Der Tod ist täglich dabei

Generationenübergreifend: Peter Lutz und Herbert Wernig leiten den Betrieb.
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  • Generationenübergreifend: Peter Lutz und Herbert Wernig leiten den Betrieb.
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Seit Jahrtausenden hat sich das Handwerk des Steinmetz kaum verändert und produziert wird für die Ewigkeit.

"Endgültig" und "Ewig" – in kaum einem Beruf spielen diese beiden Begriffe eine derart zentrale Rolle wie beim Steinmetz. Das STADTBLATT begleitete die Mitarbeiter von "Steinmetz Wernig" in Pradl einen Tag bei ihrer Arbeit. Das Unternehmen ist auf die Herstellung und Bearbeitung von Grabsteinen und Tafeln für Urnengräber spezialisiert. Der Tod ist also – wenn man so will – ein täglicher Begleiter in ihrem Job.

"Ein letztes Denkmal setzen"

"Manche glauben, man kann einen Grabstein kaufen, wie man sich im Möbelhaus eine Couch aussucht. Doch dem ist nicht so. Es geht darum, ein persönliches, bleibendes Denkmal für den Verstorbenen zu setzen, das dessen Charakter und Leben darstellt", schildert Peter Lutz, operativer Geschäftsführer des Unternehmens. Es gehe darum, einen "Ort der Begegnung" mit dem Verstorbenen zu schaffen. Dabei ist idealerweise bereits die Auswahl des verwendeten Steins entscheidend. Der Stein soll markante Wesenszüge des Toten widerspiegeln. Die Palette reicht von kühl, schroff und hart bis zu weich und warm. Denn entgegen der land-läufigen Meinung, arbeiten Steinmetze nicht "nur" mit Marmor und Granit. "Wir unterscheiden eigentlich 200 bis 300 handelsübliche Steinsorten aus aller Welt. In unseren Breiten besonders bekannt ist etwa die Höttinger Brekzie" erläutert Herbert Wernig, ehemaliger Geschäftsführer. Der 88-Jährige ist trotz seines fortgeschrittenen Alters noch als Zeichner und Planer im Betrieb tätig – "aus Leidenschaft", wie er betont.

Grab noch selbst gestalten

Zu 90 Prozent sind es die Angehörigen, die den Grabstein für einen Verstorbenen auswählen. "Allerdings kommen immer wieder Menschen zu uns, die ihr Grab noch zu Lebzeiten selbst gestalten wollen. Das sind zumeist sehr interessante Charaktere und Gespräche", schildern Lutz und Wernig.

Dieser Einblick hat euch gefallen? Hier findet ihr weitere Beiträge - vom Tierpfleger über Bademeister bis hin zum Notarzt: Am eigenen Leib
Autor:

Stephan Gstraunthaler aus Innsbruck

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