere Klangwolken und Tinnitus inklusive. Unterstützung gab es zuvor von dem Tiroler Trio „Hatefuck".
INNSBRUCK. Es war ein musikalisches Festmahl der Extraklasse, das der Verein „Pilgrims of Sound" am vergangenen Donnerstag in der Innsbrucker p.m.k. servierte. Mit einem abwechslungsreichen Menü aus klanglichen Köstlichkeiten aus Polen und einer lokal-regionalen, musikalischen Vorspeise wurde das Publikum auf eine Reise durch unterschiedliche musikalische Welten entführt. Für das passende Warm-up sorgte zuvor das Tiroler Trio „Hatefuck“. Mit knackigen Drum’n’Bass-Beats, wuchtigen Synthesizern und spannenden Voice-Samples brachten sie eine treibende, explosive Mischung auf die Bühne. Mit hohem Tempo, druckvollem Sound und einem Arsenal an Effektgeräten stimmten sie die Hörerschaft auf den bevorstehenden Abriss ein. Für besondere Schmunzler sorgten die politischen Voice-Einspielungen, die zwischen und während der Tracks eingestreut wurden. Wiederholt waren pikante Donald-Trump-Sagas zu hören, lustige Einspieler des Tiroler Lokal-Politikers Gerald Depaoli (Gerechtes Innsbruck) sowie dem Filmemacher Werner Herzog. Auch klangtechnisch hatte der Auftritt einiges zu bieten. Beeindruckend war der Einsatz eines Air-FX-Geräts, dessen berührungslose Bedienung schwer an ein Theremin erinnerte.
- Hatefuck live in der p.m.k.: Druckvolle Beats, wuchtige Synthesizer und entfesselte Samples treffen auf kompromisslose Bühnenenergie.
- Foto: Kendlbacher
- hochgeladen von Michael Kendlbacher
Tonnenschwere Riffs
Nach einer kurzen Pause ging es dann wirklich zur Sache. Mit dem Main-Act „Belzebong" aus dem polnischen Kielce stand ein prägender Name der internationalen Stoner- und Doom-Szene auf dem Programm. Tonnenschwere Riffs, wuchtige Soundwände und dröhnende Bässe brachten die P.m.k. wieder einmal zum Beben. Die langjährigen Profimusiker beherrschen ihre Instrumente meisterhaft. Spätestens als sich die ersten Köpfe im Takt der Musik bewegten und unzählige lange Haare durch die Luft wirbelten, war für jeden klar: Hier werden große Headbanger serviert. Mit einer mitreißenden Energie rockten sie das gut besuchte Haus und produzierten doomige, brachiale Fuzz-Wände, die man nicht nur hörte, sondern bis in die Knochen spürte. Zurück blieben nur zufriedene Gesichter und ein andauerndes leises Piepskonzert, das einem bis nach Hause begleitete.
- Belzebong überzeugen mit hypnotischen Gitarrenwänden, wuchtigen Rhythmen und einer gehörigen Portion psychedelischer Schwere.
- Foto: Kendlbacher
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